Dynamo siegt gegen Wehen Wiesbaden und ist 3-Liga Meister

Knapper Sieg reicht Dynamo Dresden zum Meister-Titel

Der Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden verliert gegen Meister Dynamo Dresden, die bereits vor der Partie als Aufsteiger feststanden, 0:1 (0:1).
Dynamo’s Pascal Sohm (21.) erzielte das Tor des Tages nach einer Ecke, während der SVWW vor dem gegnerischen Tor zu harmlos blieb und immer wieder den letzten oder vorletzten Pass nicht anbrachte. So konnten die nie aufsteckenden Hessen das äußerst stabile Dresdner Defensivbollwerk letztlich nicht knacken.

Pascal Sohm machte Dynamo Dresden somit in Hessen zum Titelträger der 3. Liga. Getrübt wurden die Feiern von der schweren Knieverletzung von Ransford Königsdörffer. Alle nicht zum Spieltagskader gehörenden Spieler saßen auf der Tribüne, außer Marco Hartmann, er hatte Kinderdienst. Tim Knipping fehlte in Wiesbaden aus privaten Gründen. Dafür rückte Paul Will in die Abwehrzentrale und agierte, als hätte er noch nie woanders gespielt. Das war souverän.Das war im Grunde der gesamte Auftritt der diesmal in Gelb und Weiß spielendenden Dresdner. Die machten mit ihrer Aggressivität schnell klar, dass die Luft nach dem Aufstieg noch nicht raus war.Dynamo wollte mindestens mit einem Remis die Meisterschaft in Liga drei sichern. Beide Mannschaften waren dementsprechend noch voll im Wettkampfmodus und es entwickelte sich zu Beginn eine intensive Partie, in der Panagiotis Vlachodimos (10./direkter Freistoß) und Jonathan Meier (12.) erste Chancen für die Dresdner hatten. Ehe der Aufsteiger und kommende Zweitligist nach einer Ecke zuschlug, am Ende war es wohl Sohm, der seinen Fuß reinstellte und den Ball ins SVWW-Tor lenkte – Dresden führte 1:0 (21.).

Auch in der Folge hatte Dynamo in Hessen alles im Griff, hätte gut und gern höher führen können. Nach einer Meier-Flanke sprang Jakov Medic (26.) der Ball im Strafraum an die ausgestreckte Hand. Schiri Patrick Hanslbauer pfiff nicht.

Boss verhindert gedankenschnell das 0:2

Und dann hätten sich die Wiesbadener das Ei fast selbst ins Netz gelegt. Florian Carstens (39.) Rückgabe von der Strafraumgrenze auf seinen Keeper Tim Boss ging an diesem vorbei und trudelte gemächlich an den Innenpfosten, Boss schlug den Ball von der Linie. Durch einen missglückten Rückpass wäre Florian Carstens beinahe ein kurioses Eigentor unterlaufen, doch der Ball trudelte an den Pfosten und der gedankenschnelle Keeper Tim Boss klärte – es blieb beim verdienten 0:1 zur Pause.

Die Aufgabe für den SVWW in Halbzeit zwei: Mehr Torgefahr entwickeln. Meier, Sohm und Christoph Daferner blieben in der Kabine. Sechs Minuten später muss Trainer Alexander Schmidt zwangsläufig wechseln: Ransford Königsdörffer blieb im Rasen hängen, wurde mit der Trage weggebracht. Das riecht leider nach einer schwereren Verletzung im rechten Knie. Bitter! Für ihn kam „Agy“ Diawusie.
Kapitän Johannes Wurtz (49.) rutschte an einer Hereingabe zunächst knapp vorbei, die Angriffe des SVWW – der durch Gianluca Korte (60.) beste Chance hatte – wurden etwas zielstrebiger. Doch auch der Versuch von Phillip Tietz (71.) wurde geblockt. Dresden ließ aber keine Großchancen zu. Der Aufsteiger arbeitete sich aber wieder rein und zog das Geschehen wieder an sich. Eine gute Gelegenheit zum 2:0 hatte Löwe (64.), dessen Direktabnahme aus 13 Metern zischte knapp drüber.

In den letzten Minuten rückte Wiesbaden noch einmal an, doch die Schmidt-Serie hielt. Seit er im Amt ist, kassierte Dynamo kein Gegentor mehr.

Dynamo Dresden durfte nach dem Spiel den Pokal zur Drittligameisterschaft in Emfpang nehmen und den verdienten Aufstieg feiern.

Die weiteren Entscheidungen am letzten Spieltag

Neben Dresden ist Hansa Rostock direkt aufgestiegen, der FC Ingolstadt zieht erneut in die Aufstiegsrelegation ein – dem TSV 1860 München bleibt nur Platz vier. Derweil müssen Unterhaching, Lübeck, Bayern II und Meppen den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.
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