Dynamo reicht Last-Minute-Sieg nicht zum 2-Liga Verbleib

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist trotz eines Last-Minute-Erfolgs nahezu abgestiegen.

Zwar gewann die SGD dank eines Tores von Marco Hartmann (90.) mit 1:0 (0:0) beim SV Sandhausen, dennoch ist ein Klassenverbleib nach dem zeitgleichen Remis des Karlsruher SC gegen Arminia Bielefeld (3:3) nahezu ausgeschlossen. Bei drei Punkten Rückstand haben die Dresdener vor dem letzten Spieltag die um 14 Treffer schlechtere Tordifferenz als die Badener.

Wie in den Vorwochen lieferten die Sachsen auch beim SVS eine kämpferisch überzeugende Leistung, blieben über weite Strecken erneut viel zu harmlos. Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern aus Sandhausen. Gegen – nach fünf Spielen in elf Tagen – müde wirkende Dresdener hatte der SV mehr vom Spiel. In der 18. Minute war der SVS dicht an der Führung, doch Dynamos Chris Löwe kratzte einen Kopfball von Tim Kister noch der Linie. Zwar wussten auch die längst geretteten Gastgeber in einer niveauarmen Begegnung nicht zu überzeugen, erzeugten aber in Person von Angreifer Aziz Bouhaddouz (17., 18.) zumindest vereinzelt Gefahr vor dem gegnerischen Tor.

Im Anschluss an eine Ecke verpasste René Klingenburg eine Hereingabe vor dem Gehäuse knapp (38.). Mehr kam aber nicht von Dynamo, das in den den drei Partien davor ohne eigenen Treffer geblieben war.

Löwe fliegt, Hartmann trifft

Auch im zweiten Durchgang kam von Dresden kaum was. Sandhausen hatte wenig Mühe, die Partie zu kontrollieren, erst recht, als Löwe nach einem Frustfoul gegen Sandhausens Enrique Pena die Rote Karte sah (72.).

In den Schlusssekunden kam dann aber alles anders. Zunächst sah Sandhausens Erik Zenga wegen einer Respektlosigkeit nach einem Foulpfiff gegen ihn die Gelb-Rote Karte (89.). Wenig später trat Kevin Boll für Dresden einen langen Ball in den SV-Strafraum. Schließlich landete das Leder bei Hartmann, der zum 1:0 für die Gäste traf (90.).

Am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga empfängt Dynamo Dresden am Sonntag (28.06.2020; ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf sportschau.de) den VfL Osnabrück. Sandhausen tritt beim Hamburger SV an und könnte die letzten Aufstiegsträume der Hanseaten empfindlich stören.

Wir haben nochmal alles rausgehauen, auch am Ende haben wir in Unterzahl eine leidenschaftliche Leistung gezeigt. Das ist heute ein Schlusspunkt: Wir gehen mit erhobenem Haupt raus, sind aber alle todtraurig“, sagt Dynamo-Trainer Markus Kauczinski. „Wir müssen uns vorwerfen, dass wir am Ende nicht gut genug waren, um drei Punkte zu holen. Das hinterlässt einen brutal faden Beigeschmack und hat für die anderen Mannschaften zum Glück keine Konsequenzen gehabt“, ärgert sich SVS-Coach Uwe Koschinat.

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