Dynamo patzt im Aufstiegskampf gegen Halle

Dynamo Dresden hatte gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt nicht viel anzubieten und blieb verdientermaßen ohne Punktgewinn.

Die Schwarz-Gelben unterlagen dem Halleschen FC mit 0:3. Das Wort Aufstieg sollte in den kommenden Tagen keiner mehr in den Mund nehmen. Erstmal müssen die Dresdener wieder in die Spur kommen.Dynamo kann den Relegationsplatz nach dem nun vierten sieglosen Spiel in Folge nicht halten. Durch den Rückschlag rutscht das Team von Trainer Kauczinski auf den vierten Tabellenrang ab. Parallel gelang 1860 München nämlich ein 2:0-Erfolg bei Waldhof Mannheim.

Im Ostderby gegen den Halleschen FC enttäuschte die von elf Ausfällen und Corona-Zwangspause geplagte Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski auf ganzer Linie und verlor völlig zu Recht mit 0:3 (0:1). Für die Aufstiegshoffnungen der Schwarz-Gelben bedeutet die fast schon peinliche Niederlage einen herben Dämpfer, zumal die direkten Konkurrenten ihre Spiele auch noch alle gewannen.

Das ist und war mehr als harmlos! Es fehlt im Spiel an allem. Trainer Markus Kauczinski setzte auf einen Systemwechsel. Er ließ mit einer Viererkette spielen, davor mit einem Dreier-Mittelfeld und auch mit drei Leuten im Sturm. Das sorgte dafür, dass es Luka Stor in die Startelf kam. Erst zum zweiten Mal in seiner Dynamo-Zeit.

27 Minuten passierte auf dem Rasen so gut wie nichts. Dresden versuchte mit Ruhe, Struktur ins Spiel zu bekommen, den Rhythmus wieder aufzunehmen. Es spielte sich nahezu alles zwischen den Strafräumen ab. Der HFC war nicht wirklich stark, aber allemal gefährlicher als die Gastgeber, die vorm Tor völlig harmlos auftreten.

Von Dynamo kam fast nichts

Der schnelle Braydon Marvin Manu, der seinem Gegenspieler Löwe einige Male das Nachsehen gab, schoss drüber (20.), Julian Guttau – von Niklas Kreuzer nicht eng genug bewacht – setzte den Ball neben das Tor von Kevin Broll (21.). Kurz darauf musste Tim Knipping Terrence Boyd blocken (23.). Da kündigte sich ein Treffer der Gäste schon an, der in der 27. Minute dann auch prompt fiel: Ex-Dynamo Niklas Landgraf trug den Ball in die Hälfte der Gastgeber, spielte Manu an, der aus spitzem Winkel aufs Tor schoss. Broll lenkte den Ball noch zur Seite, von wo aus Antonios Papadopoulos aber zum 1:0 traf. Die verdiente Führung für das Team von Trainer Florian Schnorrenberg.

Von Dynamo, das sich kaum einmal durchspielen konnte, kam fast nichts. Ein Kopfball von Christoph Daferner nach Flanke von Marvin Stefaniak war schon alles, die Kugel wurde auch noch zur Ecke abgefälscht (38.). Selbst mit einem ruhenden Ball konnte die SGD aber nichts anfangen, kein Eckball vor der Pause brachte wirklich Torgefahr. Boyd hätte auf der Gegenseite aber noch erhöhen können, sein Kopfball aus dem Spiel heraus landete aber auf dem Tornetz (34.).

Halle erhöht nach der Pause

Den Willen mag man Dynamo gar nicht abschlagen, doch keiner fand irgendwie eine Lösung, mal zielstrebig gen HFC-Strafraum zu marschieren. Zudem wurde im Vorwärtsgang kaum mal ein Zweikampf gewonnen.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs kam Phillip Hosiner für Paul Will. Dynamo wurde jetzt etwas energischer. Halle stoppte den aufkeimenden Spielfluss immer wieder durch Fouls. Dresden belagerte nun die Hälfte der Gäste, doch zu echten Chancen reichte es nicht. Im Gegenteil, die Abwehr patze ein weiteres Mal. Eberwein setzte sich gegen Stefaniak und Kreuzer durch. Manu passte danach in die Mitte. Terence Boyd sprang die Kugel viel zu weit weg, aber genau in den Lauf von Eberwein, der vom Elfmeterpunkt keine Mühe hatte – 0:2 (62.). Dynamo mühte sich danach, aber wie schon in Durchgang fehlten die Ideen gegen Hallenser, die spielerisch nicht besser waren, aber effektiver.

Papadopoulos hatte gleich noch das 3:0 für den HFC auf dem Fuß, doch Broll parierte dessen Schuss mit einer Hand (68.). Kauczinski wechselte nun doppelt, wechselte für Stark und Stor Justin Löwe und Agyemang Diawusie ein (69.). Das brachte nicht viel, die Dresdner konnten weiter keine Torgefährlichkeit entwickeln. Sie kassierten sogar noch das 0:3, als Manu an der Strafraumgrenze völlig frei zum Schuss kam und Broll keine Chance ließ (78.). Das Ergebnis fiel hoch aus, aber nicht zu hoch. Dynamo war den Gästen an diesem Tag in keiner Weise gewachsen und ist in dieser Form kein Anwärter auf den Aufstieg mehr. Jetzt bedarf es einer grundlegenden Trendwende, wenn das Saisonziel doch noch erreicht werden soll.

Das Debakel und die Auswertung wird die Heimmannschaft von Markus Kauczinski sicherlich noch eine ganze Weile beschäftigen. Dynamo Dresden am Tiefpunkt! Den letzten Sieg und das letzte eigene Tor gab es am 17. März gegen Wiesbaden (1:0).

Für Trainer Markus Kauczinski brechen jetzt schwere Zeiten bei Dynamo an. Der Aufstieg ist zwar immer noch möglich. Fraglich nur, ob ihm der Verein die Wende noch zutraut. Nach der Pleite gegen Halle muss man ernsthaft daran zweifeln…

Rudolf Harbig Stadion 24.Apr.2021 14:00
Dynamo Dresden
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Hallescher FC
24.Apr.2021 14:00
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