Dynamo mit Unentschieden gegen die „kleinen“ Bayern

Die Revanche nach dem Hinrunden-0:3 ist nicht geglückt

Dynamo Dresden muss sich gegen Bayern II mit einem Unentschieden begnügen.

Kleiner Dämpfer für Dynamo Dresden im Aufstiegsrennen. Die Mannschaft von Markus Kauczinski kam am Mittwochabend gegen Bayern München II nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Eine zwischenzeitlich passive Phase konnte die SGD auch durch einen Sturmlauf kurz vor Schluss nicht mehr kompensieren.

Angesichts der kräftzehrenden Englischen Woche nahm Dynamo-Coach Markus Kauczinski zwei Veränderungen im Vergleich zum siegreichen Auftritt in Zwickau vor: Für Ransford Königsdörffer begann Niklas Kreuzer auf der rechten Außenbahn. Zudem rückte Philipp Hosiner für Pascal Sohm ins Sturmzentrum. Kapitän Sebastian Mai stand nach seiner Rotsperre zwar wieder im Kader, fand sich aber zunächst auf der Bank wieder. Bayern-Trainer Holger Seitz stellte nach der 0:1-Niederlage gegen Viktoria Köln ordentlich um: Mit Stanisic, Arrey-Mbi, Rhein, Zaiser und Oberlin standen fünf Neue in der Startelf. Sie ersetzten Lawrence, Stiller, Scott, Jastremski und den gelbrotgesperrten Senkbeil.

19 Punkte trennten beide Teams vor der Partie, doch auf dem Platz waren sich Dresden und München durchweg ebenbürtig. Die Gäste versteckten sich nicht und versuchten spielerisch die beste Abwehr der 3. Liga zu knacken.

Daferner mit „Köpfchen“ bringt Dynamo in Front

Dynamo brauchte nur wenige Minuten, um zu zeigen, wer Herr im Hause ist: Paul Will schlug einen Eckball auf den zweiten Pfosten, dort stieg Christoph Daferner am höchsten und köpfte das Leder mit Wucht ins rechte Eck (9.). Bayern schüttelte sich nur kurz und hätte die Uhren im Gegenzug fast wieder auf null gestellt. Nicolas Feldhahns flache Abnahme nach einem Eckstoß konnten Kevin Ehlers und Kevin Broll im Verbund gerade noch klären (12.). Fünf Minuten später musste Leroy Kwadwo in höchster Not gegen Dimitri Oberlin im Strafraum dazwischengehen. Torschütze Daferner eroberte zweimal den Ball im Aufbauspiel der Gäste, kam aber jeweils nicht zum Abschluss (22., 32.). Vor der Pause brachte Stanisic seinen eigenen Keeper unter Bedrängnis, nachdem er im Fünfmeterraum eine Flanke von der Brust abtropfen ließ. Schneller klärte aber rasch vor Hosiner (39.). Bis zur Pause hielt Dynamo die Bayern dann auf Distanz, konnte in der Vorwärtsbewegung aber selbst keine Durchschlagkraft mehr entfalten.

Dynamo zu passiv, Welzmüller bestraft dies mit dem Ausgleich

Die Gäste kamen mit frischem Personal und ordentlich Tempo aus der Kabine. Dynamo brauchte ein wenig, um wieder ins Spiel zu finden, verbuchte aber die nächsten beiden guten Chancen: Erst scheiterte Julius Kade, nach feinem Hacken-Pass von Hosiner, an Schneller (55.), vier Minuten später traf Heinz Mörschel mit seinem Abschluss im rechten Sechzehner nur ein Münchner Abwehrbein. Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich kurz darauf rächen. Nach Kreuzers Foul vorm eigenen Sechzehner schweißte Maximilian Welzmüller den fälligen Freistoß aus 20 Metern ins rechte Eck – Broll hatte auf die falsche Ecke spekuliert (68.). Der eingewechselte Jastremski setzte gleich nach und scheiterte nach sehenswertem Solo aus kurzer Distanz an Broll (70.).

Dresden brauchte einige Minuten, um sich zu schütteln, setzte dann aber zum finalen Sturmlauf an. Kreuzer traf nach einer Flanke von Jonathan Meier zunächst den rechten Pfosten (84.), ehe der Ball kurz darauf im Netz zappelte: Den vermeintlichen Siegtreffer von Mörschel vereitelte jedoch Kevin Ehlers, der den Schuss unfreiwillig ins Tor bugsierte, dabei jedoch im Abseits stand (87.). Sekunden vor Abpfiff kam Kade aus der Distanz noch einmal zum Abschluss, scheiterte aber erneut an Schneller (90.+3).

Das sagten die Trainer

Holger Seitz (München): „Es war am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden. Zu Beginn des Spiels mussten wir uns erst einmal reinfinden, hatten leichte Anpassungsprobleme. Je länger das Spiel gedauert hat, umso besser sind wir in Tritt gekommen. Wir hatten gute Szenen, haben gut in die Tiefe gespielt. So hätten wir uns die ein oder andere Torchancen mehr herausspielen können. Am Ende darf man aber nicht verhehlen, dass wir bei der einen Großchance am Ende das Ding auch hätten verlieren können.“

Markus Kauczinski (Dresden): „Wir sind nicht zufrieden. Wir haben nicht so aktiv gespielt, wie wir es uns vorgestellt haben. In den letzten zwanzig Minuten haben wir noch einmal aufgedreht. Davor haben wir uns zu sehr auf das Verteidigen konzentriert. Bayern hat uns das Leben wirklich schwer gemacht. Wir haben die Wege lange nicht in die Tiefe gefunden. Trotzem haben wir aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt. Wir wissen aber auch, dass wir mit solcher einer Leistung keine Chance gegen Ingolstadt haben.“

24.Feb.2021 19:00 | Rudolf Harbig Stadion 3. Liga 2020-2021 | Spieltag 22
| Halbzeit: 1-0
Endstand
Spielstatistiken
Schüsse neben das Tor 0
Schüsse aufs Tor 5
Schüsse aufs Tor 3
Schüsse neben das Tor 1
1 Tore 1
5 Torschüsse 3
5 Schüsse insgesamt 4
49 Ballbesitz 51
5 Ecken 5
7 Fouls 7
2 Abseits 1
1 Gelbe Karten 3
0 Gelb/Rote Karte 0
0 Rote Karten 0

Dresden empfängt am Samstag (14 Uhr) zum Topspiel den FC Ingolstadt. Bayern II ist am Montag (19 Uhr) in Mannheim zu Gast.

 

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