Dynamo legt Einspruch gegen Darmstadt-Spiel ein

Dynamo hat nun doch Einspruch gegen die Wertung des Zweitliga-Heimspiels am Freitag gegen den SV Darmstadt eingelegt

Beim Stand von 2:3 wurde der SGD nach Videobeweis ein reguläres Tor zum 3:3-Ausgleich aberkannt.

Wir haben uns noch einmal in aller Ruhe und mit etwas Abstand zu den Geschehnissen am Freitagabend in Dresden juristischen Rat und regeltechnische Expertise von unabhängigen Experten eingeholt und sind zum Ergebnis gekommen, dass wir das äußerst umstrittene Zustandekommen der Niederlage gegen Darmstadt nicht einfach so hinnehmen können. Deshalb haben wir am späten Sonntagabend fristgemäß Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingereicht, weil unserer Meinung nach laut der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ein Regelverstoß des Schiedsrichters vorlag und so der Ausgang des Spiels gegen Darmstadt zu unserem Nachteil beeinflusst wurde“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge.
Tor oder nicht Tor? Der Treffer zum 3:3 bei der Partie der SG Dynamo Dresden gegen Darmstadt 98 (2:3) sorgt weiter für Riesenwirbel. Dabei war der Ausgleich nach Videobeweis zurückgenommen worden. Nach eingehender Analyse haben die Schwarz-Gelben beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) Einspruch gegen die Wertung des Heimspiels gegen die Darmstädter eingelegt.

Schmidt erzielt das vermeintliche 3:3

Dynamos Stürmer Patrick Schmidt hatte in der 72. Spielminute das vermeintliche 3:3 erzielt, bevor das Tor nach Intervention des Videoschiedsrichters Florian Badstübner und Überprüfung des Referees Michael Bacher am Spielfeld wegen Abseits aberkannt wurde.

Referee Bacher bereits beim HFC-Spiel im Fokus

Schiedsrichter Michael Bacher ist im Fußball-Osten kein Unbekannter. Bereits bei der Drittliga-Partie des Halleschen FC gegen Preußen Münster (2:2) am 21. September 2019 stand der 28-Jährige im Mittelpunkt und sorgte für ein „Wechseltheater“. Er hatte bei einem Wechsel den Hallenser Pascal Sohm vom Feld geschickt, eigentlich wollte HFC-Trainer Torsten Ziegner aber Terrence Boyd vom Feld nehmen. Als Sohm draußen war, Boyd aber noch drin und der eingewechselte Jan Washausen erst loslief, ging es sofort weiter – wenige Sekunden später gelang Münster der entscheidende 2:2-Ausgleich. Wie die Dresdner legten die Hallenser damals beim DFB Protest gegen den Ausgang des Spiels ein, der aber abgeschmettert wurde.

Die Verantwortlichen von Dynamo müssen jetzt beim DFB den Einspruch detailliert erläutern.  Das zuständige DFB-Sportgericht wird zu gegebener Zeit über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Die Aussichten auf Erfolg sind eher gering.

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