Die SG Dynamo Dresden hat am Sonnabendnachmittag ihr Testspiel gegen den Drittligisten FSV Zwickau mit 3:2 (1:0) gewonnen.

Vor 3324 Zuschauern im Willy-Tröger-Stadion in Pirna-Copitz brachte Moussa Koné die Schwarz-Gelben per Foulelfmeter in Führung (21.). Nach der Pause erhöhten Rico Benatelli (48.) und Pascal Testroet (56.) auf den Zwischenstand von 3:0, bevor Christian Bickel (87.) und Davy Frick (90.) mit dem Schlusspfiff die Gäste aus Westsachsen noch mal ranbrachten. Damit konnte die SGD auch ihr viertes Testspiel in der diesjährigen Saisonvorbereitung gewinnen, bevor die Mannschaft dann am Montagabend ins Trainingslager nach Herxheim in der Pfalz reist.

„Die zwei Tore ärgern mich richtig. Das war völlig unnötig, aber bis dahin war es gut. Es hat Spaß gemacht zuzusehen. Wir haben viele Dinge umgesetzt. Von daher bin ich trotzdem noch zufrieden“, sagte SGD-Cheftrainer Uwe Neuhaus. Erneut ließ er seine Mannschaft mit Dreierkette spielen – im Unterschied zum 1:0-Sieg beim Chemnitzer FC in der Vorwoche diesmal etwas offensiver mit mehr Pressing. Dass die Dreier- die Viererkette generell als neues Spielsystem von Dynamo ablöst, könne sich Neuhaus „durchaus vorstellen“.

Halbzeit eins war arm an Höhepunkten. Das erste Ausrufezeichen setzte der FSV, als Markus Schubert im Dresdner Tor einen scharfen Schuss von Kevin Hoffmann erst im Nachfassen festhielt (10.). Als sich Julius Reinhardt nach 20 Spielminuten im Strafraum auf Aias Aosman aufstützte, um einen Kopfball zu erreichen, pfiff Schiedsrichter Henry Müller Elfmeter. Koné verwandelte sicher. Sein Schuss aus der Drehung in Minute 37 wurde hingegen zur Beute von Zwickaus Schlussmann Johannes Brinkies.

In der Halbzeitpause hatte Neuhaus seine Mannschaft komplett durchgewechselt. Einzig Vasil Kusej blieb auf der Bank. Sein Zwickauer Kollege brachte in der Halbzeit zunächst drei frische Kräfte. Der Zweitligist aus Dresden erwischte in Durchgang zwei den wesentlich besseren Start. Nach einem schönen Angriff über Erich Berko und Lucas Röser musste der freistehende Rico Benatelli aus kurzer Distanz am rechten Pfosten nur noch zum 2:0 einschieben (48.). Und nur acht Minuten später das 3:0, als Baris Atik mit seiner scharfen Hereingabe in der Mitte Pascal Testroet fand, der einfach den Fuß dranhielt.

Dazwischen gab es weitere gute Chancen, unter anderem erneut durch Testroet und bei der anschließenden Ecke durch Jannik Müller, dessen Kopfball knapp links am Tor vorbeistrich. In der Mitte der zweiten Halbzeit verflachte die Partie allerdings wieder ein wenig. Kurz vor Schluss nutzten die Westsachsen zwei Stellungsfehler in der Dresdner Hintermannschaft und konnten dadurch sogar noch den 3:2-Anschluss herstellen. Unmittelbar danach war aber Schluss. „Dass zuletzt die Müdigkeit kam, war vorher schon zu spüren. Wir haben dort versäumt, einfach zu spielen und im Ballbesitz zu bleiben, was wir vorher richtig gut gemacht haben. Aber man muss das große Ganze sehen“, bilanziert Uwe Neuhaus.

Im Trainingslager geht es dann vor allem darum, das neue System mit der Dreierkette weiter einzustudieren und auch weiter am Umschaltspiel zu feilen. Erproben können die Dynamos dies am Mittwoch in einem Testspiel gegen den englischen Erstligisten Huddersfield Town sowie dann am Sonnabend bei einer weiteren Vorbereitungspartie gegen Drittligist 1. FC Kaiserslautern.