Dynamo gewinnt Sachsenderby mit 2:1 gegen Aue

Dynamo Dresden schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Mit einem Heimsieg im 94. Sachsenduell am 25. Spieltag gegen Erzgebirge Aue hat Dynamo die Konkurrenz wieder in Reichweite.

Der achtmalige DDR-Meister gewann das 94. Sachsen-Derby nach zwei Treffern von Patrick Schmidt gegen Erzgebirge Aue mit 2:1 (1:1) (44., 59. Minute) und schloss in der Tabelle mit 24 Punkten zum Vorletzten Karlsruher SC auf.

In der Nachspielzeit (90.+2) sah Aues Calogero Rizzuto die Gelb-Rote Karte.

Erzgebirge Aue hingegen hat die Spitzengruppe der 2. Liga vorerst aus den Augen verloren. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schubert blieb nach der neunten Saisonniederlage bei 34 Punkten und verlor im Mittelfeld der Liga an Boden.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski veränderte seine zuletzt mit 2:1 bei Jahn Regensburg siegreiche Startelf nur auf einer Position: Für den von einem Infekt geplagten René Klingenburg begann Ondrej Petrak im zentralen defensiven Mittelfeld. Gästecoach Dirk Schuster setzte auf die Anfangsformation von der 3:0-Gala aus der Vorwoche gegen den Hamburger SV. Somit waren auch die Ex-Dresdner Sören Gonther und Pascal Testroet bei den Erzgebirgern mit von der Partie.

Unter den Augen von Dynamos früherem Stürmerstar Ulf Kirsten, dem zu Schalke gewechselten Ex-SGD-Keeper Markus Schubert sowie den beiden sächsischen Trainerlegenden Gerd Schädlich und Christoph Franke und vor 30.753 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion brachte Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt (7.) die Gäste mit seinem achten Saisontor in Führung. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hatte zunächst auf Abseits entschieden, wurde aber durch den Videoassistenten korrigiert. Zuvor gab es schon mit der ersten Aktion der Veilchen die erste Chance, Marko Mihojevic trifft nach einer Freistoßflanke von außen per Kopf nur den Pfosten (2.). Das frühe 0:1 (6.) war aus Dresdner Sicht ein denkbar schlechter Start. Die SGD antwortete aber prompt. In Donyohs Hereingabe grätschte der lange Simon Makienok und zwang Martin Männel damit aus kürzester Distanz zu einer Glanzparade (10.). Mit einer blitzschnellen Fußabwehr klärte der Gästekapitän die Situation und fing wenig später auch Donyohs zweiten Ball ab. Dynamo strampelte sich erst gegen Ende des ersten Durchgangs frei. Nach einem Ballgewinn ging Godsway Donyoh über die linke Seite nach vorne. Den Querpass nach innen verwertete Schmidt zum 1:1-Ausgleich (44.). Danach hatten die Dresdner durch Simon Makienok sogar noch vor dem Pausenpfiff zwei Möglichkeiten, die Partie zu drehen.

Patrick Schmidt mit Traumtor zur Dresdner Führung

Anfang der zweiten Halbzeit übernahm Dynamo Dresden dann endgültig das Kommando auf dem Platz. Die erste ernsthafte Chance hatte aber Aues Calogero Rizzuto (51.), dessen Schuss Broll aber hielt. Im direkten Gegenzug hätte Dynamo dann fast getroffen. Nach Husbauers Flanke bekam Mihojevic den langen Dänen Makienok nicht in den Griff. Bei dessen sehenswertem Abschluss mit der Hacke musste sich Männel mächtig strecken (52.). Nach zwei guten Einschussmöglichkeiten sorgte Patrick Schmidt mit einem Traumtor für die verdiente Führung. Nach einer Hereingabe von links nahm er den Ball im Strafraum mit dem Rücken zum Tor an und traf per Fallrückzieher aus elf Metern zum 2:1 (59.). Spiel gedreht!

Aue kam erst in der Schlussphase wieder ein bisschen besser, aber Dynamo verteidigte die Führung. In einer hektischen Nachspielzeit sah Aue’s Calogero Rizzuto nach einem Gerangel noch die Gelb-Rote Karte (90.+2).

Dynamo ist durch den Sieg nun punktgleich mit dem Tabellenvorletzten Karlsruher SC, hat einen Zähler Rückstand auf Wehen Wiesbaden auf dem Relegationsplatz – und nur noch vier Zähler sind es zum rettenden Ufer, dem Tabellenplatz 15, den aktuell der VfL Bochum inne hat.

Am Sonntag (15.03.20) geht es für Dynamo im Abstiegskampf bei Hannover 96 weiter. Erzgebirge Aue empfängt einen Tag zuvor den SV Sandhausen.

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