Dynamo gewinnt Sachsenderby gegen FSV Zwickau

Erfolgreiche Revanche für die Hinspielniederlage

Dynamo Dresden hat das Sachsen-Duell der 3. Fußball-Liga souverän gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski feierte am Samstag beim FSV Zwickau einen 2:0 (2:0)-Sieg. Pascal Sohm (38. Minute) und Christoph Daferner (45.+2/Handelfmeter) erzielten die Tore. Mit nun 47 Punkten führt Dresden weiter die Tabelle an, der FSV ist mit 29 Zählern im Mittelfeld platziert. Dynamo schenkt Trainer Markus Kauczinski zum 51. Geburtstag drei Punkte.

Bei strahlendem Sonnenschein, frühlingshaften 15 Grad und 16825 Geisterticket-Zuschauern (Beide Fanlager verbindet eine jahrelange Fanfreundschaft, weshalb eine gemeinsame Aktion gestartet wurde, um vor allen den FSV in Zeiten der Corona-Pandemie finanziell zu unterstützen.) wurden beide Teams mit dem Schriftzug „Eene Bande“ und den Logos beider Vereine auf der Gegengerade begrüßt. Tolle Aktion! So wird die Fan-Freundschaft auch in Corona-Zeiten gelebt.

Überschattet wurde die Partie von einer schweren Fußverletzung des Zwickauers Yannik Möker. Der Mittelfeldspieler wurde bereits in der 18. Minute ausgewechselt und anschließend zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.

Auf dem Platz steht die Fanfreundschaft dann hintenan

Zwickau mit drei Änderungen: Für den gelbgesperrten Abwehrchef Davy Frick rückte Marcus Godinho in die Viererkette. Zudem liefen Manfred Starke und Nils Miatke für Can Coskun und Dustin Willms in der Offensive auf. Dynamo-Coach Markus Kauczinski nahm im Vergleich zum Erfolg gegen Lübeck eine Änderung vor und ließ Ransford Königsdörffer für Niklas Kreuzer die Außenbahn beackern.

Dynamo hatte in der Anfangsphase etwas mehr vom Spiel und kam bereits nach wenigen Sekunden zu einer vielversprechenden Möglichkeit. Nach einer Ecke von der rechten Seite wurde FSV-Schlussmann Johannes Brinkies im Strafraumgetümmel jedoch zu hart angegangen. In der 12. Minute musste Zwickaus Keeper nach einem Distanzschuss von Julius Kade erneut eingreifen. Dann Schock für den Gastgeber: Möker verletzt sich nach einem Pressschlag mit Daferner am rechten Knöchel, muss auf der Trage raus und direkt in die Klinik. Für ihn kommt Hehne.

Doch auch die Hausherren versteckten sich nicht und kamen durch Standardsituationen ein ums andere Mal aussichtsreich vor den Kasten von Kevin Broll – klare Torchancen sprangen aber auf beiden Seiten lange nicht heraus. Nach einer halben Stunde schaltet Dynamo einen Gang höher. Und wird prompt belohnt: Sohm köpft nach Will-Ecke, der Ball klatscht an den Innenpfosten und von da hinter die Linie. Der Rettungsversuch von FSV-Keeper Brinkies bleibt erfolglos (38.). Wenige Augenblicke vor der Pause entschied Schiedsrichter Patrick Kessel auf Handelfmeter für die Gäste, nachdem Zwickaus Innenverteidiger Steffen Nkansah der Ball aus kurzer Distanz an den angelegten Arm sprang. Daferner verwandelte den Strafstoß mit einem Schuss in die Tormitte zum 2:0.

Die Führung aber absolut verdient, von Zwickau kommt nach vorn zu wenig

In der zweiten Halbzeit macht der FSV etwas mehr Dampf, bleibt im Abschluss aber gegen die vielbeinige Gäste-Abwehr zu harmlos. Bestes Beispiel: Drinkuth schießt völlig blank aus acht Metern überhastet weit neben die Kiste (55.). Auch Wolfram semmelt aus der Drehung drüber (85.). Ähnlich Dynamo: Nach einer langen Hereingabe in den Sechzehner bolzte Königsdörffer das Spielgerät jedoch etwas übermotiviert auf die Tribüne (52.). Das gleiche Kunststück gelang kurz darauf auch Daferner, der das 3:0 nach schlechtem Stellungsspiel von Schikora vergab (58.). Die SGD kontrollierte die Partie hingegen im Stile eines Spitzenreiters und hatte ihrerseits durch Jonathan Meiers Hereingabe eine weitere gute Möglichkeit (80.).

Am Ende bringt Dynamo den dritten Sieg in Folge souverän nach Hause, punktet sich weiter Richtung Wiederaufstieg. Zwickau bleibt nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge im unteren Mittelfeld hängen.

Stimmen zum Spiel

Joe Enochs (Zwickau): „Die Räume, die wir bespielen wollten, waren da. Wir haben sie aber nicht gut bespielt. Der Knackpunkt war der Elfmeter kurz vor der Halbzeit. Davor haben wir nicht viele Torchancen zugelassen. Nichtsdestotrotz haben wir in der zweiten Halbzeit versucht, unseren Fußball zu spielen. Das ist uns teilweise gelungen, ohne Riesen-Torchancen zu haben. Wir haben Dresden weit weg von unserem Tor gehalten und die Standardsituationen ordentlich verteidigt. Trotzdem hat es nicht für den Anschlusstreffer gereicht.“

Markus Kauczinski (Dresden): „Insgesamt war es eine runde Leistung. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch ein Tor machen können. Im Ballbesitz waren wir aber insgesamt sehr stark. Wir wussten, dass Zwickau nach dem 0:2 nichts mehr zu verlieren hatte. Beide Teams hatten dann gute Phasen ohne wirklich gefährlich zu werden. Ansonsten haben wir das Spiel aber im Griff gehabt. Wir haben die Hinspielniederlage wieder gut gemacht und wollen am Mittwoch gegen Bayern daran anknüpfen.“

Dynamo bestreitet am Mittwoch sein Nachholspiel vom 22. Spieltag gegen die „kleinen“ Bayern, am Samstag steht dann das Topspiel der 3. Liga gegen den FC Ingolstadt. Zwickau muss am Sonntag in München gegen Türkgücü alles geben.

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