Dynamo gewinnt das Abstiegsduell gegen Wiesbaden

Aufatmen bei Dynamo Dresden, wichtige 3 Punkte im Abstiegskampf gegen Wehen Wiesbaden

Dynamo Dresden hat im Abstiegskrimi beim SV Wehen Wiesbaden einen wichtigen Sieg gefeiert und schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. Das Tor von Makienok kurz vor Schluss bringt den Dresdnern einen 3:2-Sieg in Wiesbaden. Danach hatte es lange nicht ausgesehen.

Nach 94 dramatischen Minuten hieß es in der leeren BRITA-Arena 3:2 (2:2) für Dynamo. Der Jubel auf der Bank war riesig, die abgekämpften Feldspieler indes konnten dafür keine Energie mehr aufbringen. Zuviel Kraft hatte das Abstiegsduell gekostet, das der Däne Simon Makienok etwas schmeichelhaft für die eigentlich klar unterlegenen Dresdner in der 89. Minute entschied. Aber das interessiert morgen niemand mehr, die drei Punkte zählen.

Unzulänglichkeiten bei beiden Mannschaften sorgten für eine spektakuläre erste Hälfte

Dresden ging durch ein Eigentor des SVWW in Führung: Godsway Donyoh hatte von links in Wehens Strafraum geflankt, wo Dominik Franke der Ball vom rechten Standbein ins Tor prallte (9.).

Dresdens Mannschaft ging mit der Führung jedoch leichtfertig um, Kevin Ehlers vertändelte vor dem eigenen Strafraum den Ball. Wehens Manuel Schäffler setzte durch den Ballgewinn Daniel Kyereh in Szene, der links im Strafraum nach innen zog und den Ball ins rechte Eck schoss (24.). Und nur eine Minute später lag Dresden zurück: Bei einer Flanke von links faustete Torwart Kevin Broll den Ball nach vorne – Moritz Kuhn versenkte ihn zum 2.1 für Wehen im Tor (25.).

Und dann zeigte wieder der SVWW, wie man es nicht macht. Zahlreiche Großchancen ließ das Team liegen, drei weitere Tore wären wohl das Mindeste gewesen – doch Dresden erzielte den Ausgleich. Dresdens Chris Löwe flankte von links, Patrick Schmidt traf in Bedrängnis per Kopf (44.).

Dynamo holt wichtige drei Punkte nach Hause

Nach der Pause übernahmen die Rot-Schwarzen wieder das Zepter. Sie wollten den Tabellenletzten schnell ausknocken. In den ersten gut zehn Minuten aber gelang ihnen aber kein ernsthafter Abschluss, Dynamo bemühte sich, das Spiel zu beruhigen. Nach vorn glückte der Sportgemeinschaft aber auch nichts Nennenswertes. Das Nachrücken bei eigenen Angriffen fiel den Dresdner Profis schwer, Kauczinski zögerte noch mit Wechseln. Erst in der 64. Minute beorderte er Jannik Müller neu ins Mittelfeld, nahm Klingenburg runter. Nach einem Freistoß von Schmidt (vorbei/70.) brachte der Dresdner Coach Marco Terrazzino für Donyoh. Gefährlich wurde es aber nur für Dynamo, als Broll gegen Maximilian Dittgen retten musste (76.). In der 78. Minute bewahrte Broll die Gäste vor dem Knockout, als er gegen Kyereh fantastisch mit einer Hand klärte.

Dann ging es in die Schlussphase, und Dynamo hatte plötzlich noch zwei Gelegenheiten. Erst köpfte Makienok aufs Tor, fand in Heinz Lindner aber seinen Meister (84.). Dann konnte der Däne den Keeper der Hessen aber doch noch bezwingen. Nach Schmidts Vorarbeit behauptete er die Kugel und ließ Dynamo jubeln (89.). Ein Glücksfall für Dynamo, das nun wieder hoffen darf, die Liga zu halten. Eine bittere Pille zugleich für die Gastgeber, die insgesamt mehr vom Spiel und viel mehr gute Chancen gehabt hatten, sie aber nur unzureichend nutzten.

Kurz vor dem Ende musste P. Schmidt noch mit Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens vom Platz. Somit fehlt er im nächsten Spiel. Das ist bitter!

Wehen Wiesbaden spielt am 31. Spieltag am Samstag (13.06.2020) um 13 Uhr in Heidenheim. Dynamo empfängt bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) den Hamburger SV. Zudem spielt Dresden am Dienstag (18.30 Uhr) sein nächstes von insgesamt drei Nachholspielen gegen Greuther Fürth.

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