Dynamo erkämpft 1:1 gegen den HSV

 Dynamo Dresden hat einen ordentlichen Start ins neue Fußball-Jahr hingelegt.

Im ersten Pflichtspiel 2022 erreichten die Schwarz-Gelben gegen den Hamburger SV ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Robert Glatzel hatte die im Zweitliga-Duell favorisierten Gäste in Führung gebracht (37.), Tortorschütze Christoph Daferner glich vor 1000 Zuschauern mit seinem neunten Saisontor aus (61.). Genau wie im Hinrundenspiel (1:1) konnten die Dresdner damit die anfängliche HSV-Führung egalisieren.

Christoph Daferner (61.) egalisierte mit seinem neunten Saisontreffer das Tor von Robert Glatzel (37.). Mit dem Zähler konnten am Ende beide leben, obwohl die SGD die klareren Chancen hatte.

Die Schwarz-Gelben hatten was vor, begannen mit der erwarteten Aufstellung. Lediglich Brandon Borrello rutschte kurzfristig für den erkrankten Morris Schröter in die Startelf. Neuzugang Vaclav Drchal stürmte von Beginn an.

Übertrieben formuliert, standen die Dynamos an der Hamburger Torauslinie, so früh und energisch pressten sie. Aus diesen Momenten entsprangen in den ersten 15 Minuten viele gefährliche Situationen, die der Gast nur mit einer übergroßen Portion Glück überstand. Und das muss man den Schwarz-Gelben vorwerfen: Sie hatten den HSV zwar im Sack, machten aber zu wenig daraus, es wurde nur selten wirklich zwingend. Ein Schuss von Yannick Stark (4.) war das Beste. Daniel Heuer Fernandes parierte.

Hoher Aufwand, wenig Ertrag

Als die Partie so ein bisschen dahin plätscherte, passierte das, was nicht passieren sollte. Nach einem abgewehrten Freistoß von Chris Löwe kam Ransford Königsdörffer ans Leder. Dessen Schuss wurde geblockt. Vier Stationen später holte Kevin Broll den Ball aus dem Netz. Ludovit Reis trieb das Leder nach vorn, schickte Sonny Kittel, der Glatzel einlaufen sah. Julius Kade sprang unter dem Leder durch, Glatzel lupfte das Spielgerät eiskalt über Broll in die Maschen – 0:1 (37.). Jetzt entpuppten sich die Dynamos in dieser Saison noch nicht als Drehkönige. Nur gegen eben jenen HSV kamen sie im Hinspiel nach einem 0:1 überhaupt noch zu einem Punkt.

Nach dem Seitenwechsel war der HSV im Aufwind und bekam die Begegnung in den Griff, Glatzel schoss knapp links am Tor vorbei (49.). Dynamo schien der Spielplan abhanden gekommen zu sein, der permanente Druck auf den Ball war weg, aussichtsreiche Torraumszenen gab es zunächst auch keine. Ausgerechnet in dieser schwächsten Phase machten die Schwarz-Gelben jedoch den Ausgleich. Die SGD brauchte eine Viertelstunde, malte dann aber einen Spielzug aufs frische Grün. Borrello wuselte los, bediente Königsdörffer, er verlagerte das Geschehen mit einem genialen Ball von rechts nach links. Julius Kade flankte butterweich, Daferner köpfte ein – 1:1 (61.). Traumkombination! Und hätte Heuer Fernandes nicht zweimal überragend gegen Königsdörffer (69./72.) pariert, Dynamo, das nach dem Ausgleich voll auf Sieg spielte, hätte die Partie komplett gedreht – was am Ende sogar verdient gewesen wäre.

Der Hamburger SV lauerte weiter auf Konter, Dynamo aber ließ das nach der Erfahrung aus Durchgang eins nicht mehr so einfach zu. In der 82. Minute der nächste Dresdner Wechsel: Schmidt brachte Mörschel für Königsdörffer. Doch die SGD war nun vor allem in der Defensive gefordert. Kittels Distanzschuss (82.) hielt Broll, der Kopfball des eingewechselten Bakery Jatta ging knapp über den Kasten (84.). Doch die Schlussoffensive der Norddeutschen blieb erfolglos. In der Nachspielzeit kam noch Giorbelidze für Kade zum Kurzeinsatz, dann war Schluss. Dieser erkämpfte Punkt im Kampf gegen den Abstieg war für Dynamo mehr als verdient.

 

Rudolf Harbig Stadion 14.Jan.2022 18:30
Dynamo Dresden
1 1
Hamburger SV
14.Jan.2022 18:30
Rudolf Harbig Stadion
SGD
1
1
HSV

 

 

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