Dynamo Dresden schiesst den FC Ingolstadt im Topspiel ab

Dynamo Dresden setzt im Kampf um den Wiederaufstieg ein ganz dickes Ausrufezeichen

Die „Schanzer“ verloren das Spitzenspiel bei Dynamo Dresden deutlich 0:4. Das war von Dynamo aufstiegsreif! Die Treffer erzielten Heinz Mörschel (39.), Ransford Königsdörffer (45.), FCI-Kicker Marc Stendera (49.) mit einem Eigentor und Luka Stor (90.+2).

Dabei sprach zumindest statistisch nicht viel für einen SGD-Sieg: Seit 2011 hatte in der 3. Liga kein Spitzenreiter mehr gegen den Zweiten gewonnen, der FCI hatte gegen einen Tabellenführer noch nie verloren. Bei den Gästen stürmte Stefan Kutschke von Beginn an, sein Einsatz war fraglich, nachdem der Ex-Dynamo lange nicht  trainieren konnte. Bei Dynamo mussten Leroy Kwadwo und Niklas Kreuzer zunächst auf die Bank, dafür rückte Sebastian Mai in die Dreierkette, Ransford Königsdörffer spielte im Mittelfeld. Auch im Sturm gab es einen Wechsel, Pascal Sohm ersetzte Philipp Hosiner.

Fast die komplette 1. Halbzeit belauerten sich die beiden Topteams der 3. Liga, aber ab der 38. Minute hat jemand den Startknopf bei Dynamo Dresden gedrückt. Und die SGD machte kurz vor und nach der Pause, im Stile einer Spitzenmannschaft, schon den Deckel drauf. Beide Defensivreihen standen gut, dafür erspielten sich Dresden und Ingolstadt nicht eine Chance. Heinz Mörschel (39.) per Foulelfmeter, als Ransford Königsdörffer nach einem Doppelpass im Strafraum stand und Marcel Gaus einen Tick zu spät kam. Den fälligen Elfmeter verwandelte Heinz Mörschel sicher ins rechte untere Eck zum 1:0. Und Ransford Königsdörffer traf kurz vor der Pause und schob aus 14 Metern traumhaft ein – 2:0 (45.)! Jetzt gabs die Pause.

Vorlage Pascal Sohm, Eigentor Marc Stendera

Ingolstadt kam durchaus druckvoll aus der Kabine, aber ein Eigentor von Marc Stendera (49.) nur vier Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit beseitigte die letzten Zweifel am Dresdner Sieg und erstickte die mögliche FCI-Aufholjagd. Caiuby misslang im Mittelfeld eine Kopfballabwehr, Sohm spritzte dazwischen. Seinen Querpass auf Chris Daferner stoppte Björn Paulsen, doch Sohm blieb am Leder, chippte es an Buntic vorbei. Auf der Torlinie bugsierte Marc Stendera den Ball gleich selbst in die Maschen – 3:0.

Trainer Oral versuchte es mit einem Dreifach-Wechsel, doch Dynamo behielt den Kopf oben, Kevin Broll hielt, was zu halten war. Und die Schwarz-gelben hatten selbst gute Chancen auf das vierte Tor, Sohm wurde in der 70. Minute dabei von Keeper Buntic abgeräumt, ohne dass der mögliche Elfmeter-Pfiff ertönte. Für Ex-Dynamo Stefan Kutschke geht das Spiel ohne eigene Chance zu Ende, der angeschlagen ins Spiel gegangene FCI-Stürmer wird in der 68. Minute ausgewechselt. Stattdessen erhöhten die Hausherren bei einem Konter in der Nachspielzeit durch Luka Stor sogar noch auf 4:0, nachdem zuvor Broll gegen Fatih Kayas Kopfball glänzend rettete.

Durch den Erfolg baut Dynamo mit 51 Zählern ihren Vorsprung auf den FC Ingolstadt auf sieben Punkte aus. Die Oberbayern rutschten auf Rang vier. Neuer Zweiter ist Hansa Rostock vor dem SV Wehen Wiesbaden. Hansa und Ingolstadt haben allerdings jeweils ein Spiel weniger als Dynamo und Wehen Wiesbaden absolviert.

Stimmen zum Spiel

Sebastian Mai (Spieler SG Dynamo Dresden): „Es ist geil, hat Spaß gemacht. In dieser Form sind wir schwer zu bezwingen. Alle waren in einer bestechenden Form. Es war eine gute Leistung. Spektakel war es nicht. Wir haben zugestochen, wo es wichtig war. Jeder wusste, den Zweikampf muss ich gewinnen. Es sind noch viele Spiele, auch von diesem Kaliber. Wir müssen alle Kräfte sammeln, um da gut rauszukommen.“

Pascal Sohm (Spieler SG Dynamo Dresden)„Wir haben auf das Spiel hin gefiebert, haben eine Topleistung abgeliefert. Mitte der ersten Halbzeit haben wir gemerkt, dass wir spielerisch gute Lösungen haben. Der Elfmeter spielte uns gut in die Karten. Wir haben auch nach dem 3:0 den Ball noch gut laufen lassen. Wir versuchen aufzusteigen, haben einen breiten, guten Kader. Wenn Spieler ausfallen, wird das kompensiert. Alle auf dem Platz zeigen eine Super-Leistung.“

Tomas Oral (Trainer FC Ingolstadt)„Bis zum Elfmeter haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Danach kamen wir nicht in die Zweikämpfe. Nachdem wir das 2:0 und 3:0 kriegen, war die Gegenwehr gebrochen. Dynamo bekam dann die zweite Luft, hat dann verdient gewonnen, weil wir uns nicht so gewehrt haben, wie wir uns das vorstellen. Die Enttäuschung ist groß, wir müssen das aber abhaken, haben am Mittwoch das nächste Spiel.“

Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): „Es war eine starke Leistung vom Anfang bis zum Ende. Im richtigen Moment haben wir auch die Tore gemacht. Wir haben konzentriert verteidigt, aber auch gut kombiniert, wie beim 2:0. Wir sind vorn, der Weg geht nur über uns, es ist aber noch ein langer. Wir haben gezeigt, dass wir auf den Punkt da sein können.“

Rudolf Harbig Stadion 27.Feb.2021 14:00
Dynamo Dresden
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FC Ingolstadt
27.Feb.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
SGD
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FCI

 

 

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