Dynamo Dresden ohne Punkt gegen den 1.FC Nürnberg

Schmuckloser Sieg Nürnberg’s gegen Dynamo

Am Ende setzte sich die Effektivität durch. Dynamo Dresden war über die gesamte Spielzeit das aktivere Team, hatte mehr Ballbesitz und Torschüsse zu verzeichnen, aber auf den letzten Metern fehlte die berühmte Durchschlagskraft. Ganz anders der Absteiger und Favorit auf den Wiederaufstieg. Der Club agierte mit Minimalistenfußball, beließ es auf wenige aber effektive Kontervorstöße. Das Tor des Tages erzielte in einem sehr intensiven Spiel Nikola Dovedan in der 53. Spielminute.

Dabei gehört die erste halbe Stunde den Hausherren (65 Prozent Ballbesitz): 4:0 Torschüsse (Horvath/4., Burnic/12., 17., Wahlqvists/14.), für den Club köpft Ishak in der 38. Minute das erste Mal übers Tor. Noch vergangene Woche trotzte Nürnberg Paris Saint-Germain ein 1:1 ab, Dynamo ging gegen Frankreichs Meister 1:6 unter – zum Zweitliga-Start bietet sich den 30 000 Fans 45 Minuten lang ein ganz anderes Bild.

Die größte Möglichkeit für den Club im ersten Durchgang hatte Torjäger Mikael Ishak kurz vor Halbzeitpfiff vergeben. Zuvor hatte Dresdens neuer Torwart Kevin Broll nicht allzu viel zu tun. Torchancen blieben aber auch auf der anderen Seite Mangelware, da Dynamo seine Konter nicht konsequent genug zu Ende spielte.

Ins Netz traf allerdings der Club – Dovedan, bis dato relativ blasse, vollendete eine schöne Sorg-Flanke per Kopf zum 1:0.

Dresden erhöhte anschließend den Druck

Ein Moment der Unachtsamkeit, in dem viele ihren Gegenspieler aus den Augen verloren hatten. Dynamo berappelte sich aber zügig, hatte drei Minuten später durch Nikolaou eine gute Chance, die jedoch zur Ecke geklärt wurde.

In der 67. Minute setzte Fiel dann alles auf die Offensivkarte, brachte Röser für Burnic.

Vier Minuten später gab Matthäus Taferner sein Debüt für die Schwarz-Gelben, er kam für Horvath. Mit der dritten Einwechselung debütierte auch René Klingenburg für Dynamo, er ersetzte Löwe.

Taferner ließ die Fans nochmal richtig laut werden, als er in der 79. Minute den Ball aus fast 30 Metern herrlich aufs Tor zirkelte, das Leder aber nur knapp am rechten Lattendreieck vorbeiflog.

Nürnberg verteidigt den ersten Auswärtssieg mit Glück über die Zeit. Die beste Chance der Gastgeber durch Koné vereitelt Mathenia fünf Minuten vor Schluss.

Dynamo drückte wie verrückt auf den Ausgleich, doch der wollte nicht mehr gelingen.

Dynamo verliert trotz einer starken Vorstellung. Was fehlt, ist ein Vollstrecker. Das Geld ist da, zumal Haris Duljevic (25) Freitag die Freigabe für einen Wechsel zu Olympique Nimes erhielt. Für rund eine Mio Euro Ablöse bekommt der Bosnier dort einen Drei-Jahres-Vertrag.

In neun Tagen geht es für Nürnberg mit dem Spitzenspiel gegen den Hamburger SV weiter. Dynamo gastiert zwei Tage zuvor beim Karlsruher SC und will Wiedergutmachung betreiben.

Damir Canadi, Cheftrainer des 1. FC Nürnberg: „Wir freuen uns sehr über diesen ersten Sieg. Ich denke, dass wir in den ersten Minuten gut reingekommen sind, dann hat es aber Dresden gut gemacht. Wir konnten ihre Passfolge nicht verfolgen. Wir haben nach 30 Minuten umgestellt, das hat gefruchtet. Bei der Verwaltung nach dem 1:0 haben wir es nicht immer so gut gemacht, da haben wir Luft nach oben.“

Cristian Fiel, Cheftrainer von Dynamo Dresden: „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nach einer sehr unverdienten Niederlage vor Euch sitze. Ich finde, dass es die Mannschaft genau so gemacht hat, wie wir es wollten. Wir haben uns immer wieder durchgespielt, da hat am Ende nur ein Quäntchen gefehlt. Dann machen wir einmal einen Laufweg in die Tiefe nicht mit und bekommen das Gegentor. Ich bin sehr enttäuscht, weil im Fußball die Punkte zählen und da haben wir null und Nürnberg drei.“

„Die Mannschaft will spielen, die wollen den Ball haben und laufen lassen. Für mich war wichtig, dass sie es heute zeigen wollten. Deshalb bin ich zufrieden damit.“

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