Dynamo Dresden mit souveränem Heimsieg gegen VfB Lübeck

Dynamo macht einen weiteren Schritt Richtung Wiederaufstieg

Ein kurzer Gedanke an das Hinspiel (knappes 1:0 nach 85 Minuten Überzahl) dürfte reichen, um Aufsteiger Lübeck ernst zu nehmen. „Dieses Spiel war sehr umkämpft, es war Feuer drin„, erinnert sich Kauczinski und macht klar: „Es ist nicht wichtig, gegen wen wir spielen müssen – egal ob es der Tabellenzweite oder der Tabellenletzte ist. Diese Favoritenrolle nehmen wir an. Und: Ich stehe mit meiner Mannschaft lieber auf Platz 1 als auf Rang 4 oder 5.

Gegen Lübeck feierten die Schwarz-Gelben einen souveränen Sieg – den 14. in dieser Saison. Und das, obwohl sieben vermeintliche Stammspieler fehlten und mit Yannick Stark auch noch der Kapitän ersetzt werden musste. Stark war im Abschlusstraining auf die Schulter gefallen und konnte nicht mitmischen. Stattdessen feierte Rückkehrer Niklas Kreuzer nach einem halben Jahr ohne Spielpraxis sein Comeback – und das in der Startelf.

Gesperrte und verletzte Spieler

Verzichten muss Dynamo erneut auf Kapitän Sebastian Mai, der nach seiner Roten Karte gegen Mannheim gesperrt fehlt. Eine Gelbsperre brummt Ransford-Yeboah Königsdörffer. Zudem fehlen Robin Becker (Reha nach Kreuzbandriss-OP), Marco Hartmann, Chris Löwe (beide Reha nach Knieverletzung) und Patrick Weihrauch (Reha nach Sprunggelenks-OP) verletzungsbedingt aus.

Zehn Minuten lang wirkte es so, als habe die zweiwöchige Pause den Schleswig-Holsteinern ganz gut getan. Der VfB begegnete dem Tabellenführer auf Augenhöhe und hatte durch einen abgeblockten Schuss von Pascal Steinwender sogar die erste Torgelegenheit (3.). Doch kaum erhöhte Dynamo das Tempo, geriet Lübeck ins Schwimmen und in Rückstand: Eine Ecke von Paul Will segelte durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei – am zweiten Pfosten stand Christoph Daferner völlig frei und traf zum 1:0 (11.). Das Tor gab den Dynamos zusätzliches Selbstbewusstsein, Sohm hätte nach einer Eingabe von Jonathan Meier gleich das 2:0 nachlegen können, verpasste aus Nahdistanz aber knapp (17.). Doch in der 24. Minute fiel es trotzdem: Eine Faustabwehr von Raeder landete bei Will, der Mittelfeldspieler durfte sich den Ball in aller Ruhe zurechtlegen und erhöhte vom Rand des Sechzehners auf 2:0 für die Sachsen (24.).

Lübeck vergibt Elfmeter

Dann bekamen die offensiv anfangs ganz schwachen Gäste von der Lohmühle den ersten von zwei Elfmetern. Tim Knipping hatte Ersin Zehir gerempelt, Referee Robert Schröder zeigte auf den Punkt. Yannick Deichmann verschoss den Strafstoß aber, der Ball flog übers linke obere Eck (39.). Die Riesenchance auf den Anschlusstreffer war vertan.

Lübecks kurzes Aufbäumen zur 2. Halbzeit

Um seinem Team mehr Offensivschwung zu geben, stellte VfB-Coach Landerl nach der Pause auf eine Dreierkette um – Sebastian Hertner kam für Osarenren Okungbowa in die Partie. Und in der Tat wurden die Gäste aktiver: Thorben Deters‘ Schuss aus kurzer Distanz wehrte Dynamo-Keeper Kevin Broll ab (52.), Steinwender wurde nach einem schönen Solo im letzten Moment geblockt (54.). Doch als die Lübecker immer gefährlicher zu werden drohten, da antwortet Dynamo mit dem dritten Tor: Daferners Rückpass nahm der starke Kreuzer direkt und traf zum 3:0 unter die Latte (59.). Welch ein Einstand des Aufstiegshelden von 2016, der ein halbes Jahr Arbeitslosigkeit hinter sich hat und nun wieder das Trikot mit dem „D“ auf der Brust trägt!

Zehir verkürzt vom Punkt

Die Vorentscheidung? Ja, denn mehr als den beinahe postwendend verwandelten Foulelfmeter von Ersin Zehir (62.) brachte Lübeck nicht zustande. Das Bemühen war den Norddeutschen nicht abzusprechen, Dynamo war jedoch einfach eine Nummer zu groß. Dresden spulte die Partie  herunter und ließ nur noch eine gute Torchance zu: In der Nachspielzeit bediente Deichmann Patrick Hobsch mit der Hacke, doch der VfB-Angreifer wurde noch abgedrängt und traf nur das Außennetz (90.+2). Dynamo brachte den „Dreier“ routiniert nach Hause und festigte seine Tabellenführung in der 3. Liga. Julius Kade und Pascal Sohm hätten noch das 4:1 oder 5:1 machen können, scheiterten aber an VfB-Keeper Raeder (85./88.).

Das sagten die Trainer

Rolf Landerl (Lübeck): „Es war definitiv mehr drin. Wir haben einige gute Chance liegengelassen. Ist der erste Elfmeter drin, läuft das Spiel anders. In den ersten 30 Minuten hat es Dynamo richtig gut gemacht, danach waren wir besser drin im Spiel. Die Chancen musst du aber machen, sonst wird es schwierig.“

Markus Kauczinski (Dresden): „Wir haben die Tabellenspitze verteidigt, vor allem durch die erste Halbzeit, die sehr stark war. Wir haben das Spiel sofort bestimmt und die Favoritenrolle angenommen. Wir haben gewusst, dass Niklas nicht durchspielen kann, aber er hat gezeigt, wie gut er ist. Ich freue mich total für ihn. „

Rudolf Harbig Stadion 14.Feb.2021 14:00
Dynamo Dresden
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VfB Lübeck
14.Feb.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
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