Darmstadt 98 ist als Favorit zu Dynamo Dresden gereist und fährt mit vier Gegentreffern im Gepäck zurück.

Die SG Dynamo Dresden ist durch einen überzeugenden 4:1 (1:1)-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 auf Platz sieben der Zweitliga-Tabelle geklettert.

Vor 26.530 Zuschauern präsentierte sich die Walpurgis-Elf äußerst spielfreudig und kampfstark, profitierte bei den Toren aber auch von Fehlern des Gegners.

Dynamo mit Blitzstart

Dynamo gelang vor 26.530 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion ein perfekter Start. Koné brachte die Gastgeber bereits in der dritten Minute mit einem souverän geschossenen Elfmeter in Führung.
Die Darmstädter ließen sich vom frühen Rückstand nicht aus dem Tritt bringen. Das erste Ausrufezeichen setzte Tobias Kempe mit einem Lattenkracher nach zehn Minuten.

Doch mit der Möglichkeit blieb Darmstadt nicht allein – beide Teams spielten sich in der munteren Anfangsphase Chancen heraus, doch die Gäste schafften es, daraus etwas Zählbares zu machen. Marvin Mehlem bediente Heller, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich einschob (18.). Die Lilien hatten nun deutlich mehr vom Spiel, bissen sich an der diszipliniert stehenden Defensive von Dynamo die Zähne aus.

Kurz vor dem Seitenwechsel war es erneut Heller, der Dynamo-Schlussmann Markus Schubert prüfte (39.).

Dynamo-Offensive zu viel für Darmstadt

Nach der Pause gab es gleich eine brenzlige Situation für Dynamo zu überstehen. Kempe hatte sich den Ball für einen Freistoß zurechtgelegt. Dieses Mal ging sein Schuss aber nicht an die Latte, striff aber nur um Haaresbreite darüber hinweg. Dresden hatte in dieser Szene Glück und ging kurz darauf sogar in Führung.

Mit einem Schuss aus rund 20 Metern versuchte Ebert schließlich einfach mal sein Glück und wurde belohnt – der Ball flatterte nach Kontakt mit Fabian Hollands Rücken ins Tor (54.). Doch damit nicht genug – nur sechs Minuten später erhöhte Heise auf 3:1 nach starker Vorarbeit von Ebert. Auch dieser Ball war abgefälscht.

Darmstadt wehrte sich auch noch nach dem 1:3. Vor allem Dursun war immer wieder gefährlich. Erst hätte er einen Kopfball aus dem Strafraum beinahe zum Anschlusstreffer genutzt (63.), dann hämmerte er den Ball nach einem Schnellangriff an die Latte (64.).

Doch die defensivstarken Dresdner ließen kaum Räume und damit auch nur wenige Möglichkeiten für die Gäste zu. Während die Lilien sich um den Anschlusstreffer bemühten, setzte Koné nach einem Fehlpass von Kempe den Schlusspunkt zum 4:1 (91.).

Dirk Schuster (Darmstadt): “Nach dem frühen Schock haben wir ganz gut in die Partie gefunden und eine ordentliche erste Halbzeit gespielt. Da hatten wir viel Ballbesitz, waren aber zu ungeduldig. Nach der Pause hatte man das Gefühl, dass Dynamo einen Tick gieriger in den Zweikämpfen war und eine große Energieleistung gebracht hat. Die Niederlage haben wir uns selbst ein wenig zuzuschreiben, und in der Analyse haben wir einiges aufzuarbeiten. Dynamo hat uns ein wenig mit unseren eigenen Waffen geschlagen – mit Zweikämpfstärke, Umschaltspiel und Mentalität. Da waren sie uns ein wenig überlegen.”

Maik Walpurgis (Dresden): “Wir wussten um die Schwere der Aufgabe. Wir brauchten eine große Energieleistung, und die hat die Mannschaft gezeigt. Es waren zwei Teams mit einem ähnlichen Ansatz. Wir hatten heute auch das nötige Glück und sind sehr froh, dass wir den Fans den Heimsieg schenken können.”