Derbyzeit: FSV Zwickau gegen Dynamo Dresden

Nach dem 3:1 Sieg gegen den VfB Lübeck am letzten Spieltag ist Dynamo weiter bemüht wieder als Sieger vom Platz gehen. Die Konkurrenz muss schließlich auf Distanz gehalten werden. Eine klare Angelegenheit war das Hinspiel nicht. Der FSV Zwickau siegte nur knapp mit 2:1.

Mit Dynamo empfängt der FSV Zwickau diesmal einen sehr schweren Gegner.

Die Lehre aus dem Hinspiel ist, dass jedes Spiel eine schwere Aufgabe ist, die man erstmal lösen muss. Wir stellen uns auf einen körperlich robusten Gegner ein, bei dem einmal mehr der Kampf zählen wird, in Zwickau erwartet uns ein Derby, bei dem wir etwas gutzumachen haben. Die Niederlage aus dem Hinspiel tat schon weh...blickte Kauczinski auf das kommende Derby voraus.

Während der FSV Zwickau nach den jüngsten Spielabsagen frustriert mit den Hufen scharrt, peilt Dynamo Dresden den nächsten Schritt in Richtung Wiederaufstieg an. Am Samstag kreuzen beide Teams im Sachsenderby zum 65. Mal die Klingen. Der MDR überträgt die Partie ab 14 Uhr live im MDR Fernsehen und im Stream auf sport.im.osten.de und in der SpiO-App.

Zwickau mit guten Erinnerungen ans Hinspiel

Für die „Schwäne“ war es bereits die achte Spielabsage im bisherigen Saisonverlauf. Nichtsdestotrotz richtet sich der Blick voller Vorfreude auf das anstehende Sachsenderby am Samstag gegen Dynamo Dresden. Das Aufeinandertreffen mit der SGD dürfte in Zwickau gute Gefühle hervorrufen. Zum einen verbindet beide Teams eine langjährige Freundschaft, zum anderen feierte der FSV im „Duell der Freunde“ im Hinspiel einen ebenso wichtigen wie überraschenden 2:1-Erfolg. Vor dem erneuten Wiedersehen stehen die Vorzeichen jedoch etwas anders.

Enochs erwartet „absolute Spitzenmannschaft“

Es wartet eine „andere Dresdner Mannschaft als in der Hinrunde“, warnte Enochs. „Damals hatten sie ihre Schwierigkeiten, mittlerweile ist es eine absolute Spitzenmannschaft, die wenig Fehler macht“, erklärte Zwickaus Fußballlehrer mit Blick auf den Drittligaprimus. Seit nunmehr zwei Monaten grüßt Dynamo vom Platz der Sonne und hat den direkten Wiederaufstieg fest im Blick. Auch zuletzt untermauerte die SGD mit zwei Siegen in Folge ihren Favoritenstatus und will am Samstag in Zwickau den nächsten Dreier eintüten.

Dynamo auf Revanche aus

„Uns erwartet ein Derby, bei dem wir etwas gutzumachen haben“, schärfte Dresdens Coach Markus Kauczinski auf der Pressekonferenz vorab die Sinne. „Die Niederlage aus dem Hinspiel tat weh. Es wird ein besonderes Spiel gegen einen starken Gegner.“ Im Oktober vergangenen Jahres ließ sich Dynamo gegen clevere Zwickauer nach früher Führung noch die Butter vom Brot nehmen. Auch für die angepeilte Revanche erwartet Kauczinski, der am Samstag seinen 51. Geburtstag feiert, einen „körperlich robusten Gegner, bei dem einmal mehr der Kampf zählen wird.“

Ähnlich formulierte es sein Pendant auf der Trainerbank. „Wir sind gut drauf, es wird ein Spiel auf Messers Schneide“, so Enochs, der die Marschrichtung unmissverständlich vorgab. „Wir wollen unseren Fußball wie in jedem Spiel durchdrücken und unabhängig vom Gegner die erfolgreiche Phase, die wir hatten, fortführen.“ Ungünstig gestaltet sich der Ausfall von Abwehrchef Davy Frick, der seine Gelbsperre nach dem Spielausfall in Saarbrücken nun ausgerechnet im Sachsen-Duell absitzen muss. Eine „extrem bittere“ Fügung unterstrich Enochs.

Neuerliche Verletzungssorgen in Dresden

Deutlich angespannter gestaltet sich die Personaldecke aber auf Seiten der Dresdner. Zu den Langzeitverletzten Robin Becker, Patrick Weihrauch, Chris Löwe und Marco Hartmann hat sich zu allem Überfluss nun auch Yannick Stark gesellt. Der Mittelfeldspieler wird Dynamo nach seiner Schulterverletzung auf unbestimmte Zeit fehlen. Mit Sebastian Mai, der weiter eine Rotsperre absitzen muss, fehlt gegen Zwickau ein weiterer Eckpfeiler in der Defensive. Die vielen schweren Verletzungen geben auch Kauczinski zu denken. „Das habe ich in diesem Maße noch nicht erlebt. Wir müssen uns immer wieder neu aufstellen. Das ist uns bisher aber sehr gut gelungen.“

Kreuzer nach Traum-Comeback weiter hungrig

Wesentlichen Anteil daran hatte zuletzt auch Niklas Kreuzer. Der Rückkehrer krönte sein Startelf-Comeback gegen den VfB Lübeck am vergangenen Sonntag mit einem herrlichen Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0. Ein guter Einstand, den man aber „nicht zu hoch hängen“ sollte, übte sich Kreuzer in Demut: „Ich möchte auf Dauer meine Leistung bringen und habe das Ziel, wenn ich das Vertrauen des Trainers bekomme, das mit der bestmöglichen Leistung zurückzuzahlen.“ Gut möglich, dass Kauczinski, der von dem starken Debüt seines Schützlings „nicht überrascht“ war, erneut auf Kreuzer in der Startformation baut.

Spielaustragung nicht gefährdet

Gute Nachrichten konnte der FSV mit Blick auf die Spielstätte geben. Ein neuerlicher Spielausfall ist nicht zu befürchten. „Das Stadion ist vom Schnee befreit“, gab FSV-Sportdirektor Toni Wachsmuth Entwarnung. Der Platz sei aufgrund des Tauwetters zwar tief, „wird am Samstag aber in einem ordentlichen Zustand sein.“ Einziger Wermutstropfen: Erstmals muss das Sachsenderby ohne Zuschauer stattfinden. Auf einen heißen Tanz „unter Freunden“ dürfen sich die Fans dennoch freuen.

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