Darmstadt 98 schlägt Dynamo trotz langer Überzahl

Nach Traumstart in der Liga nun 3. Niederlage in Folge

Bei Dynamo Dresden ist der Wurm drin. Nach dem Traumstart kassierte Dynamo in Darmstadt die dritte Niederlage in Folge. Obwohl die „Lilien“ in einer hektischen Anfangsphase Rot sahen! Das macht in der Tabelle einen Platz im Mittelfeld. Darmstadt schob sich an den punktgleichen Dynamo’s (beide zehn) vorbei.

Nach der 1:2-Niederlage beim FC Hansa Rostock veränderte Lilien-Coach Torsten Lieberknecht seine Startformation auf zwei Positionen. Für Benjamin Goller und Emir Karic (beide Bank) begannen Kempe und Mathias Honsak.Darmstadts Fabian Schnellhardt sah nach einem heftigen Foul an Yannick Stark (8.) früh die Rote Karte. Trotzdem ging das Team von 98-Trainer Torsten Lieberknecht in Führung. Tobias Kempe (14.) traf sehenswert.

Die Gäste nahmen nun das Heft in die Hand, kamen aber zunächst nicht zu Chancen. Anders die Lilien, die Pech hatten, als Honsak Michael Akoto bei einem schnellen Gegenangriff versetzte und vom linken Strafraumeck das Leder denkbar knapp am langen Pfosten vorbei setzte (25.).

Im Anschluss zogen sich die Hausherren weiter zurück, lauerten auf Konter, blieben aber auch durch die von Kempe getretenen Standards gefährlich. Zählbares kam bis zum Halbzeitpfiff allerdings nicht mehr zustande.

Kämpferische Darmstädter

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten brachte Lieberknecht Karic für Philip Tietz – die Defensive sollte also verstärkt werden.

Dennoch waren die Lilien weiterhin die gefährlichere Mannschaft. Fabian Holland wurde nach Balleroberung in der gegnerischen Hälfe geschickt im Fünfer von Kempe angespielt, scheiterte aber an Broll. Den Abpraller köpfte der Darmstädter Kapitän am Pfosten vorbei (49.). Kurz darauf legte sich Honsak nach einem schnellen Konter im Strafraum den Ball zu weit vor, sodass Broll erneut klären konnte (56.).

Dynamo schwächt sich selbst mit Gelb-Rot

Die Sachsen leisteten sich viele Ungenauigkeiten. Darmstadt überzeugte kämpferisch und hatte die besseren Chancen. Direkt nach dem Wiederanpfiff hatte Paul Will die dicke Chance zum 1:1, schoss aber überhastet aus zwölf Metern drüber. Es blieb für lange Zeit die einzige verheißungsvolle Angriffsaktion. Dynamo fand ansonsten nie ein Mittel, um die zehn Darmstädter in Schwierigkeiten zu bringen. Der Spielaufbau war wie schon bei den beiden Niederlagen zuletzt, zu fehlerhaft. Darmstadt blieb auch in Unterzahl gefährlicher bei Kontern, machte den Deckel aber nicht drauf.

Als Dresdens Julius Kade nach einem wiederholten Foulspiel Gelb-Rot sah (71.), herrschte wieder Gleichstand auf dem Platz – und damit schien Dynamo besser klar zu kommen. Kurz nach dem Platzverweis kamen der eingewechselte Philipp Hosiner und Christoph Daferener dem 1:1 zumindest nah. Auf der anderen Seite hatte Mathias Bader nach sauber herausgespieltem Konter das 2:0 auf dem Fuß, drosch die Kugel aber aus zehn Metern über den Kasten (85.). Kurz darauf vergab der eingewechselte Frank Ronstadt aus ähnlich aussichtsreicher Position (88.). Dann traf Holland in der Nachspielzeit nur den Pfosten.

So blieb es beim 1:0 für die Lilien, die sich die drei Punkte hochverdient erarbeiteten.

Das sagten die Trainer:

Torsten Lieberknecht (Darmstadt): „Wir haben schnell erkannt, dass wir auch in Unterzahl die Mannschaft waren, die die gefährlichen Torchancen hatte, deshalb finde ich, dass es ein verdienter Sieg für uns war.“

Alexander Schmidt (Dresden): „Man sieht sich nach der Roten Karte im Vorteil, denkt es geht jetzt vielleicht leichter. Doch Darmstadt hat sich in jeden Ball geworfen. Wir haben kein Mittel gefunden, waren nicht geduldig und präzise genug. Das Gegentor war von Art und Weise ärgerlich. Insgesamt kann ich der Mannschaft den Willen und die Mentalität aber nicht absprechen. Wir haben alles versucht, waren von der spielerischen Note aber nicht stark genug, um Torchancen zu kreieren.“

Merck-Stadion am Böllenfalltor 19.Sep.2021 13:30
SV Darmstadt 98
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Dynamo Dresden
19.Sep.2021 13:30
Merck-Stadion am Böllenfalltor
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