Rückschlag für den VfL Bochum

Nach fünf Spielen ohne Niederlage hat es den VfL Bochum in der 2. Fußball-Bundesliga mal wieder erwischt. Vor 15 511 Zuschauern im Ruhrstadion musste sich das Team von Trainer Robin Dutt Dynamo Dresden mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Sowohl Bochum als auch Dynamo schickten eine veränderte Anfangsformation auf das Feld: Coach Robin Dutt stellte Perthel und Ganvoula M’Boussy auf – Soares und Kruse mussten weichen. Aufseiten von Dynamo machte Duljevic Platz für Benatelli.

Immer wieder versuchte vor allem Tom Weilandt, ganz vorne einzurücken,während Hinterseer und manchmal auch Ganvoula dann auf die Flügel wichen. Sebastian Maier ließ sich im Zentrum oft fallen, mühte sich um den Spielaufbau.

Der geriet aber zunächst nicht so flüssig wie erhofft, Dresden stand kompakt, verteidigte sicher mit einer Fünferkette, spielte einen guten Ball nach vorne. Aias Aosman gab einen Warnschuss ab (10.), mehr Aufregendes sah man nicht, ehe Maier den Turbo zündete. Nach seinem Solo verhinderte Dresdens Schlussmann Marcus Schubert mit einer Glanztat Bochums Führung (20.).

Zwei Minuten später köpfte Dresdens Nikolaou knapp vorbei, ehe Anthony Losilla mit seinem artistischen Volleyschuss nach Robert Tesches Flanke erneut in Schubert seinen Meister fand (24.). Danach aber übernahmen die Gäste wieder das Kommando: Dynamo agierte dynamischer, Bochum fehlte das Tempo in seinen Offensivaktionen und immer wieder auch die Anspielstation, Ganvoula wirkte ein wenig verloren im Angriff. Nachdem Aosman und Wahlquist zweimal aussichtsreich scheiterten (36./38.), wehrte Tom Weilandt den Ball nach einer Flanke des starken Patrick Ebert mit der Hand ab. Im Strafraum -Elfmeter. In der 39. Minute verwandelte Moussa Koné  zum 1:0 für die SG Dynamo Dresden. Das Team von Coach Maik Walpurgis nahm die knappe Führung mit in die Kabine.

Zweite Halbzeit mit starkem VFL

Mit einem Wechsel – Chung-Yong Lee kam für Silvère Ganvoula M’Boussy – startete der VfL in Durchgang zwei. Und als Maier in der 53.Minute aus 24 Metern abzog, hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen. Doch Schubert pariete einmal  mehr klasse.
Auch in der Folge spielte eigentlich nur ein Team: der VfL, der nun auch körperlich viel präsenter war als noch in der ersten Halbzeit, so dass sich Dynamo immer häufiger nur mit Fouls zu helfen wussten. Die nächste gute Chance gab es in der 65. Minute. Doch Lee bekam bei seinem Kopfball nicht genug Druck auf das Spielgerät, um Dynamo-Keeper Schubert in Verlegenheit zu bringen.

Sechs Minuten später war er dann eigentlich schon geschlagen, nachdem erneut Maier aus der Distanz abgezogen hatte, doch der Ball klatschte an dieLatte.
Noch knapp 20 Minuten. Robin Dutt brachte Sidney Sam für Robert Tesche. Am Resultat änderte dies aber nichts mehr, zumal Sam an Schubert scheiterte, Schiedsrichter Martin Petersen kein Foul von Brian Hamalainen im Strafraum an VfL-Kapitän Anthony Losilla gesehen und Lukas Hinterseer volley übers Tor und in der Nachspielzeit vorbeiügeschossen hatte.

Bochum rutscht mit dieser Niederlage auf den sechsten Tabellenplatz ab.

Die Verteidigung von Dresden wusste bisher überaus zu überzeugen und wurde erst siebenmal bezwungen.
Mit drei Punkten im Gepäck schiebt sich die Mannschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt in der Tabelle nach vorne und belegt jetzt den dritten Tabellenplatz. Am Samstag, den 29.09.2018 (13:00 Uhr) steht für den VfL eine Auswärtsaufgabe gegen den 1. FC Heidenheim an. Dynamo tritt einen Tag später daheim gegen die SpVgg Greuther Fürth an.