Bielefeld mit knappem aber verdienten Sieg

Zu Ehren des ehemaligen Bielefelder Vorstandsmitgliedes Conrad Schormann und des Stadionsprechers Lothar Buttkus, beide kürzlich verstorben, gab es vor Anpfiff eine Gedenkminute.

Für den verletzten Kapitän Marco Hartmann rutschte Rico Benatelli in die Startelf, Patrick Ebert übernahm die Binde des Kapitän’s.

In den ersten zehn Minuten bemühten sich beide Teams ins Spiel zu finden, nennenswerte Spielszenen gab es nur wenige. Auch der erste Torschuss von Haris Duljevic (18.) konnte als ungefährlich eingestuft werden.

Mit der Zeit schaffte es der Gastgeber, mehr das Spiel zu kontrollieren. Bielefelds Jóan Simun Edmundsson tauchte in der 23. Spielminute gefährlich vor Markus Schubert auf, Julian Börner köpfte zwei Minuten später übers Dynamo-Tor.

Bielefelds Neuzugang Edmundsson besorgte mit seinem zweiten Saisontreffer die Führung, dann legte er mustergültig für Torjäger Klos das 2:0 auf. Dresden wurde in der ersten Halbzeit lediglich durch einen Distanzschuss von Haris Duljevic (35.) gefährlich.

Die Dresdner kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte, wenn dann nur mit Befreiungsschlägen. Besonders im Zentrum war die SGD anfällig. Mit zwei, drei kurzen Pässen überspielte der DSC die komplette Abwehr.

Dynamo nach dem Wechsel stärker

In der Halbzeit stellte Uwe Neuhaus seine Hintermannschaft um. Jannik Müller blieb in der Kabine, die Abwehr reihte sich zu einer Viererkette und Jannis Nikolaou kam als „Sechser“ in die Partie.

Ab da spielte Dynamo im 4-3-3-System. Damit waren die Dresdner in der zweiten Hälfte nicht mehr so offen. Und es ging auch mal was nach vorn: Moussa Koné (57.) schaffte seinen ersten Torabschluss, scheiterte aber an DSC-Keeper Moreno Ortega.

Dresden wurde stärker

In der 71. Minute wollte Kone sogar einen Elfmeter haben, Sven Jablonski entschied aber auf weiterspielen (wohl eine Fehlentscheidung). Eine fragwürdige Entscheidung des Referees, manch einer hätte da auch auf den Punkt gezeigt. Dynamo versuchte in der Schlussphase alles, doch um so mehr Räume ergaben sich für die Gastgeber.

Dann kam Joker Berko zum Zug: Sekunden nach seiner Einwechslung stand er (86.) goldrichtig. Nach Vorlage von Linus Wahlqvist traf er und verkürzte auf 2:1. Dario Dumic hatte sogar in der Nachspielzeit den Ausgleich auf dem Kopf. Und zur Krönung traf Nikolaou auch nur noch den Pfosten. Letztendlich zitterte sich Bielefeld mit 2:1 über die Nachspielzeit.

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