Bayern 2 schlägt Dynamo deutlich mit 3:0

Der FC Bayern München II von Holger Seitz setzte sich am Freitagabend überraschend, aber verdient mit 3:0 gegen Aufstiegsaspirant Dynamo Dresden durch und verbuchte den ersten Saisonsieg.

Arp brachte die Bayern-Amateure mit einem Traum-Freistoß auf die Siegerstraße.

Bayern-Coach Seitz reagierte auf die 0:3-Pleite bei Aufsteiger Verl mit drei Wechseln: Tillman, zuletzt beim deutschen Supercup ohne Einsatz im Profikader, startete für den auf die Bank verfrachteten Zaiser. Außerdem begannen Senkbeil (Saisondebüt) und Kühn (erstmals in der neuen Spielzeit von Beginn an dabei) anstatt den nicht berücksichtigten Arrey-Mbi und Kern.

SGD-Trainer Markus Kauczinski sah nach dem 1:1 gegen Waldhof Mannheim keinen großen Anlass für Veränderungen und brachte lediglich den ehemaligen Münchner Will für Horvath (Bank).

Arps sehenswerter Freistoßtreffer

In einer zähen Anfangsphase waren sowohl München als auch Dresden auf eine stabile Defensive bedacht, die Partie nahm kaum an Fahrt auf, wirkliche Highlights gab es erst einmal nicht. Der erste “Höhepunkt” der Partie war dann leider ein negativer: Der 18-jährige Tillman war nach einer Körpertäuschung von Will unglücklich aufgekommen, musste aufgrund von Kniebeschwerden behandelt werden und konnte nicht mehr weitermachen (14.).

Während sich die Gäste aus Sachsen enorm schwertaten und keine vielversprechenden Möglichkeiten herausspielten, offenbarten sich der Zweitvertretung des deutschen Rekordmeisters zumindest wenige Hochkaräter – und die nutzte München eiskalt aus. Arp brach in der 21. Minute den Bann, drosch einen Freistoß aus 18 Metern passgenau oben links in den Knick und brachte die Hausherren mit seinem ersten Saisontor in Führung (22.).

Kevin Broll: erst unglückliche Figur, dann Elfmeterkiller

Die Seitz-Elf wirkte daraufhin deutlich selbstbewusster, hatte den Aufstiegsaspiranten gut unter Kontrolle und legte prompt nach: Dajaku hatte mit einem scharfen Flachpass ins Zentrum eigentlich Torschütze Arp gesucht, durfte aber plötzlich jubeln, weil SGD-Keeper Broll sich die Kugel mit dem Fuß in den eigenen Kasten lenkte (28.). Kurz vor der Halbzeit avancierte der Schlussmann vom Unglücksraben zum Schadensbegrenzer, verhinderte bei einem von Mai verursachten Strafstoß gegen Stiller den dritten Gegentreffer und besserte seine Elfmeterstatistik auf. Broll behielt in seiner Karriere bei 10 von 18 Versuchen vom Punkt die Oberhand.

Dynamo-Coach Kauczinski schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, Dresden zeigte nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht und drückte auf den Anschluss. Allerdings sollte dieser trotz einiger Möglichkeiten nicht gelingen. Zunächst ließ Daferner eine hundertprozentige Möglichkeit liegen, hätte die Kugel aus drei Metern nur über die Linie drücken müssen (47.), dann fehlte bei zwei Abschlüssen von Diawusie nicht viel (54./64.).

Kühn macht den Strich drunter

Die Bayern-Amateure verwalteten die Zwei-Tore-Führung souverän, verteidigten diszipliniert und sorgten ab und zu durch Offensivaktionen für Entlastung. Wenige Momente vor dem Schlusspfiff legten die Gastgeber, die aufgrund der Schwalbe von Knipping (Gelb-Rot, 83.) in Überzahl agierten, noch einmal nach: Kühn profitierte in einer vogelwilden Szene von desolatem Dresdner Abwehrverhalten und markierte den 3:0-Endstand, der den ersten Saisonsieg für die Seitz-Elf bedeutete. Dresden kassierte trotz deutlicher Leistungssteigerung nach dem Wechsel den ersten Dämpfer. Die SGD liegt in der Tabelle nun sogar hinter den Bayern.

Das war schon wichtig, gerade mit der jungen Mannschaft nach unserem Auftakt. Deshalb haben wir mehr Augenmerk auf die Defensive gelegt. Wir haben viele Debütanten in den letzten Wochen auf dem Platz gehabt. Deshalb war das heute brutal wichtig für die Sicherheit. In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel phasenweise kippen können“, sagte Arp nach der Partie.

Wir wollten das Spiel ganz anders angehen. Heute war das in der ersten Halbzeit einfach nur Kindergarten. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Vorher reden wir noch von Männerfußball. Das zweite Tor nehme ich auf meine Kappe. Ob ich jetzt der Nasenbohrer der Liga bin oder der Elfmeter-Killer – das bringt mir heute nicht viel“, wetterte der Torwart nach dem Spiel.

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