Dynamo News

Dynamo gegen Türkgücü auf Sonntag wegen „Querdenker“ verlegt

Dynamo Dresden muss sein möglicherweise entscheidendes Spiel im Kampf um den Aufstieg wohl um einen Tag verschieben

Die Dresdner Polizei sprach sich am Dienstag für eine Verlegung der Partie gegen Türkgücü München von Samstag auf Sonntag aus. Hintergrund ist der für Samstag vermutete Aufenthalt mehrerer „Querdenker“ in der Stadt.

Eine Verlegung sei „die einzige geeignete, erforderliche und verhältnismäßige Maßnahme, um eine die Infektionsgefahr katalysierende Verbindung zwischen der Fanszene der SG Dynamo Dresden und den Anhängern der Querdenken-Bewegung zu unterbinden“, teilte die Polizei mit. Ein „milderes Mittel“ stehe nicht zur Verfügung.

Querdenker werden trotz Verbot erwartet

Für Samstag hat die Initiative „Querdenken351“ mehrere Versammlungen angezeigt. Die Landeshauptstadt Dresden hat diese zwar verboten, dennoch werden zahlreiche Personen erwartet.

Sollte Dynamo gewinnen, wäre dem Klub der Aufstieg nicht mehr zu nehmen Für diesen Fall erwartet die Polizei eine spontane Aufstiegsfeier in der Stadt.

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Heimsieg

Dynamo siegt sich einen Schritt weiter Richtung 2. Liga

Dynamo Dresden nach Sieg gegen Viktoria Köln vor Zweitliga-Rückkehr

Bei Spitzenreiter und Aufstiegs-Favorit Dynamo Dresden gab’s für das Team von Coach Olaf Janßen (54) beim 0:2 nichts zu holen. Die Dresdner nutzten derweil die Patzer der Aufstiegs-Konkurrenz und bauten den Vorsprung auf den dritten Rang auf vier Zähler aus. Vor dem Anpfiff sorgte derweil ein unerwarteter „Stadiongast“ für Wirbel. Es war eine richtig kuriose Szene: Denn auf den Rängen des Dresdner Rudolf-Harbig-Stadions war vor dem Anpfiff ein Fuchs unterwegs!

Die SG Dynamo gewann das erste von drei Endspielen gegen Viktoria Köln mit 2:0, nach einer vor allem in der ersten Halbzeit aufstiegsreifen Leistung. Am kommenden Wochenende kann Dynamo mit einem Heimsieg gegen Türkgücü München bereits den Aufstieg perfekt machen. Mit 69 Punkten führt Dynamo das Klassement zwei Spieltage vor dem Ende souverän an.

Ransford Königsdörffer und Heinz Mörschel standen im Vergleich zu Verl-Spiel neu in der Startelf. „Er machte einen guten Eindruck und soll alles reinwerfen„, sagte Dynamo-Coach Alexander Schmidt vor dem Anpfiff bei Magenta Sport. Einen guten Eindruck machten die Gastgeber dann auch ab der ersten Minute. Agyemang Diawusie hatte früh die Führung auf dem Fuß. Doch nach einem starken Solo brachte er den Ball nicht an Keeper Sebastian Mielitz vorbei.

Heinz Mörschel (23) in der zehnten und Philipp Hosiner (31) per Foulelfmeter nach etwas mehr als einer halben Stunde (31.) schossen die Sachsen mit ihren Treffern zum Sieg.

Schon nach elf Minuten jubelten die Schwarz-Gelben: Mörschel spitzelte die Kugel aus 14 Metern ins rechte untere Eck, der Ball wurde noch einen Hauch abgefälscht. Und Dresden blieb dran, ließ die Viktoria – immerhin seit zehn Spielen ohne Niederlage – nicht einmal richtig gefährlich vor das Tor von Kevin Broll kommen. Nach 28 Minuten war der Tank bei Königsdörffer aber schon leer, es kam Panagiotis Vlachodimos. Und der holte nur zwei Minuten später den Elfmeter, als er das ausgestreckte Bein von Kai Klefisch dankend annahm. Philipp Hosiner verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:0.

Dynamo spart Energie – Köln hat wenig Ideen

Mit zwei frischen Leuten, Niklas Kreuzer und Luka Stor, startete Dynamo in die zweite Halbzeit. Die Marschroute war klar: Es mussten nach den kräftezehrenden Spielen zuletzt Kräfte gespart werden. Köln übernahm nun die Szenerie, Dynamo hielt den Laden hinten dicht, es gab am Ende nur zwei Schüsschen, die Broll vor keine Probleme stellten. Viktoria mühte sich bis vor den Strafraum, fand aber keine Lösungen gegen den nun dichten Riegel der SGD.

Im vierten Spiel holte er den dritten Sieg, dabei haben die Dynamos unter Schmidt noch kein Gegentor kassiert. Der Spitzenreiter hat bei noch zwei ausstehenden Spieltagen nun beste Karten im Aufstiegsrennen, schon am kommenden Samstag (14 Uhr) kann im Heimspiel gegen Schmidts Ex-Verein Türkgücü München die Zweitliga-Rückkehr perfekt gemacht werden. „Ich freu mich drauf“, sagte der Dynamo-Coach.

Die Kölner die den Klassenerhalt längst gesichert haben, bleiben in der Drittliga-Tabelle im gesicherten Mittelfeld auf Rang neun.

Und die Verforger?

Verfolger Hansa Rostock kam gegen den FSV Zwickau über eine Nullnummer nicht hinaus und weist jetzt zwei Punkte Rückstand auf Dresden auf. Dritter ist 1860 München mit 65 Punkten nach dem 1:1 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden. Rang vier belegt der FC Ingolstadt nach dem 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken.

Die Schanzer (65) haben ebenfalls vier Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter. Heinz Mörschel (11.) und Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter) trafen für Dresden gegen Viktoria. Johannes Wurtz (32.) traf für den SVWW gegen die Münchner Löwen zum 1:0, Phillipp Steinhart (80.) glich für die Gäste aus. Zwickaus Davy Frick (85.) sah die Gelb-Rote in Rostock.

Stimmen zum Spiel

Olaf Janßen (Köln): „Es war schön, wieder nach Dresden zu kommen. 30.000 haben aber gefehlt. Ich war gerne hier. Es war ein anderes Spiel als sonst. Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen, dass ich mir das anders vorgestellt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir uns Halbchancen erspielt. Das waren wir in der ersten nicht, haben da verdient die Tore bekommen. Wenn man nicht mit der Einstellung reingeht, wird man bestraft. Ich gönne dem Verein, der Stadt und den Fans den Aufstieg.“

Alexander Schmidt (Dresden): „Die Mannschaft ist sehr willig. Sie geben jeden Blutstropfen. Königsdörffer hat angezeigt, dass nichts mehr geht. Bei der Spielweise, die wir an den Tag gelegt haben, kann ich nicht lange warten und muss einen Frischen bringen. Ich schaue nur auf meine Mannschaft. Wir haben es in der Hand. Wir haben die Ergebnisse und die Tabelle gesehen, das pusht uns noch mehr. Jeder weiß, was hier los ist, wenn wir aufsteigen. Der Druck ist automatisch da. Man muss es drehen, nur auf das nächste Spiel schauen.“

Niklas Kreuzer: „Wir haben am Wochenende eine große Chance, das muss jedem bewusst sein. Da mache ich mir keine Sorgen, wenn wir die Mentalität an den Tag legen wie heute. Vor dem Spiel hat der Trainerstab ein Video gezeigt, als wir nach Magdeburg nach Hause gefahren sind, Dresden unter Feuer stand. Ich habe jedem der Jungs erzählt, was los ist, wenn du das erreichst. Nach dem Sieg heute vor ausverkauftem Haus, das will sich keiner vorstellen, was da los gewesen wäre. Der Druck hier in Dresden ist sehr hoch. Da kann man auch mal eine Träne verdrücken.“

Rudolf Harbig Stadion 08.Mai.2021 14:00
Dynamo Dresden
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Viktoria Köln
08.Mai.2021 14:00
Rudolf Harbig Stadion
SGD
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VKÖ
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Dynamo News

Vierkampf in der 3. Liga zum Endspurt um den Aufstieg

Bekommt die 2. Liga in der nächsten Saison einen Traditions-Schub?

Während Schalke bereits als Bundesliga-Absteiger feststeht, werden auch aus der 3. Liga namhafte Traditionsklubs hochkommen. Mindestens einer, aber drei könnten es werden.

Aktuell führt drei Spieltage vor Ende Dynamo Dresden die Tabelle punktgleich mit Hansa Rostock (beide 66 Punkte) an. Auf Platz drei lauert zudem 1860 München (64) auf Ausrutscher des FC Ingolstadt (ebenfalls 64).

Und die Chancen der Münchner Löwen stehen nicht schlecht, schließlich hat der FCI das heftigste Restprogramm mit direkten Duellen gegen 1860 am letzten Spieltag.

Dynamo Dresden

Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg (3 Pleiten, ein Remis) war die Tabellenführung plötzlich futsch – und Trainer Markus Kauczinski seinen Job los. Nachfolger Alex Schmidt änderte sofort das System, ließ hoch anlaufen, satt hinten abzuwarten. Prompt kam in den Nachholern gegen Duisburg (1:0) und Uerdingen (2:0) der Erfolg zurück, danach gegen Verl ein 0:0, geht Dynamo wieder als Tabellenführer in die letzten dre Spiele.

Vorteil Dynamo: Sie sind unter Schmidt nicht mehr ausrechenbar, spielen offensiv verschiedene Taktiken. Sie haben es selbst in der Hand, sind Stand jetzt nicht von Patzern der Konkurrenz abhängig. Und haben dazu mit Köln, Türkgücü und Wehen das vermeintlich leichteste Restprogramm. Alles Teams, für die es quasi um nichts mehr geht. Prognose: Dynamo marschiert als Erster oder Zweiter auf direktem Weg zurück in die 2. Liga!

Hansa Rostock

Typisch norddeutsch, bei Hansa trauen sie der ganzen Sache noch nicht so recht. Viel zu oft in den letzten Jahren machten sich die Hansa-Fans Hoffnungen – und wurden enttäuscht. Aber diesmal, nach neun Jahren Drittklassigkeit, scheint es wirklich so weit zu sein: Hansa Rostock hat beste Aufstiegschancen!

Mit einer herausragenden Rückrunde (nur eine Niederlage in 15 Spielen) arbeitete sich Hansa ganz oben ran – und blieb dort. Das Erfolgsrezept: Solide, ruhige Arbeit. Erstmals seit Frank Pagelsdorf (2005 bis 2008) bleibt ein Trainer länger als anderthalb Jahre im Amt, Jens Härtel (51) ist seit Januar 2019 dabei, hat kürzlich bis 2022 verlängert. Ihm vertrauen die Rostocker Bosse – weil er mit Magdeburg schon einmal den Sprung in die 2. Liga packte (2018).

Was für Rostock spricht: ein unglaubliches Selbstvertrauen. Fast immer, wenn Hansa in dieser Saison mit 1:0 in Führung ging, wurde gewonnen, nur gegen Wiesbaden gab es ein 1:1. Dazu die Last-Minute-Kraft! Hansa hat oft in der Nachspielzeit gewonnen (gegen Verl, Kaiserslautern, zuletzt 3:2 in Meppen) – eine Art Aufstiegs-Dusel.

Noch ein möglicher Trumpf: Nach dem Kracher gegen Konkurrent Ingolstadt (1:1) geht es nur noch gegen vermeintlich kleine Teams. Heimspiel gegen Zwickau, an den letzten beiden Spieltagen in Unterhaching und gegen Lübeck, die dann womöglich schon als Absteiger feststehen. Um es mit den Worten von Abräumer Jan Löhmannsröben (30) auszudrücken: „Wenn wir das Ding jetzt nicht ziehen, sind wir selber blöd.“

1860 München

Die Löwen schweigen weiter! Bei 1860 gilt das Motto: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Keiner spricht vom Aufstieg – und genau das macht die Löwen zuletzt so stark. Alle ziehen mit, halten sich eisern daran. Seit acht Spielen sind die Löwen ungeschlagen – auch Dank Sascha Mölders, der mit 36 Jahren jetzt schon 21 Mal getroffen hat. Der Ex-Bundesliga-Profi macht den Unterschied aus, reißt die ganze Mannschaft mit.

Die Löwen agieren mit Herz, Hunger und Humor. Herz, weil sie bis zur letzten Sekunde kämpfen und endlich auch enge Spiele gewinnen. Hunger, weil sie die meisten Tore schießen. Trifft Mölders mal nicht, bereitet er eben vor. Humor, weil Trainer Michael Köllner es vormacht: Seit der 0:1-Pleite gegen Duisburg rasiert er sich nicht mehr. „Damals war ich so sauer, dass ich nicht mal mehr Bock hat zum Rasierer zu greifen. Der Bart wächst und wächst, meine Frau leidet“, sagt er. Ob es am Ende ein Aufstiegsbart wird? Das Restprogramm hat es in sich, die zwei Derbys gegen FC Bayern II und am letzten Spieltag in Ingolstadt werden über den Aufstieg entscheiden. Aber Aufstiegsrelegation können die Löwen. Das haben sie nach dem Absturz in die Regionalliga 2018 gezeigt.

FC Ingolstadt/Nicolas Linner

Der FC Ingolstadt ist nach Hansa Rostock zwar das beste Rückrundenteam der 3. Liga., doch im direkten Topduell gegen die Kogge (1:1) , war’s das wohl mit dem direkten Aufstieg. Zu heftig war die jüngste Ergebnis-Delle samt Rumpelfußball (nur sechs Punkte aus fünf Spielen) und zu leicht ist das Restprogramm von Dynamo und Hansa.

Ohne Sieg wackelt sogar das Minimalziel 3. Platz, der schon bei einem Remis an 1860 verloren gehen könnte. Die letzte Hoffnung in diesem Fall ist das direkte Duell mit den Löwen am 38. Spieltag – als beste Heimmannschaft der Liga könnte der FCI dann zu Hause einen missratenen Endspurt wettmachen und wenigstens die Relegation zurückerobern.

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Sebastian Mai fällt bis Ende der Saison verletzt aus

Das ist ganz bitter!

Dynamo muss im Aufstiegs-Endspurt ausgerechnet auf Sebastian Mai (27) verzichten. Der Kapitän hat sich am Innenband des linken Knies verletzt.

Mai zog sich die Verletzung beim Spiel gegen den KFC Uerdingen (2:0) zu, konnte deshalb schon am Dienstag gegen Verl (0:0) nicht mehr mitspielen. Er sah die Partie von der Tribüne aus, humpelte an Krücken ins Stadion.

Nach der Ankunft in Dresden ging´s sofort in die Klinik. Dort ergab die MRT-Untersuchung die traurige Diagnose.

Leider kann ich der Mannschaft aufgrund meiner Verletzung vorerst nicht mehr auf dem Platz helfen. Ich werde die Jungs aber neben dem Feld mit vollem Einsatz weiter unterstützen, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen“, erklärte Sebastian Mai.

Ironie des Schicksals: Schon im Dezember erlitt Mai eine ähnliche Verletzung – im Hinspiel gegen Uerdingen! Damals traf es damals das rechte Knie.

Sportchef Ralf Becker: Der Ausfall von Basti ist in der Endphase der Saison natürlich umso bitterer, denn sowohl auf als auch neben dem Platz ist er als Kapitän ein wichtiger Spieler für unser Team. Wir wünschen ihm einen optimalen Heilungsverlauf. Einmal mehr ist nun das gesamte Team gefordert, sein Fehlen aufzufangen.

Sebastian Mai stand in der laufenden Saison 25 Mal in der 3. Liga auf dem Platz und erzielte dabei ein Tor. Zudem war Dynamos Mannschaftskapitän auch Teil der Mannschaft, die den Hamburger SV in der 1. Runde des DFB-Pokals bezwingen konnte. Mai erzielte dabei per Elfmeter den 4:1-Endstand für die SGD.

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Kevin Broll

SC Verl mit starkem Auftritt gegen Dynamo Dresden

Der SC Verl hat Dynamo Dresden am Dienstagabend mit einem starken Auftritt einen Dämpfer im Kampf um den Aufstieg verpasst

Trotz einer ganzen Reihe hochkarätiger Chancen mussten sich die Verler allerdings mit einem torlosen Remis begnügen.

Die Verler begannen druckvoll. Mit Kasim Rabihic (14 Vorlagen/5. Gelbe Karte), Aygün Yildirim (14 Tore/verletzt) und dem besten Scorer Zlatko Janic (14 Tore/8 Vorlagen), der erstmal auf der Ersatzbank saß, fehlten wichtige Offensivspieler. Doch den Vorwärtsgang fand Verl auch ohne sie.

Corboz mit erstem Ausrufezeichen

Das erste Ausrufezeichen setzte Mael Corboz bereits in der ersten Spielminute. Dynamo-Keeper Kevin Broll konnte seinen Schuss nur nach vorne abprallen lassen, hatte aber Glück, dass er nicht vor Verler Füßen landete.

In der Defensive waren die Verler ebenfalls hellwach. Als Panagiotis Vlachodimos an der Strafraumgrenze zum Schlenzer ansetzte, jagte ihn Daniel Mikic den Ball mit einer sauberen Grätsche ab, und SC-Keeper Robin Brüseke entschärfte die Situation endgültig (6. Minute).

Eilers verpasst Verler Führung aus kurzer Distanz

Nachdem Justin Eilers bereits mit einem noch harmlosen Schuss auf sich aufmerksam gemacht hatte (8.), hätte er zehn Minuten später die Führung erzielen müssen. Nach einer Flanke von Mehmet Kurt kam er im Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball, traf aber nur Brolls linken Arm, von wo dieser gegen die Latte klatschte.

In der 36. Minute gab es mal einen der wenigen Dynamo-Lichtblicke. Nach schöner Vorarbeit von Agyemang Diawusie setzte Christoph Daferner den Ball neben Brüsekes Tor.

Dynamo-Keeper rettet Remis in die Pause

Spätestens in der 42. Minute war klar, dass Dresden mit dem 0:0 zur Pause gut bedient war. Kurt passte auf Corboz am Strafraum, wo sich dieser sich Richtung Tor drehte und abzog. Seinen abgefälschten Schuss konnte Broll über die Latte lenken. Und bei der folgenden Ecke war er erneut zur Stelle, als Kevin Ehlers sie um ein Haar mit der Hacke ins eigene Tor gelenkt hätte.

Nach dem Seitenwechwel hatte Philipp Sander die ersten guten Chancen für Verl. erst verfehlte er das Tor knapp (53.), dann scheiterte er aus spitzem Winkel an Broll (61.).

Starker Auftritt der Verler wird nicht belohnt

Fünf Minuten später verpasste erneut Corboz die Führung. Von Berkan Taz im Strafraum angespielt, zog er nach kurzer Ballannahme sofort ab und jagte den Ball übers Toreck. Dynamo durfte sich im Kampf um den Aufstieg eigentlich keinen Ausrutscher leisten, aber der Aufsteiger aus Verl, der den Klassenerhalt bereits sicher hat, musste sich ärgern, nicht längst zu führen.

In der Schlussphase warf Verl noch Janjic ins Rennen – auch das ohne Erfolg. In der 90. Minute zog Linksverteidiger Lars Ritzka zwar noch einmal beherzt Richtung Dynamo-Tor, doch auch sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Letztlich durften sich die Gastgeber nicht über die drei Punkte freuen, die verdient gewesen wären, aber immerhin über einen sehr starken Auftritt gegen einen ganz heißen Aufstiegskandidaten.

 

SPORTCLUB Arena 04.Mai.2021 19:00
SC Verl
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Dynamo Dresden
04.Mai.2021 19:00
SPORTCLUB Arena
SCV
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SGD
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Auswärtssieg

2:0 Auswärtssieg in Uerdingen und wieder Tabellenführer

Dynamo Dresden nach Sieg wieder Drittliga-Spitzenreiter

Dynamo Dresden ist wieder voll auf Aufstiegskurs. Die Schwarz-Gelben feierten am Samstag einen verdienten Sieg beim KFC Uerdingen. Der Lohn: Die Rückkehr an die Tabellenspitze. Mit dem 2:0-(1:0)-Auswärtssieg am Samstag (01.05.2021) beim KFC Uerdingen feierten die Schwarz-Gelben bereits den zweiten Sieg unter dem neuen Trainer Alexander Schmidt. Innerhalb von sechs Tagen verbesserten sich die Dresdner vom vierten Platz in der 3. Liga zum Spitzenreiter. Dynamo ist als Tabellenerster nun punktgleich mit Hansa Rostock, hat aber das um sechs Treffer bessere Torverhältnis.

Im Stadion am Lotter Kreuz gelangen am Sonnabend Panagiotis Vlachodimos (45.) und dem Ex-Krefelder Heinz Mörschel (74.) per direktem Freistoß die Treffer für die Sachsen gegen die „Gastgeber“, die derzeit 180 Kilometer von ihrer niederrheinischen Heimat ihre Heimspiele nahe Osnabrück austragen. Der neue Dynamo-Trainer Alexander Schmidt kann damit drei Tage nach dem 1:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg weiter eine makellose Bilanz aufweisen. Das Kellerkind aus Krefeld verpasste dagegen die Chance, die Abstiegszone zu verlassen.

Tolle Tore zum verdienten Sieg

Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein sehr intensives Duell. Der Aufstiegsaspirant aus Sachsen versuchte zunächst, das Spiel zu machen, tat sich aber schwer gegen die gut stehende Defensive der Uerdinger.

Die erste hochkarätige Möglichkeit hatte Dynamo in der 15. Minute. Nach einer Flanke von Hosiner kam Daferner aus zentraler Position zum Kopfball, aber KFC-Keeper Jurjus konnte die Kugel festhalten.
Anschließend konnte sich Uerdingen vom Druck der Gäste befreien und tat seinerseits mehr für die Offensive. Dresden blieb allerdings weiterhin gefährlich. Nach einer flachen Hereingabe von Diawusie verfehlte Vlachodimos in der 26. Minute nur knapp das Uerdinger Tor.
Der KFC zeigte Mitte des ersten Durchgangs teilweise gute Kombinationen in der Vorwärtsbewegung, ohne dabei jedoch zu wirklichen Großchancen zu kommen.

Die Schlussminuten der 1. Halbzeit gehörten dann wieder den Gästen, die kurz vor dem Pausenpfiff schließlich in Führung gingen. IIn der 45. Minute klappte dann der „Lucky Punch“ kurz vorm Seitenwechsel: Hosiners Flanke nahm Vlachodimos am zweiten Pfosten direkt und traf aus spitzem Winkel zum 1:0 für die Gäste (45.).

Aufstieg aus eigener Kraft möglich

Nach der Pause gingen die Mannschaften zunächst unverändert in die 2. Halbzeit. Nach neun Minuten im zweiten Durchgang kamen beim KFC Kiprit und Traorè für Marcussen und Göbel und die Dresdener brachten den Ex-Uerdinger Mörschel.

Alexander Schmidt brachte zwischenzeitlich weitere frische Kräfte, ersetzte Vlachodimos und Diawusie durch Stor und Kwadwo (63.). Dann kam vom KFC ein Lebenszeichen. Nach einer Ecke verlängerte Kapitän Assani Lukimya den Ball an die Querlatte. Bei der zweiten Welle kam Uerdingen zwar wieder in Ballbesitz, doch dann ging der Ball ins aus (69.). Die SGD hatte genau die richtige Antwort parat und suchte den Weg weiter nach vorn. Endstation war dann Gino Fechner an der Strafraumgrenze, der für sein Foul an Daferner die Gelbe Karte sah und den Dresdnern eine erstklassige Freistoßposition bescherten. Mörschel ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte aus 18 Metern direkt ins rechte obere Eck – Traumtor zum 2:0 für Dynamo (74.)!

Nun war der Bann gebrochen, die Uerdinger hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen. Chris Löwe kam für die letzten zehn Minuten für Christoph Daferner (80.) und half in der Defensive, den verdienten Auswärtssieg zu sichern. In der Nachspielzeit gab es noch Gelb-Rot für Uerdingens Girdvainis nach einem unnötigen Foulspiel.

Das sagten die Trainer

Stefan Reisinger (Krefeld): „Man hat heute gesehen, dass uns Dresden qualitativ überlegen war, vor allem im offensiven Bereich. Sie haben sehr robust gestanden, haben auch von der Bank gut nachlegen können. Defensiv haben wir es gut gemacht, aber nach vorn in den Umschaltsituationen, da war uns Dresden voraus. Klar, wenn wir 1:1 zurückgekommen wären mit dem Lattenkopfball, da wäre vielleicht doch noch was möglich gewesen. Unterm Strich haben wir in der Offensive aber zu wenig Durchschlagskraft. Das 2:0 war verdient für Dresden. Wir müssen den Kopf wieder aufrichten und nach vorn schauen. Es ist alles noch möglich.“

Alexander Schmidt (Dresden): „Ich weiß, auf welchem Platz wir in der Tabelle sind. Es bringt nichts ständig Druck auf die Mannschaft auszuüben und immer auf die Tabelle zu schauen. Wir müssen einfach unsere neue DNA abrufen. Wir haben einen guten Plan, mit dem Ball und gegen den Ball. Mit dem Ball war es heute schwer abzurufen, auf dem Holper-Rasen. Wir haben gute Situationen drin gehabt im letzten Drittel. Der letzte Pass war dann aber schwierig.“

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