Dynamo Hintergrund 10

Dynamo verliert in Unterzahl 1:0 in Ingolstadt

Dynamo Dresden hat den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Beim FC Ingolstadt unterlag die Mannschaft von Markus Kauczinski am Samstag mit 0:1 (0:1) und kassierte die dritte Saison-Niederlage. Dabei machte sich die SGD vor allem mit einem frühen Platzverweis das Leben schwer.

Vorübergehend springen die Schanzer auf Platz drei der Tabelle. Ein frühes Elfmetertor von Kapitän Stefan Kutschke genügte den Schanzern letztlich zum Sieg. Obwohl die Ingolstädter nach einem Platzverweis gegen Dynamo-Verteidiger Max Kulke ab der fünften Minute in Überzahl spielte, gelang ihnen kein weiterer Treffer.

Keine Zuschauer im Stadion und doch jede Menge Feuer im Spiel – die Partie der beiden Aufstiegsfavoriten im Audi-Sportpark begann spektakulär. Denn nach nur drei Minuten steckte Filip Bilbija nach einem katastrophalen Fehlpass von Dynamo-Torwart Kevin Broll den Ball in den Strafraum auf Stefan Kutschke durch, der erst 19-jährige Max Kulke stellte das Bein raus und der FCI-Kapitän nahm die Einladung dankend an. Schiedsrichter Martin Thomsen pfiff und zeigte dem Dresdner zudem die Rote Karte, weil er das Foul als letzter Mann begangen hatte – eine harte Entscheidung und eine folgenschwere. Kutschke verwandelte den Elfmeter sicher zum 1:0, und Dynamo musste mit einem Mann weniger weitermachen. “Schiri, mach doch das Spiel nicht kaputt”, echauffierte sich Dynamo-Trainer Markus Kauczinski, der hinterher entsprechend geladen war und einige Male in verbale Scharmützel mit FCI-Coach Tomas Oral geriet.

Aber Dynamo spielte weiter mit, auch wenn sie im letzten Drittel zu ungefährlich agierten. Wer gedacht hätte, der FCI täte sich mit einem Mann mehr leichter, der sah sich getäuscht. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Schanzer zwar leichte spielerische Vorteile hatten, aber auch die SGD zu Chancen kamen. Auch in der Folge hatten die Elbestädter hinten alle Hände voll zu tun. Einen strammen Schuss von Ilmari Niskanen entschärfte Broll aber mit einem starken Reflex (28.). Offensiv präsentierte sich Dynamo harmlos, kaum ein Ball fand den Weg in die Spitze zu Philipp Hosiner. Kurz vor der Pause wurde Agyemang Diawusie von Königsdörffer mit einem schönen Pass noch einmal gefährlich in Szene gesetzt. Auf die Schwalbe des Dresdner Rechtsaußen fiel Schiedsrichter Martin Thomsen aber nicht rein (45+1.)

Dynamo im Abschlusspech

Nach der Pause ersetzte Ex-FCI-Trainer Kauczinski Torjäger Philipp Hosiner im Dynamo-Sturmzentrum durch den Pöttmeser Christoph Daferner. Am Spielverlauf änderte das zwar nichts, doch unterliefen den Schanzern nun mehr Fehler im Vorwärtsgang. Als Folge blieben weitere zwingende Chancen aus, doch hielten sie die Gäste zumindest noch vom eigenen Strafraum fern.

Dennoch blieben die “Schanzer ” zunächst weiter die spielbestimmende Mannschaft. Vor allem Kaya und Kutschke bereiteten der SGD-Defensive mit immer wieder schnell herausgespielten Aktionen Probleme. Nach über einer Stunde kamen die Dresdner aber besser in die Partie. Zuerst verzog Marvin Stefaniak aus aussichtsreicher Position (63.), im Anschluss ließ FCI-Keeper Fabijan Buntic einen hohen Ball durch die Hände flutschen, der nur knapp neben dem rechten Pfosten landete (66.).

Plötzlich schnupperte Dynamo am Ausgleich. Nach 79. Minuten zirkelte Marvin Stefaniak einen Freistoß sehenswert über die Mauer. Ingolstadts Marcel Gaus konnte das Spielgerät per Kopf gerade noch vor der Linie klären. Kurz darauf hatten die Oberbayern wieder Glück, nachdem Michael Heinloth Stefaniak im Strafraum mit dem Arm im Gesicht traf. Der Elfmeterpfiff blieb aber aus (80.). In den letzten zehn Minuten warf Dynamo noch einmal alles nach vorne. Der Lucky Punch wollte aber nicht mehr gelingen.

Stimmen zum Spiel

Markus Kauczinski (Trainer Dresden): “Wir sind richtig angepisst und haben uns nicht gut angestellt. Das Foul müssen wir auf unsere Kappe nehmen. Es war aber eine Aktion mit dem Fuß zum Ball, da gebe ich kein Rot. Am Ende ist es Pech, dass wir den Elfmeter nach dem Foul an Stefaniak nicht bekommen. Wir haben es trotz Unterzahl aber gut gemacht und sind durch zwei Entscheidungen des Schiedsrichters ins Hintertreffen geraten. Natürlich hat das zur Folge, dass man verliert und in der Tabelle abrutscht.”

Thomas Oral (Trainer Ingolstadt): “Wir sind nach den drei Spielen in der englischen Woche zufrieden. Wir hatten ein schweres Auswärtsspiel in den Knochen und weniger Regenerationszeit als der Gegner. Nach dem 1:0 haben wir es natürlich verpasst nachzulegen. Wenn du den Gegner dann noch am Leben lässt, wird jedes Spiel eng. Man hat aber gemerkt, dass wir heute auf dem Anschlag gegangen sind. Die Elfmetersituation habe ich nicht gesehen, von daher kann ich dazu nichts sagen. Ich bin aber kein Freund davon, wenn man für eine Aktion doppelt bestraft wird.”

Sebastian Mai (Dresden): “Das ist bodenlos bitter. Schlimmer kann es gar nicht kommen. Wir haben sehr viel draus gemacht und waren in den Zweikämpfen drin. Wir haben uns gepusht und gelebt. Das fand ich sehr beeindruckend. Es waren am Ende Kleinigkeiten. Ingolstadt hatte in der zweiten Halbzeit keine Chance mehr, weil wir aufopferungsvoll und gut trotz Unterzahl gespielt haben. Wir hätten uns belohnen müssen, weil wir am Ende klar besser waren.”

Stefan Kutschke (Ingolstadt): “Ich werde mich hier jetzt nicht hinstellen und sagen, für mich ist es eine Riesenfreude gegen Dynamo getroffen zu haben. Es ist ein Tor, das jedem Spieler gut tut. Aber eine besondere Freude, dass es ausgerechnet gegen Dresden ist, ist es nicht. Dass es einen Kontakt bei dem Foul gab, ist zweifelsfrei. Die Kartenauslegung ist Schiedsrichtersache. Wir haben sieben von neun Punkten aus einer englischen Woche geholt. Wir sind in der Planung so drin, wie wir es uns vorgestellt haben.”

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Dynamo HG 1

Dynamo verliert Heimspiel gegen FSV Zwickau

Das erste Duell der Saison geht an die Westsachsen: Die SG Dynamo Dresden muss sich am Dienstagabend den Freunden und Gästen des FSV aus Zwickau geschlagen geben.

Dynamo Dresdens Siegesserie ist gerissen. Das Sachsenderby vor 999 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion gegen den FSV Zwickau ging am Dienstagabend mit 1:2 (1:2) verloren.Lange mussten die 999 Zuschauer beim Derby nicht auf die Highlights warten. Bereits in der 2. Minute legte Diawusie den Ball quer in den Strafraum, Vlachodimos spielt mit dem ersten Kontakt auf den bestens postierten Hosiner. Der österreichische Mittelstürmer schob mühelos zur Dynamo-Führung ein. Die Freude der SGD währte ebenfalls nicht lange. Wolfram brachte eine Ecke vors Tor, Schikora ging dem Ball ein paar Schritte entgegen und überwand Broll mit einem Außenristabschluss im kurzen Eck (4.).

Löwe wird vom Spielfeld getragen

Nach einigen zerfahrenen Aktionen einer intensiven Anfangsphase kam es zu einer folgenschweren Aktion. Reinhardt rauschte mit viel Tempo in einen Zweikampf mit Löwe. Der Dresdner Linksverteidiger wurde hart getroffen und musste direkt behandelt werden. Kauczinski, zum frühen Wechsel gezwungen, brachte Meier ins Spiel (15.). In der Folge wurden die Zwickauer immer stärker. König ließ noch gute Gelegenheiten aus (18., 28.). Dann machte es Jensen besser. Eine scharfe Hereingabe von Starke wuchtete der Sechser mit Rechts in den Winkel (30.).

Das hatten sich die minimalistischen Dynamos, denen bislang ein Tor immer zum Punktgewinn genügte, sicher anders vorgestellt. Nach vorn taten sie sich weiter schwer. Diawusies Pässe kamen nun weniger genau – auch der auf den einschussbereiten Hosiner (35.) wurde im letzten Moment abgefangen. Nach 39 Minuten schon wieder eine Gelbe – diesmal für Zwickaus Starke, der Will gefoult hatte. Weihrauch schoss den fälligen Freistoß aus 25 Metern aber klar drüber. In der ersten von drei Nachspielminuten der ersten Hälfte hatten die Schwarz-Gelben dann noch eine aussichtsreiche Konterchance über Hosiner und Diawusie, doch auch diesmal ging dessen flache Hereingabe im Strafraum an Freund und Feind vorbei. Kurz darauf ging es in die Pause.

Dresden im Vorwärtsgang – Mai ans Aluminium

Dresden brachte Neuzugang Stefaniak für den zweiten Durchgang, der gleich eine Kopfballchance hatte (52.). Auf der Gegenseite krachte Sekunden später das Aluminium: Wolframs Ecke klatschte ans Lattenkreuz (53.). Dresden blieb auf dem Gaspedal und blieb aktiv wie torgefährlich.

Auf der Gegenseite hätte Zwickau fast erhöht, doch Wolframs Ecke ging nur ans Torgestänge (53.). Alles andere als optimal dann Dynamos Konter nach 60 Minuten Spielzeit, als Hosiner sich trotz anfänglichen Vorsprungs noch von Stanic ablaufen ließ und auch nicht quer auf den mitgelaufenen Stefaniak legte. Da war viel mehr drin! Verstärkung erhielt Hosiner vorn in der 67. Minute durch die Einwechslung des zweiten Stürmers Christoph Daferner. Robin Becker ging dafür vom Feld, Dynamo stellte nun hinten auf Dreierkette um und blieb offensiv am Drücker, auch wenn der FSV hin und wieder vorn Nadelstiche setzen konnte.

Der FSV hielt leidenschaftlich dagegen. Maiers Abschluss nach Wills Vorarbeit ging nur haarscharf am Tor vorbei (65.). Entlastend wirkte sich das aber kaum aus, denn gegen Ende spielte fast nur noch Dynamo. Ernsthaft eingreifen musste FSV-Keeper Brinkies jedoch so gut wie gar nicht. Häufig erledigten seine Vorderleute ihre Aufgabe solide. Offensiv war das von Dynamo insgesamt einfach zu wenig gefährlich.

In der Schlussphase erhöhte die SGD das Risiko, Hosiner zwang Brinkies per Kopf zu einer Parade (87.), ein Freistoß von Kapitän Mai flog gefühlvoll über die Mauer an den linken Pfosten (90.+2)!

Wenig später war Schluss im Rudolf-Harbig-Stadion – ein für Dynamo gebrauchter Abend endete mit einer 1:2-Niederlage. Der FSV Zwickau zog dadurch in der Tabelle an der SGD vorbei.

Dynamo steht in vier Tagen schon die nächste Aufgabe bevor: am Sonnabend beim FC Ingolstadt.

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Auswärtssieg

VfB Lübeck kämpft, Dynamo Dresden siegt!

Gegen Dynamo Dresden verlor der Aufsteiger VfB Lübeck am Sonnabend in Unterzahl mit 0:1.

Dynamo Dresden hat seinen Aufwärtstrend bestätigt und drei weitere Zähler auf dem Punktekonto verbucht. Die Mannschaft von Markus Kauczinski setzte sich am Samstag knapp mit 1:0 (0:0) beim VfB Lübeck durch. Dabei tat sich die SGD gegen den Aufsteiger trotz knapp 80-minütiger Überzahl aber lange schwer.

Noch nie zuvor konnte Dynamo beim VfB Lübeck etwas Zählbares holen. Dynamo-Coach Markus Kauczinski vertraute dabei weitestgehend der identischen Startelf, die am vergangenen Wochenende den Sieg im “Elb-Clasico” holte. Einzig der zuletzt gelbgesperrte Tim Knipping kehrte für Kevin Ehlers in die Innenverteidigung zurück.

Der VfB Lübeck schon früh ein Mann weniger

1.860 Zuschauer sahen im Lübecker Stadion an der Lohmühle eine hitzige Anfangsphase. Paul Will und Martin Röser gerieten nach einem Zweikampf bereits nach wenigen Minuten aneinander. Schon in der siebten Minute sah VfB-Abwehrspieler Ryan Malone die Rote Karte. Der US-Amerikaner traf bei einem Schussversuch Paul Will unglücklich und sicher auch unabsichtlich mit dem Fuß im Gesicht. Schiedsrichter Max Burda wertete die Aktion aber als grobes Foul und entschied auf Platzverweis. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung (7.). Die sich bietenden Feldvorteile konnte die SGD zunächst nicht nutzen. Vielmehr waren es die Hausherren, die mit schnell herausgespielten Aktionen ein ums andere Mal gefährlich vor dem Kasten von Kevin Broll auftauchten. Ein Kopfball von Nico Rieble segelte aber knapp über die Latte (17.). Gegen die leidenschaftlich verteidigenden Lübecker kam Dynamo erst Sekunden vor der Pause überhaupt einmal gefährlich vor das Tor. Doch Patrick Weihrauchs Schuss parierte VfB-Keeper Lukas Raeder mühelos.

Die Dresdner mühten sich, fanden aber nur schwer in die Partie, Sturmspitze Philipp Hosiner wirkte kaum ins Spiel eingebunden. Einzig Agyemang Diawusies Abschluss aus spitzem Winkel brachte die Lübecker Abwehr ein wenig in Bedrängnis (26.).

Die beste Chance der ersten Hälfte hatte sogar der Aufsteiger: Pascal Steinwender traf aus gut 15 Metern die Latte (38.).

Hosiner erlöst Dynamo

Mit einem torlosen Remis in die Pause zu gehen, war ein Achtungserfolg für die Schleswig-Holsteiner, die aber in der zweiten Hälfte weiter in die Defensive gedrängt wurden. Nach Wiederanpfiff präsentierte sich Dynamo deutlich präsenter. Hosiner gab mit einer Volleyabnahme nach einem Eckball den ersten Warnschuss ab (50.). Die Norddeutschen hielten dennoch weiter gut dagegen, spulten aber auch ein enormes Laufpensum ab. Nach einer knappen Stunde reagierte Kauczinski auf die Offensiv-Flaute und brachte mit Marvin Stefaniak und Christoph Daferner zwei frische Kräfte in die Partie. Und der Wechsel sollte sich auszahlen…Trotzdem fiel die Führung für Dynamo etwas überraschend. Philipp Hosiner kam zum Schuss, Raeder war noch am Ball, der dann aber über die Linie sprang (68.).

Doch Lübeck steckte nicht auf und erzielte fast im direkten Gegenzug den Ausgleich. Broll parierte den wuchtigen Abschluss des eingewechselten Thorben Deters aber mit einer starken Parade (76.). Keine zehn Minuten später wackelte die Dynamo-Defensive erneut bedenklich, doch Deichmann brachte das Kunststück fertig, den Ball aus einem knappen Meter über das Gehäuse zu schießen (84.). Auch im Anschluss warf Lübeck noch einmal alles vorne, doch Dynamo zitterte den zweiten Sieg in Folge über die Zeit.

So stand am Ende eine erwartbare, aber doch unglückliche Niederlage für den VfB Lübeck. Dynamo rutscht damit vorerst auf Platz 2 der Tabelle, der VfB auf den letzten Tabellenplatz.

Während Lübeck am nächsten Dienstag (19:00 Uhr) bei Türkgücü München gastiert, duelliert sich Dynamo zeitgleich (19:00 Uhr) mit dem FSV Zwickau.

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Heimsieg

Dynamo im “Elb-Clasico” gegen Magdeburg mit Heimsieg

Dynamo Dresden hat das Jubiläumsduell gegen den 1. FC Magdeburg gewonnen.

Ein Tor entschied den "Elb-Clasico". Den Erfolg verdiente sich Dynamo nach der Pause. Magdeburg enttäuschte und bleibt Tabellen-Schlusslicht.

Das Goldene Tor im Ost-Klassiker erzielte vor 999 Zuschauern Yannick Stark (54.).

Trainer Markus Kauczinski wechselte gegenüber dem 0:3 in München dreimal: Kevin Ehlers ersetzte den gesperrten Tim Knipping, Ransford Königsdörffer und Philipp Hosiner spielten für Christoph Daferner und Panagiotis Vlachodimos.

Ganze zwei Chancen für Halbzeit 1

Die Partie brauchte eine volle halbe Stunde, um auf Touren zu kommen. Bis dahin hatte Magdeburgs Defensive die Dynamo-Offensive nicht zur Entfaltung kommen lassen. Doch dann wurde es urplötzlich schnell ein "Classico": Erst parierte Kevin Broll einen gefährlichen Kopfball von FCM-Goalgetter Christian Beck nach einer Ecke (28.). Im Gegenzug setzte Philipp Hosiner zu einem Flugkopfball nach einer Vorlage von links von Paul Will an: Und der Neuzugang aus Chemnitz hätte bei seinem Startelf-Debüt fast gleich jubeln können, aber Schlussmann Morten Behrens hielt mit Glück und Geschick, fast wäre ihm der Ball aus Nahdistanz durch die Beine gegangen. Danach wurde es wieder eine Partie zwischen den Strafräumen.

Dynamo war zwar etwas besser, hatte gegen defensive, passive und destruktive Magdeburger gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber: Den Schwarz-Gelben fehlten Tempo und Witz. Niemand hatte eine Idee, wie die Magdeburger Defensive zu knacken ist. Zudem waren etliche Schlampereien im Spielaufbau dabei. Da sah selten gut aus.

Yannick Stark macht das entscheidene Tor

Nach dem Wiederanpfiff gab es deutlich mehr Offensivaktionen. Allerdings gingen die fast ausschließlich auf das Konto von Dynamo. Besonders Philip Hosiner stach dabei heraus, aber der Angreifer hatte heute einfach kein Glück beim Abschluss.

Doch den Treffer des Tages erziehlt Yannick Stark in der 54. Minute. Er stellte mit seinem ersten Saisontreffer in der Liga den ersten Heimsieg für Dynamo in der neuen Drittliga-Saison sicher. Schon beim 4:1 im Pokal gegen den HSV hatte er getroffen.

Danach machte Dynamo weiter und ging auf das 2:0. Zweimal war es wieder Hosiner (56./58.), der vergab. Da es die SGD verpasste, den Deckel drauf zu machen, blieb der FCM jedoch im Spiel. Doch von Magdeburg kam nach der Pause insgesamt zu wenig. Der eingewechselte Julius Kade (77.) hätte alles klar machen können, nach Zuspiel von Königsdörffer verzog er aus 14 Metern aber knapp. Auch eine Mini-Drangphase vom FCM in den letzten fünf Minuten brachte nichts mehr ein.

Am Ende reichte es Dynamo, weil die Gäste buchstäblich keine Chance mehr hatten. Diese drei Punkte fallen in die Kategorie Arbeitssieg!

Dadurch bleiben Thomas Hoßmang und seine Jungs Tabellenletzter und haben weiterhin nur einen Treffer erzielt. Für Dresden geht es hoch auf den fünften Rang.

Das sagten die Trainer

Thomas Hoßmang (Magdeburg): "Gegen den Ball war es ordentlich, aber mit dem Ball haben wir viele einfache Fehler gemacht, die Bälle nicht festgemacht und konnten da auch nicht präzise umschalten. Das ist dann am Ende zu wenig. Um meine Person geht es erst einmal überhaupt nicht. Es geht am Ende um den Verein 1. FC Magdeburg, wo ich jetzt sieben Jahre dabei bin. Ich kann nur Dinge analysieren und mit den Jungs ordentlich arbeiten."

Markus Kauczinski (Dresden): "In der ersten Halbzeit haben wir immer wieder abgedreht und hinten herumgespielt. In der zweiten haben wir gut nach vorne gespielt, trotz Kontrolle. Da hat die Balance gestimmt. Es war ein hochverdienter Sieg. Vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir auch umgesetzt."

Als nächstes muss die SGD in Lübeck ran und der FCM empfängt Türkgücü München.

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dynamo-hg4

Dynamo gegen Magdeburg nur mit 999 Zuschauern

Grenzwert von 20 Neuinfektionen in Dresden überschritten

Dresden darf am Samstag gegen den 1. FC Magdeburg (14 Uhr) vor Zuschauern spielen, allerdings wird die Anzahl der Karten stark reduziert.

Wie Dynamo am Freitag mitteilte, habe das Gesundheitsamt der Stadt Dresden den Verein darüber am Morgen informiert. Grund ist die steigende Zahl von Corona-Infektionen. In den vergangenen sieben Tagen habe es in der Stadt Dresden 26 bestätigte Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben.

Hintergrund sind die aktuellen örtlichen Corona-Bestimmungen, nach denen Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern nur erlaubt sind, wenn in der Region des Veranstaltungsortes in den vergangenen sieben Tagen die Zahl der Neuinfektionen 20 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt und eine Kontaktverfolgung gewährleistet ist. Es dürfen also 999 Zuschauer ins Stadion. Bis Freitagmittag hatten aber schon über 10 000 Fans Tickets erworben.

Über Modalitäten zur Rückgabe will Dynamo bis zum Abend auf seiner Internet-Seite und über die Social-Media-Kanäle informieren. “Diese Meldung habe ich so nicht erwartet“, erklärte Dynamo-Präsident Holger Scholze. “Das ist ein heftiger Schlag für unsere Fans, Mitglieder und Sympathisanten.”

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Spielerwechsel

Marvin Stefaniak auf Leihe zurück zu Dynamo

Fürths Mittelfeldspieler Marvin Stefaniak verlässt die 2. Liga und schließt sich dem Drittligisten Dynamo Dresden an.

Der 25-Jährige kommt zu seinem Heimatverein auf Leihbasis bis zum 30. Juni 2021 zurück.

Marvin Stefaniak brennt auf die Rückkehr nach Dresden. Er hat in den Gesprächen von Anfang an klar gemacht, was es ihm bedeutet, wieder das Dynamo-Trikot tragen zu dürfen. Er ist ein offensiv variabel einsetzbarer Spieler, der viel Tempo mitbringt und in seiner vorherigen Zeit bei Dynamo bereits mehrfach seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. Wir freuen uns sehr, mit Marvin den Last-Minute-Abgang von Sascha Horvath mit einem echten Dynamo-Eigengewächs kompensieren zu können“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker in einer Mitteilung des Klubs.

Für mich und meine Familie geht mit dem heutigen Tag und der Rückkehr zu meinem Heimatverein ein Traum in Erfüllung. Ich bin den Verantwortlichen unglaublich dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben, ab sofort wieder dieses besondere Trikot tragen zu dürfen. Ich habe in den vergangenen Jahren seit meinem Abschied aus Dresden gelernt, was Profi-Fußball auch bedeuten kann. Ich möchte all die Enttäuschungen nun hinter mir lassen, nur noch nach vorne blicken und als Teil der Mannschaft alles dafür geben, dass wir in dieser Saison mit harter Arbeit gemeinsam unsere Ziele erreichen“, sagte Marvin Stefaniak nach seiner Vertragsunterschrift.

Marvin Stefaniak trägt bei Dynamo die 13. Die Rückennummer soll daran erinnern, dass der aus Hoyerswerda stammende Stefaniak im Frühjahr 2013 erstmals einen Profivertrag bei der SGD erhalten hatte – damals war er 18 Jahre alt.

Sein Pflichtspieldebüt für die Sportgemeinschaft gab Stefaniak am 15. Februar 2014 beim Auswärtsspiel gegen den FSV Frankfurt in der 2. Bundesliga. Bis zum Sommer 2017 absolvierte der Offensivspieler insgesamt 107 Partien für Dynamos Profi-Mannschaft, erzielte dabei sieben Tore und bereitete 37 weitere vor.

Das Leihgeschäft bei der SpVgg Greuther Fürth hätte eigentlich noch diese Saison laufen sollen, doch sein Stammverein VfL Wolfsburg und die Mittelfranken einigten sich auf eine neuerliche Leihe zur SG Dynamo. Stefaniak kam in der Spielzeit 2019/20 auch verletzungsbedingt nur auf 18 Einsätze (ein Tor, ein Assist, kicker-Notenschnitt 3,56). Sein Vertrag in Wolfsburg läuft noch bis 2022.

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Dynamo HG 1

Bayern 2 schlägt Dynamo deutlich mit 3:0

Der FC Bayern München II von Holger Seitz setzte sich am Freitagabend überraschend, aber verdient mit 3:0 gegen Aufstiegsaspirant Dynamo Dresden durch und verbuchte den ersten Saisonsieg.

Arp brachte die Bayern-Amateure mit einem Traum-Freistoß auf die Siegerstraße.

Bayern-Coach Seitz reagierte auf die 0:3-Pleite bei Aufsteiger Verl mit drei Wechseln: Tillman, zuletzt beim deutschen Supercup ohne Einsatz im Profikader, startete für den auf die Bank verfrachteten Zaiser. Außerdem begannen Senkbeil (Saisondebüt) und Kühn (erstmals in der neuen Spielzeit von Beginn an dabei) anstatt den nicht berücksichtigten Arrey-Mbi und Kern.

SGD-Trainer Markus Kauczinski sah nach dem 1:1 gegen Waldhof Mannheim keinen großen Anlass für Veränderungen und brachte lediglich den ehemaligen Münchner Will für Horvath (Bank).

Arps sehenswerter Freistoßtreffer

In einer zähen Anfangsphase waren sowohl München als auch Dresden auf eine stabile Defensive bedacht, die Partie nahm kaum an Fahrt auf, wirkliche Highlights gab es erst einmal nicht. Der erste “Höhepunkt” der Partie war dann leider ein negativer: Der 18-jährige Tillman war nach einer Körpertäuschung von Will unglücklich aufgekommen, musste aufgrund von Kniebeschwerden behandelt werden und konnte nicht mehr weitermachen (14.).

Während sich die Gäste aus Sachsen enorm schwertaten und keine vielversprechenden Möglichkeiten herausspielten, offenbarten sich der Zweitvertretung des deutschen Rekordmeisters zumindest wenige Hochkaräter – und die nutzte München eiskalt aus. Arp brach in der 21. Minute den Bann, drosch einen Freistoß aus 18 Metern passgenau oben links in den Knick und brachte die Hausherren mit seinem ersten Saisontor in Führung (22.).

Kevin Broll: erst unglückliche Figur, dann Elfmeterkiller

Die Seitz-Elf wirkte daraufhin deutlich selbstbewusster, hatte den Aufstiegsaspiranten gut unter Kontrolle und legte prompt nach: Dajaku hatte mit einem scharfen Flachpass ins Zentrum eigentlich Torschütze Arp gesucht, durfte aber plötzlich jubeln, weil SGD-Keeper Broll sich die Kugel mit dem Fuß in den eigenen Kasten lenkte (28.). Kurz vor der Halbzeit avancierte der Schlussmann vom Unglücksraben zum Schadensbegrenzer, verhinderte bei einem von Mai verursachten Strafstoß gegen Stiller den dritten Gegentreffer und besserte seine Elfmeterstatistik auf. Broll behielt in seiner Karriere bei 10 von 18 Versuchen vom Punkt die Oberhand.

Dynamo-Coach Kauczinski schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, Dresden zeigte nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht und drückte auf den Anschluss. Allerdings sollte dieser trotz einiger Möglichkeiten nicht gelingen. Zunächst ließ Daferner eine hundertprozentige Möglichkeit liegen, hätte die Kugel aus drei Metern nur über die Linie drücken müssen (47.), dann fehlte bei zwei Abschlüssen von Diawusie nicht viel (54./64.).

Kühn macht den Strich drunter

Die Bayern-Amateure verwalteten die Zwei-Tore-Führung souverän, verteidigten diszipliniert und sorgten ab und zu durch Offensivaktionen für Entlastung. Wenige Momente vor dem Schlusspfiff legten die Gastgeber, die aufgrund der Schwalbe von Knipping (Gelb-Rot, 83.) in Überzahl agierten, noch einmal nach: Kühn profitierte in einer vogelwilden Szene von desolatem Dresdner Abwehrverhalten und markierte den 3:0-Endstand, der den ersten Saisonsieg für die Seitz-Elf bedeutete. Dresden kassierte trotz deutlicher Leistungssteigerung nach dem Wechsel den ersten Dämpfer. Die SGD liegt in der Tabelle nun sogar hinter den Bayern.

Das war schon wichtig, gerade mit der jungen Mannschaft nach unserem Auftakt. Deshalb haben wir mehr Augenmerk auf die Defensive gelegt. Wir haben viele Debütanten in den letzten Wochen auf dem Platz gehabt. Deshalb war das heute brutal wichtig für die Sicherheit. In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel phasenweise kippen können“, sagte Arp nach der Partie.

Wir wollten das Spiel ganz anders angehen. Heute war das in der ersten Halbzeit einfach nur Kindergarten. Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Vorher reden wir noch von Männerfußball. Das zweite Tor nehme ich auf meine Kappe. Ob ich jetzt der Nasenbohrer der Liga bin oder der Elfmeter-Killer – das bringt mir heute nicht viel“, wetterte der Torwart nach dem Spiel.

Alles zum Spiel

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