Dynamo News

Dynamo trennt sich 1:1 gegen Waldhof Mannheim

Dynamo holt nach Rückstand mit Kampfmoral noch ein Remis

Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden hat zum Heimauftakt in der 3. Fußball-Liga nur ein Unentschieden errungen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski kam am 2. Spieltag nicht über ein 1:1 gegen Waldhof Mannheim hinaus.

Dresden verpasste damit die Chance, in der Tabelle nach Punkten zu Spitzenreiter FC Ingolstadt (sechs Zähler) aufzuschließen. Im Saison-Eröffnungsspiel hatte Dynamo einen 1:0-Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern gefeiert. Mannheim steht nach zwei Partien nun bei vier Punkten.

Am 2. Spieltag der 3. Liga begrüßte die Heimmannschaft Dynamo Dresden am 27.09.2020 die Gastmannschaft SV Waldhof Mannheim. Am Ende des Matches stand es 1 : 1. Weder der Gastgeber SG Dynamo Dresden noch der Herausforderer SV Waldhof Mannheim konnten die Begegnung für sich entscheiden. Lasse Koslowski war der Schiedsrichter der Partie. Mit der Abwehr kann Markus Kauczinski zufrieden sein, besonders in einem fremden Stadion. Mit bislang 4 Punkten steht der Gastgeber mit Trainer Markus Kauczinski nun auf Tabellenplatz 8. 2 Punkte haben die Spieler von Trainer Patrick Glöckner jetzt auf dem Konto.

Drei Wechsel nahm Trainer Markus Kauczinski vor – zwei notgedrungen, einen freiwillig: Chris Löwe durfte nach abgelaufener Sperre wieder in die linke Viererkette. Max Kulke ersetzte auf der rechten Seite den verletzten Robin Becker, Sascha Horvath durfte im Mittelfeld für den gesperrten Paul Will ran. Abtasten war früher. Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Mannheims Arianit Ferati stand nach nicht mal zwei Minuten frei vor Kevin Broll, scheiterte an diesem. Vier Minuten später passte Agyemang Diawusie in den 16er, Christoph Daferner verpasste um eine Fußspitze.

Optisch war Dynamo in dem flotten Spiel überlegen, hatte aber immer wieder schlampige Abspiele im Aufbau drin. Es brannte im Mannheimer Strafraum vier-, fünfmal, aber die Geradlinigkeit fehlte.

Da waren einige Schnörkel zu viel dabei. Zudem passten die Räume nicht, der Waldhof hatte eine Menge Platz, sorgte mit seinen etlichen Kontern über die Ex-Sachsen Rafael Garcia (Chemnitzer FC) und Ferati (FC Erzgebirge Aue) immer wieder für Angst und Schrecken.

Nach einer halben Stunde hätte Dresden in Führung gehen können: Diawusie spielte auf den langen Pfosten, SV-Verteidiger Jan Hendrik Marx spitzelte die Kugel vor Panagiotis Vlachodimos an den Pfosten. Aber das Tor fiel dann auf der anderen Seite – und das war keineswegs unverdient. Ferati steckte bei einem Konter auf Max Christiansen (42.) durch, der hatte erneut Platz, zog aus 17 Metern ab. Broll war dran, sah dabei nicht gut aus.

Dynamos Trainer reagiert zur Halbzeit

Kauczinski reagierte zur Pause, brachte Philipp Hosiner für Horvath. Dynamo wollte, drückte auf die Tube, wirkte aber verkrampft und blieb daher im Vorwärtsgang unkonzentriert. Und da waren noch die Mannheimer Konter. Da war so gut wie jeder brandgefährlich. Broll verhinderte mit starken Paraden dreimal ein 0:2! Gute Möglichkeiten für die Schwarz-Gelben waren rar gesät.

Was Dresden keiner abschlagen konnte, war der Wille. Gerade in der letzten Viertelstunde kam der Gastgeber mit brachialer Gewalt. Und plötzlich gab es Chancen. Weihrauch (82.) zog aus 16 Metern zentral ab. Der Schuss wurde abgefälscht, Jan-Christoph Bartels parierte überragend.

Dann fiel der Treffer. Chris Löwe flankte, der aufgerückte Sebastian Mai verlängerte in die Mitte. Dort behinderten sich Daferner und Hosiner eigentlich. Doch Daferner löffelte die Kugel akrobatisch mit dem Rücken zum Tor stehend über Bartels ins Netz – 1:1 (87.).

Für den SVW ist es somit das zweite Unentschieden im zweiten Saisonspiel. „Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Niederlage, weil wir lange geführt haben“, sagt Waldhof-Torschütze Christiansen nach der Partie gegenüber Magenta Sport.

Das war eine sehr gute Partie von unserer Seite, wir sind leider wieder nicht belohnt worden“, betont Glöckner.

Es war ein gerechtes Unentschieden. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt, der uns Probleme bereitet hat“, resümiert Dresden-Coach Markus Kauczinski.

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Dynamo gewinnt zum Auftakt in Kaiserslautern 0:1

Dynamo Dresden feiert einen Traumstart in die neue Saison! Nach dem Triumph über den HSV im DFB-Pokal setzten sich die Sachsen nun auch gegen Kaiserslautern zum Auftakt durch. Dresden verteidigte leidenschaftlich und kämpfte bis zum Schluss in Unterzahl. Kaiserslautern war zwar bis zum Abpfiff drauf und dran den Ausgleich zu erzielen, die Roten Teufel schafften es aber nie richtig aus der Überzahl einen Vorteil zu ziehen.

Nach hart umkämpften 90 Minuten feiert Dynamo Dresden zum Auftakt der neuen Drittliga-Saison seinen ersten Sieg. Der Aufstiegs-Aspirant agierte dabei 45 Minuten in Unterzahl.

Einstieg nach Maß für den Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden: Die SGD errang am Freitagabend zum Auftakt der neuen Saison in der 3. Liga beim 1. FC Kaiserslautern einen hart erkämpften 1:0 (0:0)-Erfolg. Sebastian Mai erzielte vor 4150 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion das entscheidende Tor des Abends für den Zweitliga-Absteiger, der eine komplette Halbzeit in Unterzahl agieren musste. Paul Will flog nach einem Handspiel bereits in der 44. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.

Dresden begann mit nur einer Veränderung im Vergleich zum überraschend deutlichen Pokal-Erfolg gegen den Hamburger SV. Leihgabe Jonathan Meier ersetzte Linksverteidiger Chris Löwe, der noch eine Rotsperre aus der Vorsaison absitzen muss. Auch der FCK tauschte nur auf einer Position im Vergleich zum Pokal-Aus gegen Regensburg. Marvin Pourie rückte für den Ex-Dresdener Lucas Röser (muskuläre Probleme) ins Team.

Beide Mannschaften wollen in die 2. Fußball-Bundesliga aufsteigen, doch das Spitzenspiel bot zunächst keine Offensivaktionen. Geprägt von vielen Zweikämpfen und Balleroberungen im Mittelfeld dauerte es über eine Viertelstunde, bis die Partie Fahrt aufnahm.

Dynamo-Kapitän Mai eröffnete mit seinem Kopfball-Treffer zum 1:0 für die Sachsen muntere fünf Minuten. Denn nur kurz darauf rettete Torwart Kevin Broll (24.) gegen Kaiserslauterns Angreifer Elias Huth mit einem sehenswerten Reflex für die Sachsen.

Anschließend verflachte die Partie wieder so schnell, wie sie aufflammte. Erst ein Freistoß von Hikmit Ciftci (44.) zentral vor dem Strafraum zwang Dynamo-Torwart Broll zur nächsten Glanzparade. Dem Freistoß ging ein Handspiel von Will voran, der nach seiner ersten Gelben Karte (5.) mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

Dresden musste dadurch die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl agieren. Dennoch hatte das Team von Markus Kauczinski auch im zweiten Durchgang erneut nach einem Eckball die beste Gelegenheit. Ein Kopfball von Innenverteidiger Tim Knipping wurde von Dominik Schad für seinen geschlagenen Schlussmann auf der Linie gerettet.

Kaiserslautern drückte auf den Ausgleich, Torgefahr blieb aber Mangelware. Dynamos Abwehrriegel hielt stand.

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Kaiserslautern reist am zweiten Spieltag zu Türkgücü München, Dynamo Dresden bekommt es zuhause mit Waldhof Mannheim zu tun.

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DFB Pokal Spiel

Toni Leistner entschuldigt sich nach Blocksturm

Der Hamburger SV blamierte sich im Pokal bei der 1:4-Niederlage bei Dynamo Dresden. Toni Leistner brannten danach die Sicherungen durch.

Das TV-Interview war gerade in vollem Gange, dann sprang Toni Leistner über die Brüstung, lief die Stufen der Tribüne hoch und schnappte sich einen Fan von Dynamo Dresden. Der Innenverteidiger des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV packte den Anhänger am Kragen und stieß ihn zu Boden. Ein Ordner griff danach ein. “Meine Familie wurde massiv beleidigt“, erklärte Leistner nach der 1:4-Pokalniederlage des HSV beim Drittligisten bei “Sky” seinen Ausraster.

Beleidigung hin oder her, diese Aktion dürfte für den 30 Jahre alten Neuzugang ein Nachspiel haben, auch wenn sich der neue Trainer Daniel Thioune zunächst zurückhaltend äußerte. “Ich habe nichts mitbekommen. Ich habe nur gesehen, dass Toni Leistner den Rückweg angetreten hat von der Tribüne. Da muss im Vorfeld sicher etwas passiert sein. Aber das kann ich nicht bewerten, ich habe weder Bilder noch von was das Ganze ausgegangen ist“, sagte Thioune. Leistner ist in Dresden geboren und spielte von 2010 bis zum Zweitligaabstieg 2014 bei den Sachsen.

Einige Stunden nach Spielschluss entschuldigte sich Leistner via Instagram. Es sei “massiv unter die Gürtellinie” gegangen, ihm seien die Sicherungen durchgebrannt. Das dürfe jedoch nicht passieren, entschuldigte sich Leistner.

Die ganze Szenerie passte jedenfalls zu einem völlig gebrauchten Abend der Norddeutschen. Was als Neustart gedacht war, endete in einer Blamage. Die Hanseaten offenbarten vor dem Ligastart am Freitag (18:30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf riesige Probleme.

Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.) und Sebastian Mai (90.+2./Handelfmeter) erzielten die Treffer vor 10.053 Zuschauern für den siebenmaligen Pokalsieger der DDR. “Wir haben in den ersten Minuten grobe Schnitzer gemacht”, sagte Leistner.

Die Hamburger, die den Bundesligaaufstieg in der Rückrunde der vergangenen Saison leichtfertig verspielt hatten, vergaben hingegen gute Möglichkeiten und standen in der Defensive unsicher. Amadou Onana (89.) gelang nur das zwischenzeitliche 1:3.

Stark nutzte die erste Lücke in der neu formierten HSV-Abwehr. Daferner traf acht Minuten später nur den Pfosten, ehe Becker erhöhte. Der dreimalige Pokalsieger kam nach einer halben Stunde besser ins Spiel. Tim Leibold (36.) und Lukas Hinterseer (37.) ließen zwei gute Chancen aber ungenutzt.

Die Gäste starteten in der zweiten Halbzeit offensiv, wurden durch Daferners Distanzschuss aber überrascht. Trotz des Rückschlags versuchten die Hamburger aber noch einmal alles, hatten beim Pfostenschuss von Khaled Narey (68.) aber Pech. Nach dem Abpfiff folgte dann die Szene, die für Leistner Folgen haben dürfte.

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DFB Pokal Spiel

Dynamo Dresden schockt Hamburger SV mit 4:1-Sieg

Dresden gelingt in der ersten Pokalrunde gegen den HSV die Sensation

Der Hamburger SV gerät in Sachsen förmlich unter die Räder. Auch für Bundesligist Arminia Bielefeld ist das Abenteuer DFB-Pokal bereits wieder beendet.

Zum Saisonstart erlebt der Hamburger SV im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden ein Debakel. In der ersten Runde zeigt die Mannschaft von Neu-Trainer Daniel Thioune enorme Schwächen, die Gastgeber bestrafen diese brutal – zur Freude von mehr als 10.000 Fans auf den Rängen.

Vor der größte Kulisse der 1. Pokalrunde feierte Drittligist SG Dynamo Dresden den Einzug in die 2. Runde. Das Team von Trainer Markus Kauczinski ließ dem Hamburger SV beim 4:1 (2:0) keine Chance. Vor rund 10.000 Zuschauern erzielten Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.) und Sebastian Mai in der 5. Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter die Tore für die Sachsen. In der 89. Minute gelang Amadou Onana der Anschlusstreffer für den Zweitligisten.

Paul Will setzte im Mittelfeld Hamburgs Jeremy Dudziak so unter Druck, dass er den Ball an Panagiotis Vlachodimos verlor – und schon ging die Post nach vorn ab. Über Patrick Weihrauch kam der Ball zurück an Vlachodimos, der auf der linken Seite an der Grundlinie den einstigen Dresdner Toni Leistner alt aussehen ließ und mit seiner Flanke den am langen Pfosten einlaufenden Yannick Stark fand. Der nahm den Ball volley – unhaltbar für Daniel Heuer Fernandes im HSV-Kasten und das frühe 1:0 (3.).

Zwar hätte Dudziak seinen Fehler im direkten Gegenzug fast wiedergutgemacht, doch sein Kopfball ging knapp daneben. Dynamo war von Beginn an hellwach und spielte munter und ohne jeden Respekt vorm favorisierten Zweitliga-Spitzenteam nach vorn. Schon in der 8. Minute bot sich sogar die Chance zum 2:0, als Christoph Daferner nach Vlachodimos-Vorarbeit Keeper Heuer Fernandes schon aus seinem Kasten rausgelockt hatte, beim anschließenden Pass ins Strafraumzentrum aber keinen Abnehmer fand.

Und erneut brannte es im direkten Gegenzug im Dresdner Strafraum, weil Aaron Hunt auf dem Weg in den 16er Dynamos neuen Kapitän Sebastian Mai tunnelte und auch den einschussbereiten Hinterseer fand, doch Mais Innenverteidiger-Nebenmann Tim Knipping bekam im letzten Moment noch den Fuß dazwischen und fälschte den Schuss zur Ecke ab (9.).

Es war eine extrem lebhafte Anfangsphase mit Chancen auf beiden Seiten, aber nur die Mannschaft von der Oberelbe hatte damit Erfolg. Die Hanseaten hingegen verfehlten durch Vagnomans Kopfball gegen Mai (10.) das Tor von Schlussmann Kevin Broll erneut knapp – schon die dritte gute Hamburger Chance.

Eine reichliche Viertelstunde war gespielt, als die Dynamos mit ihrem Konzept zum zweiten Mal Erfolg hatten. Wieder leistete sich Hamburg unter Druck einen Ballverlust. Diesmal ließ sich Hinterseer von Daferner den Ball abknöpfen und Dynamos Rechtsverteidiger Robin Becker suchte den direkten Weg zum Tor – und fand ihn.

Wie Daferner fünf Minuten zuvor zog er rechts aus recht spitzem Winkel einfach mal ab. Innenverteidiger David fälschte diesmal die Kugel unhaltbar für Heuer Fernandes ins eigene Tor ab – 2:0 in der 16. Minute und die Stimmung im Rudolf-Harbig-Stadion kochte über! Mit einer entschlossenen und energischen Leistung machten die Gastgeber die ersten Schritte hin zu einer Überraschung, weil sie Hamburgs Fehler eiskalt bestraften und bei den durchaus vorhandenen Offensivaktionen des HSV das nötige Geschick und Glück hatten.

Vlachodimos mit zwei Torvorlagen

Dynamo blieb weiter griffig und giftig, auch wenn große Torchancen erst mal nicht mehr zu Stande kamen. Die hatte dann Hamburg, doch Hinterseer hatte mit seiner Doppel-Großchance jeweils aus sieben Metern keinen Erfolg (36./37.). In dieser Phase waren die Schützlinge von Gäste-Coach Daniel Thioune nun spielbestimmend und hatten mehr Ballbesitz, doch die Dresdner standen hinten sicher und hatten teils auch Schiedsrichter Florian Badstübner auf ihrer Seite, der dem HSV gegen Ende der ersten Halbzeit zwei klare Eckbälle verwehrte. So ging es nach einer insgesamt starken Leistung mit einem letztlich etwas schmeichelhaften 2:0-Vorsprung für Dynamo in die Pause, nach der beide Mannschaften unverändert aus den Kabinen kamen.

Rudolf-Harbig-Stadion kocht über

Eine Minute später hätte Daferner dann wirklich das 2:0 auf dem Fuß, als er mit seinem rotzfrechen Versuch aus spitzem Winkel ins kurze Torwarteck Heuer Fernandes düpierte. Der Ball krachte aber nur an den Pfosten (11.) – Riesenglück für den HSV, zumal Vagnoman den Abpraller mit einer Slapstick-Einlage fast ins eigene Tor gestolpert hätte ! Mit offensivem Pressing blieben die Schwarz-Gelben aber weiter bestimmend. Sie brachten die Defensive der Gäste immer wieder arg in Bedrängnis und zwangen sie zu teils haarsträubenden Fehlern im Spielaufbau.

Wirklich klare Chancen waren aber auch nach der Pause selten, stattdessen traf Dynamo mit einem satten Fernschuss und beruhigte damit das eigene Spiel. Danach zog sich der Gastgeber zurück und lauerte auf Konter, der ideenlose HSV konnte mit der optischen Überlegenheit nichts anfangen.

Und die Hanseaten wurden stärker. Bei Wintzheimers Schuss aufs Torwarteck machte es Broll besser als sein Gegenüber Heuer Fernandes und klärte zur Ecke (50.). Als eine Minute später Knipping seinen Gegenspieler Hinterseer aus den Augen verlor, sprang Robin Becker ein und blockte den Versuch des Hamburgers (51.).

In den Gesichtern der Dresdner Fans zeichneten sich erste Sorgenfalten ab, doch die wichen schnell der puren Ekstase. Denn Vlachodimos gelang seine zweite Torvorbereitung des Tages. Er marschierte an Ex-Nationalspieler Aaron Hunt vorbei und legte den Ball zurück auf Christoph Daferner, der wuchtig aus 25 Metern abzog und ins linke untere Eck traf – 3:0 (53.) und das Stadion stand endgültig Kopf. Der Treffer fiel genau im richtigen Moment – und dem HSV fiel fortan weniger ein.

Keine Anzeichen für Aufholjagd

Chefcoach Daniel Thioune reagierte nach einer Stunde Spielzeit mit einem Dreifach-Wechsel: Mittelstürmer Terodde, Narey und Onana kamen für Hinterseer, Hunt und Dudziak in die Partie (60.). Doch Dynamo ließ hinten zunächst weiter wenig anbrennen. In der 66. Minute hatte Torschütze Daferner dann Feierabend. Für ihn brachte SGD-Trainer Markus Kauczinski den Slowenen Luka Stor.

Kurz darauf dann die Dresdner im Glück, als der frisch eingewechselte Narey nur den Pfosten traf (68.). Auf der Gegenseite hätte Stor mit seiner ersten Aktion alles klar machen können, doch nach Knippings Traumpass ließ er zwar Innenverteidiger David stehen, verzog dann aber. Der Ball trudelte links am HSV-Kasten vorbei (70.) – nichts war es mit der möglichen Vorentscheidung zum 4:0.

Kauczinski sorgte dann mit einem Doppelwechsel für weitere Entlastung in Dresdens Offensive: Sascha Horvath und Pascal Sohm kamen für Patrick Weihrauch und Agyemang Diawusie. Der HSV ließ unterdessen den klaren Willen vermissen – Anzeichen für eine Aufholjagd waren nicht zu sehen. Stattdessen packte Ex-Dynamo Toni Leistner die Rasierklinge aus. Innerhalb von drei Minuten räumte er zweimal Luka Stor ab und verdiente sich damit den gelben Karton (76.).

Neu-Kapitän Mai verwandelt Elfmeter

Auch der Wechsel von Bobby Wood für Wintzheimer (77.) brachte nicht die Wende. Broll hielt Teroddes gefährliche, aber zu zentral platzierte Direktabnahme fest (80.) und Kittel scheiterte aus aussichtsreicher Position per Kopf (81.). Erst in der 89. Minute gelang dem HSV ein Tor, doch das war zu spät: Leibolds Flanke verlängerte Terodde per Kopf an den zweiten Pfosten. Dort stand Onana goldrichtig und drückte den Ball ebenfalls per Kopf über die Linie.

Erst kurz vor Ende gelang dem eingewechselten Hamburger Onana das 3:1 (89.), doch Sebastian Mai per Handelfmeter machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf (90.+6). So zieht die SGD in die nächste Pokalrunde ein. Neun Neuzugänge standen in der Startelf der Sportgemeinschaft, aus deren Zweitliga-Kader der Vorsaison lediglich Torwart Kevin Broll und Linksverteidiger Chris Löwe im Anfangsaufgebot waren.

So steht Dynamo absolut verdient in der zweiten Runde des DFB-Pokals und ließ sich von seinen Fans feiern. Diesen Saisonstart kann die Sportgemeinschaft getrost als rundum gelungen bezeichnen. Am Freitag eröffnen die Schwarz-Gelben mit ihrem Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern die neue Drittliga-Spielzeit.

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Michael Born kein Geschäftsführer mehr bei Dynamo Dresden

Michael Born ist nicht mehr kaufmännischer Geschäftsführer des Drittligisten Dynamo Dresden. Beide Seiten hatten sich schon vor langer Zeit überworfen.

“Mit dieser Entscheidung stellen wir weitere wichtige Weichen für eine strategische Neuausrichtung der Geschäftsführung des Vereins für die Zukunft”, wird Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig in der Pressemitteilung zitiert. “Der Freistellung des kaufmännischen Geschäftsführers ist eine umfangreiche Analyse des Aufsichtsrates in den zurückliegenden Monaten vorangegangen, die in der Konsequenz nun die Beurlaubung von Michael Born nach sich gezogen hat.”

Schon im Sommer 2019 sollte Born entlassen werden – dann kam alles anders

Mit dem Ende der Tätigkeiten Borns bei Dynamo endet eine (Arbeits-)Beziehung, in der sich beide Partner schon vor langer Zeit überworfen haben. Immer wieder wurden Gerüchte aus den unterschiedlichsten Ecken des Vereins laut, dass der kaufmännische Geschäftsführer geschasst werden soll. Vor allem die Chemie zwischen Born und dem damaligen Sport-Geschäftsführer Ralf Minge passte nicht. Immer wieder kam es zu internen Querelen, Machtstreitigkeiten.

Im Sommer 2019 sollte Born trotz Vertrags bis 2021 seine Papiere erhalten. Diesen Vorgang hatten sowohl Minge als auch der Aufsichtsrat monatelang vorbereitet. Intensive Gespräche und Abstimmungen zu einer internen Übergangsregelung zur Nachfolge Borns waren abgehalten worden. Die Entscheidung galt als offenes Geheimnis. Doch wie so oft bei Dynamo kam alles anders als geplant. Im Rahmen der finalen Abstimmung legte Minge, der die vorgesehene Entlassung monatelang unterstützt hatte, sein Veto ein. Augenscheinlich hatte das Umfeld der Vereinsikone noch einmal Einfluss auf seine Entscheidungsfindung genommen.

Die blanken Zahlen sprachen für Born

Die Causa Born ist hiermit jedoch noch nicht auserzählt: Bereits 2018 soll sich Born mit Mitarbeitern auch in der Geschäftsstelle überworfen haben. Die Mitarbeiter des Vereins beklagten “fehlender Respekt” im Führungsstil des Nordrhein-Westfalen.

Letztendlich blieb Born aber bis zum heutigen Tag im Amt. Vermutlich auch, weil die blanken Zahlen für ihn sprachen. Seit seinem Amtsantritt Ende Mai 2016 hatte Born mit dafür gesorgt, dass der Verein wirtschaftlich kontinuierlich aufstrebt. Mit 4,5 Millionen Euro Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2018/19 sowie einem Eigenkapital von 9,4 Millionen Euro zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2019 erzielte die SGD unter Borns Ägide Rekordwerte. “Wir blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Michael Born zurück, die jetzt an einem Punkt angekommen ist, an dem eine Veränderung aus unserer Sicht der Entwicklung des Vereins gut tun wird”, so Aufsichtsratschef Heinig.

Nachfolger-Suche “von hoher Priorität”

Wer auf Born folgt, der vor seinem Amtsantritt am 30. Mai 2016 fünf Jahre lang als Sportlicher Leiter beim SC Paderborn fungiert hatte, ist noch offen. Heinig: “Die Suche nach einem neuen Geschäftsführer ist von hoher Priorität. Wir werden viele persönliche Gespräche mit möglichen Kandidaten führen. Die Gremienmitglieder des Aufsichtsrates werden sich beim Auswahlverfahren die notwendige Zeit nehmen, um die im Sinne des Vereins bestmögliche Wahl bei der Neubesetzung des Postens zu treffen.”

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Testspiel

Dynamo gewinnt Test gegen Erzgebirge Aue mit 1:0

Dynamo Dresden hat am Samstag das letzte Testspiel der Vorbereitung beim FC Erzgebirge mit 1:0 (1:0) gewonnen.

Agyemang Diawusie brachte die SGD in Lößnitz bereits mit einem frühen Treffer auf die Siegerstraße (7.).

Vom Anstoß weg präsentierte sich Dynamo hochmotiviert sowie -konzentriert und ging bereits nach sieben Minuten durch Agyemang Diawusie, der nach einem schönen Steckpass den Ball an Veilchen-Keeper Martin Männel vorbeischlenzte, in Führung.

Nach bärenstarken ersten 30 Minuten sollten anschließend die Gastgeber etwas besser ins Spiel finden, doch die Dynamo-Defensive um Schlussmann Kevin Broll hielt dagegen und verteidigte den Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff.

Im Anschluss entwickelte sich eine rassige Partie auf Augenhöhe, die von vielen harten, aber stets fairen Zweikämpfen und Möglichkeiten auf beiden Seiten geprägt war.
Die größte davon hatte der Zweitligist in Person von Dima Nazarov per Elfmeter wenige Minuten vor dem Ende. Kevin Broll hatte den Angreifer zuvor nach einer Unkonzentriertheit der Dynamo-Abwehr im Strafraum zu Fall gebracht. Doch Kevin Broll parierte den fälligen Strafstoß (82.) souverän.

In einer wilden Schlussphase spielten beide Teams voll auf Angriff, allerdings sollte keine der zahlreichen Chancen am Ende von Erfolg gekrönt sein, sodass es bis zum Schlusspfiff beim verdienten 1:0 für die SGD blieb.

Wir haben heute ein gutes Gesicht und uns gut gerüstet gezeigt. Es war alles in allem ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir uns positiv präsentiert haben. Vieles, was wir uns vorgenommen haben, hat heute geklappt. Aber ich möchte das jetzt auch nicht überbewerten. Es gibt für uns noch viel zu lernen. Wir stehen immer noch erst am Anfang“, erklärte Dynamos Chefcoach Markus Kauczinski nach der Generalprobe vor dem Pflichtspielauftakt im Pokal gegen den HSV.

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Dynamo News

Dynamo Dresden darf Heimspiele vor Fans spielen

Die SGD darf in der kommenden Saison seine Heimspiele wieder vor Zuschauern bestreiten

Wie der Verein am Freitag mitteilte, habe das Dresdner Gesundheitsamt das eingereichte Hygienekonzept genehmigt.

Somit kann Dynamo bereits zum Heimspiel in der ersten Runde des DFB-Pokals am 14. September gegen den Hamburger SV wieder mit Besuchern planen. Eine genaue Zuschauerzahl verkündete Dresden nicht.

Jene hänge vom Buchungsverhalten der Fans ab, da zwischen jeder Einzelbuchung ein Platz als Abstandhalter vorgesehen ist, hieß es von Vereinsseite. Die neue sächsische Corona-Verordnung erlaubt Großveranstaltungen mit über 1000 Zuschauern, wenn ein geeignetes Hygienekonzept vorliegt.

Unser Dank geht auch an die Politik in Sachsen und Dresden, deren aktive Unterstützung in Anbetracht der regionalen Infektionslage diesen weiteren Schritt zurück zur Normalität erst möglich gemacht hat“, sagte Dynamos Sport-Geschäftsführer Michael Born.

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Dynamo benennt Sebastian Mai als Kapitän

Sebastian Mai ist neuer Mannschaftskapitän der SG Dynamo Dresden. Der 26-jährige Abwehrspieler wurde genauso wie sein Stellvertreter Yannick Stark von Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski aus dem neuen Mannschaftsrat bestimmt.

Neben dem neuen Kapitän Sebastian Mai und seinem Stellvertreter Yannick Stark komplettieren Marco Hartmann, Chris Löwe und Patrick Wiegers den neuen fünfköpfigen Mannschaftsrat der SGD für die Spielzeit 2020/21.

Über den Chemnitzer FC (2013 – 2014) zog es Mai im Sommer 2014 zum FSV Zwickau, mit dem er 2016 in die 3. Liga aufstieg. Im Anschluss wechselte Mai zu Preußen Münster (2016 – 2018) und von dort zum Halleschen FC (2018 – 2020).

Der 1,95 Meter große Innenverteidiger absolvierte bisher 108 Drittliga-Spiele, in denen ihm 12 Tore und 7 Vorlagen gelangen. Im Sommer 2020 kehrte „Basti“, wie er von seinen Mitspielern und Freunden gerufen wird, zu seinem Heimatverein zurück.

Es ist für mich als Dresdner eine riesengroße Ehre, dass ich die Mannschaft von Dynamo Dresden in der kommenden Spielzeit aufs Feld führen darf. Für mich sind in den vergangenen Wochen ein paar Träume in Erfüllung gegangen und mein Anspruch ist es nun, dass ich dieser Führungsrolle gerecht und das in mich gesetzte Vertrauen mit Leistung und Engagement zurückzahlen werde. Ich möchte auf und neben dem Platz als Kapitän vorangehen und andere mitreißen, wenn es drauf ankommt“, erklärte Dynamos neuer Mannschaftskapitän Sebastian Mai.

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