Kevin Broll

Dynamo verliert nach Corona-Pause 0:2 gegen VfB Stuttgart

Dynamo Dresden ist bei seinem ersten Auftritt nach der verlängerten Corona-Pause dem VfB Stuttgart engagiert zu Werke gegangen. Doch die Dresdener Schluss-Offensive nutzte der Aufstiegskandidat eiskalt aus.

Dynamo verliert nach Corona-Pause 0:2 gegen VfB Stuttgart

Im ersten Spiel nach 84 Tagen Pause unterlag Dresden dem VfB Stuttgart mit 0:2 (0:1) und bleibt mit 24 Punkten Schlusslicht. Stuttgart festigte mit 51 Punkten den zweiten Rang und liegt weiter auf Bundesliga-Kurs. Hamadi Al Ghaddioui (19.) sorgte für den frühen Dresdner Rückschlag, der eingewechselte Youngster Darko Churlinov (88.) machte mit seinem ersten Zweitliga-Treffer alles klar.

Die fehlende Spielpraxis war Dynamo teilweise anzumerken. Das Kauczinski-Team trat zwar defensiv konzentriert auf und zeigte großen Einsatz, tat sich im Aufbauspiel aber äußerst schwer. Oft stimmte das Timing nicht, gewonnene Bälle schenkten die Schwarz-Gelben zu leichtfertig her.

Patrick Schmidt patzt bei Al Ghaddiouis Tor

Beim ersten Gegentreffer war Patrick Schmidt nicht aufmerksam. Der Mittelfeldspieler hob das Abseits auf, Al Ghaddiouis Tor zählte nach Videobeweis. Die Führung für die souveränen Stuttgarter war zur Pause verdient.

Nach dem Seitenwechsel blieb der VfB tonangebend und spielerisch überlegen. Beide Mannschaften agierten vor dem Tor aber harmlos. Churlinov staubte letztlich zum 2:0 ab.

Zwei Wochen Quarantäne

Dynamo war am 9. Mai nach drei positiven Coronatests geschlossen in Quarantäne geschickt worden, das Mannschaftstraining nahm das Team erst am vergangenen Wochenende auf. Das Gros der Liga hatte bereits vor zwei Wochen erstmals wieder gespielt. “Wir kommen vom Balkon. Wir haben zwei Wochen im Wohnzimmer und auf dem Balkon trainiert”, hatte Kauczinski zuletzt gesagt.

Mammutprogramm für Dresden

Für Dynamo geht es nun im Drei-Tage-Rhytmus, inklusive dem Stuttgart-Duell müssen die Dresdener neun Spiele in 29 Tagen absolvieren. Am Mittwoch um 18.30 Uhr steht das Nachholspiel bei Hannover 96 an, am Samstag darauf um 13 Uhr die Partie bei Wehen Wiesbaden. Der VfB Stuttgart hat eine ganze Woche lang Pause, empfängt am Sonntag um 13.30 Uhr den VfL Osnabrück.

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News Hintergrund

Dynamo’s Motto: “Wir spielen gegen den Rest der Welt”

Dynamo’s Motto: “Wir spielen gegen den Rest der Welt”

Dynamo Dresden hat nach seiner 14-tägigen häuslichen Quarantäne das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.

Sie haben keine Chance, doch die will Dynamo Dresden nutzen! So zumindest könnte man die aktuelle Gefühlslage bei Dynamo beschreiben.

Wir gegen den Rest der Welt. Lassen wir die anderen reden und packen es noch einmal gemeinsam an, denn wir haben auf unserem Weg keine Zeit mehr zu verlieren“, verbreite Dynamo zum Trainingsstart am vergangenen Samstag über seine Social Media-Kanäle.

Nur ein Woche hat Trainer Markus Kauczinski nach der 14-tägigen häuslichen Quarantäne Zeit, sein Team für den Neustart am Sonntag gegen den VfB Stuttgart vorzubereiten. Seit Montag befinden sich das Team sowie der Trainer- und Betreuerstab im vorgeschriebenen Quarantäne-Trainingslager in einem Dresdner Hotel.

“Wir müssen ein Gefühl für den Raum und das Zusammenspiel bekommen. Es ist auch für mich neu, auch ich muss erst einen Weg finden. Dabei ist Geschick gefragt, nicht zu viel in zu kurzer Zeit belasten”, erklärte Kauczinski.

HSV, VfB und Co.: Restprogramm für Dynamo hat es in sich

Bis zum 22. Juni ist es für den 50-Jährigen die einzige Woche, in der er überhaupt intensiv trainieren kann. Denn bis dahin wartet auf Dynamo ein wahres Mammutprogramm mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus. Acht sind es in 22 Tagen, den Trainings-Rückstand aufzuholen ist quasi ausgeschlossen. “Da wird nicht viel trainiert, sondern regeneriert und analysiert. Für Training wird da wenig Zeit bleiben”, bestätigte Kauczinski.

Gelingt Dynamo erneut der Klassenerhalt, war es die wohl letzte Mission von Sportchef Ralf Minge. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der 59-Jährige keinen neuen Vertrag erhalten. Sein Arbeitspapier läuft Ende Juni aus, der Aufsichtsrat will ihn maximal noch bis Ende September halten – zur Einarbeitung des Nachfolgers. Die sportliche Rückwärtsentwicklung der vergangenen beiden Jahre kostet Minge wohl den Job.

Für die Mannschaft ist die aktuelle Situation auch psychologisch eine Herausforderung. Während die Konkurrenz punktete, war das Schlusslicht bisher zum Zuschauen verdammt. Zudem hat es das Restprogramm in sich. Mit dem VfB Stuttgart, Hamburger SV und Arminia Bielefeld warten die drei Aufstiegskandidaten, Hannover 96, Greuther Fürth und Holstein Kiel können ohne Sorgen aufspielen. Einzig mit dem SV Sandhausen und Wehen Wiesbaden trifft die Kauczinski-Elf auf direkte Konkurrenten im Abstiegskampf.

Für uns gilt es aber, nicht in eine Opferrolle zu fallen

“Im Moment fühlt es sich für uns nicht so an, dass es am Ende ein faires Ergebnis geben kann. Wir können auch im Aufstieg ein Zünglein an der Waage sein. Für uns gilt es aber, nicht in eine Opferrolle zu fallen. Ich fühle die Motivation bei den Spielern”, erklärte Kauczinski. Die Frage nach Gerechtigkeit stellt sich für ihn nicht. Der 50-Jährige weiß, dass er die Situation ohnehin nicht ändern, sondern nur annehmen und dadurch meistern kann. Dafür braucht es eine Jetzt-erst-Recht-Mentalität, die Dynamos Coach auch ausgemacht haben will.

Torwart Kevin Broll bestätigt das. “Wer glaubt denn noch an uns? Wir! Das muss unser Motto für die kommenden Wochen sein. Wir spielen aller drei Tage und können für den Verein Großartiges leisten. Das sollte Motivation genug sein, denn zusammen können wir unser Ziel erreichen”, wird der 23-Jährige auf der Vereinshomepage zitiert.

Bereits nach der katastrophalen Hinrunde schien das Schlusslicht mit sieben Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz quasi abgeschrieben. Doch nach der Winterpause rückte Dresden wieder heran, holte in sieben Spielen elf Punkte und war wieder in Schlagdistanz. Lediglich vier Zweitligisten holten mehr Punkte – ein Hoffnungsschimmer, wenn auch unter anderen Voraussetzungen.

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Dynamo startet 8-tätige Vorbereitung zum Neustart

Trainingslager in Dresdner Hotel

Am Montag bezieht Dynamo das vorgeschriebene einwöchige Quarantäne-Trainingslager in einem Dresdner Hotel. Neben den am Donnerstag vermeldeten positiv getesteten Spieler muss Kauczinski auch auf ein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs verzichten, aus dessen Umfeld eine sogenannte „Kontaktperson der Kategorie I“ positiv getestet wurde.

Zwar gebe es Bedenken, dennoch glaubt der 50-Jährige, dass alle mitziehen werden. „Wir haben junge Väter, Spieler die bald Vater werden. Dass die Bedenken haben, möglicherweise mit einem Infizierten zu trainieren, der nicht auffällig ist, ist das normalste der Welt“, erklärte Kauczinski.

kündigte einige Veränderungen und „Tricks“ an, um mit dem Zweitliga-Schlusslicht für die Herkulesaufgabe Klassenverbleib gewappnet zu sein. Der 50-Jährige will von Wettbewerbnachteil nichts wissen, nimmt diesen lieber kämpferisch und kündigte zum Abschluss der rund 50-minütigen virtuellen Pressekonferenz an: „Wir werden alles tun, um den Klassenerhalt zu schaffen. Wir jammern nicht und sehen uns nicht als Opfer. Wir werden aufstehen, auch wenn wir wieder hinfallen. Uns kriegt man nicht klein.“

Acht Tage hat Markus Kauczinski Zeit, um sein Team nach der 14-tägigen Quarantäne physisch und psychisch auf ein Mammutprogramm vorzubereiten.

Zwei Wochen konnten die Spieler von Dynamo Dresden nur zuschauen, am Samstag dürfen sie nach 14-tägiger häuslicher Quarantäne wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. „Man hat das Gefühl, wir hecheln etwas hinterher. Alle sind ins Rennen gestartet, nur wir nicht“, erklärte Trainer Markus Kauczinski am Freitag in einer virtuellen Pressekonferenz.
Das ist ein ganz schöner Ritt, man hat mehr Belastung als alle anderen. Im Moment überwiegt der körperliche Nachteil. Das bekomme ich nicht auf Knopfdruck hin, den Prozess kann man nicht verkürzen“, erklärte Kauczinski. „Der größte Hammer ist, bis dahin konkurrenzfähig zu sein. Vielleicht dauert es eine Woche länger und Stuttgart kann sich eventuell noch freuen.

Aufgrund zweier positiv auf das Coronavirus getesteter Spieler befanden sich in den vergangenen 14 Tagen der komplette Kader sowie das Trainer- und Betreuerteam in einer vom Dresdner Gesundheitsamt verordneten häuslichen Quarantäne. Nun bleiben Dresdens 50 Jahre altem Fußballerlehrer acht Tage, um den abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten physisch und psychisch auf ein Mammutprogramm vorzubereiten.

„Mehr Belastung als alle anderen“

Nach dem Restart am 31. Mai gegen den VfB Stuttgart wird am 3. Juni die Partie in Hannover nachgeholt, bevor es am 6. Juni zum SV Wehen Wiesbaden geht. Es folgen das Nachholspiel gegen Greuther Fürth am 9. Juni, ein Heimspiel gegen den Hamburger SV am 12. Juni und das Nachholspiel in Bielefeld am 15. Juni.

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Dynamo News

Auch Dynamo gegen Bielefeld Spiel verschoben

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat nach den Duellen mit Hannover 96 und Greuther Fürth auch ein drittes  Zweitliga-Spiel von Dynamo Dresden verlegt.

Das geht aus den Spielplänen hervor, die die DFL veröffentlichte.

Die Dynamo’s befinden sich derzeit wegen zweier positiver Tests auf das Coronavirus in einer zweiwöchigen Quarantäne. Nun soll auch das Gastspiel bei Tabellenführer Arminia Bielefeld anders als geplant erst im Juni stattfinden. Dresden wäre beim ursprünglich geplanten Spieltermin kommende Woche zwar nicht mehr in Quarantäne gewesen, hätte aber nur eine extrem kurze Vorbereitungszeit gehabt.

Damit ergibt sich für den Zweitliga-Letzten ein echtes Mammutprogramm im Juni: Am 3. Juni (18:30 Uhr) wird die Partie in Hannover nachgeholt, bevor es am 6. Juni zum SV Wehen Wiesbaden geht. Es folgt das Nachholspiel gegen Greuther Fürth am 9. Juni (18:30 Uhr), ein Heimspiel gegen den Hamburger SV am 12. Juni und das Nachholspiel in Bielefeld am 15. Juni (20.30 Uhr). Weil direkt die nächste  Englische Woche anschließt, spielt Dresden innerhalb von 15 Tagen sechs Spiele.

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Dynamo-Partie in Bielefeld noch nicht terminiert

Nach Quarantäne: Dynamo’s Partie gegen Bielefeld noch nicht terminiert

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden erhält nach Beendigung der Quarantäne derweil womöglich noch etwas zusätzliche Vorbereitungszeit auf sein erstes Pflichtspiel. In den neuesten Ansetzungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist auch der Spieltermin für den 28. Spieltag noch nicht fixiert. Die Partien der Sachsen am 26. Spieltag (gegen Hannover 96) und am 27. Spieltag (gegen SpVgg Greuther Fürth) wurden abgesagt.

“Die zeitgenauen Terminierungen der beiden Partien wird die DFL zeitnah vornehmen”, hieß es einer Mitteilung des Ligaverbandes: “Über die mögliche Verlegung des Spiels zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und der SG Dynamo Dresden vom 28. Spieltag wird vor dem Hintergrund der aktuellen Quarantäne-Maßnahmen und mit Blick auf die Möglichkeit der Aufnahme des Mannschaftstrainings in der kommenden Woche entschieden.”

Ursprünglich hatte die Partie am 26. oder 27. Mai stattfinden sollen. Die DFL befindet sich in Gesprächen mit den Verantwortlichen von Dynamo, das zuletzt darum geworben hatte, nicht drei Tage nach dem Ende der Quarantäne wieder spielen zu müssen. Zwei Profis der Dresdner waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am 9. Mai begab sich das Team in Isolation.

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Die DFL-Beschlüsse zum Bundesliga-Restart

Kurz vor dem Neustart hat der deutsche Profifußball wichtige Beschlüsse für den Ablauf der weiteren Saison gefasst. Was bei einem Saisonabbruch passiert, ist aber weiter offen.

Die “Abbruch-Arbeiten” verschoben, eine Not-Konstruktion auf die Beine gestellt: Auch ohne Einigung im Streit über die Folgen eines möglichen Saisonabbruchs haben die Fußballbosse vor dem Neustart der Spielzeit weitreichende Entscheidungen getroffen. Die 36 Klubchefs verständigten sich am Donnerstag darauf, dass fünf Auswechslungen erlaubt sind, die Spielzeit über den 30. Juni hinaus dauern darf und Partien kurzfristig an einen andern Ort verlegt werden können. Das heikelste Thema für den Ablauf nach der Corona-Zwangspause wurde allerdings von der Agenda genommen – obwohl die Zeit drängt.

“Für den Fall, dass eine Fortführung des Spielbetriebs durch künftige Entwicklungen nicht mehr möglich sein sollte und die Saison vorzeitig abgebrochen werden muss, soll innerhalb der nächsten beiden Wochen eine Regelung hinsichtlich der sportlichen Wertung entwickelt werden”, hieß es in einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga (DFL), die im Gegensatz zu den vergangenen Wochen keine Pressekonferenz abhielt: “Nachdem hierüber am gestrigen Mittwoch im Rahmen von jeweiligen Teilversammlungen der Bundesliga und 2. Bundesliga eingehend gesprochen wurde, wurde das Thema in der DFL-Mitgliederversammlung nicht vertiefend erörtert.”

Schon vor den Beratungen am Donnerstag war klar geworden, dass der Profifußball offenbar zerstrittener ist als bisher bekannt. Nach Informationen des “kicker” hat sich ein Verein bei der Teilversammlung der 18 Bundesligisten sogar gegen die Fortsetzung der Spielzeit ausgesprochen. Laut der “Bild”-Zeitung war ein Klub (Fortuna Düsseldorf) gegen die Möglichkeit, im Notfall auch nach dem 30. Juni weiterzuspielen. Bei den Rheinländern enden am 30. Juni gleich 17 Verträge.

Unklarheit bei Abbruch bleibt bestehen

Mit der Geschlossenheit der Klubs ist es ohnehin vorbei. Es herrscht Streit bei der Frage, wie die Saison im Fall eines vorzeitigen Abbruchs gewertet werden soll. Vor allem die mögliche Regelung des Auf- und Abstiegs hat die Uneinigkeit der Bundesligisten zum Vorschein gebracht. Wie mehrere Medien berichten, votierten acht Vereine gegen den Antrag des DFL-Präsidiums, auch im Falle eines Saisonabbruchs “am Grundprinzip eines sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga und zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga unter Beibehaltung der Anzahl von jeweils 18 Klubs” festzuhalten.

Eigentlich hätte die finale Abstimmung über eine entsprechende Satzungsänderung am Donnerstag erfolgen sollen. Um eine Einigung zu erzielen, braucht es wohl einen modifizierten Antrag. Dabei ist die Zeit knapp. Schließlich erscheint ein Abbruch aus vielerlei Gründen jederzeit möglich.

Das Präsidium wollte mit seinem Antrag zur Beibehaltung des Abstiegs offenbar das Szenario verhindern, wonach gefährdete Klubs einen Saison-Abbruch provozieren könnten. Diese Überlegungen kamen bei den Abstiegskandidaten und ihren Unterstützern nicht gut an. So kritisierte Aufsichtsratsboss Marco Bode von Werder Bremen unter anderem den Zeitpunkt und die fehlende Sorgfalt des Antrags.

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Dynamo HG 11

Dynamo wehrt sich gegen Streik-Bericht der “Sport Bild”

Dynamo Dresden hat einen Medienbericht dementiert, wonach einige Profis aus Angst vor einer Ansteckung oder Weiterverbreitung des Coronavirus mit einem Streik gedroht hätten.

“Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden”, heißt es in einer vom Zweitliga-Team unterzeichneten Mitteilung.

Die “Sport Bild” hatte berichtet, dass mindestens sechs Spieler, darunter Familienväter, nicht mehr trainieren wollten, weil “die Lage in Dresden außer Kontrolle geraten war”.

Bei einem ersten Coronavirus-Test hatte es einen positiven Fall gegeben, bei der Folgeuntersuchung waren alle getesteten Personen negativ. Bei der dritten Testreihe wurden zwei Profis positiv getestet. Daraufhin ordnete das Dresdner Gesundheitsamt eine zweiwöchige Quarantäne für den kompletten Kader an.

“Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht”, heißt es in der Stellungnahme.

Und weiter: “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

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Ralf Minge

Dynamo’s Kader komplett in Quarantäne!

Wackelt nun der Restart der 2. Bundesliga?

Dynamo Dresden hat seinen gesamten Kader sowie Trainer- und Betreuerstab nach zwei weiteren positiven Coronafällen in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt. Das teilten die Sachsen am Samstag mit. Damit kann der Klub in den kommenden 14 Tagen nicht am Spielbetrieb in der 2. Liga teilnehmen, die in der kommenden Woche nach der zweimonatigen Corona-Unterbrechung wieder beginnen soll. Tabellenschlusslicht Dresden hätte am 17. Mai um 13:30 Uhr bei Hannover 96 spielen sollen.

“Dynamo Dresden hat die Deutsche Fußball Liga vorab darüber informiert. Wir werden zu Beginn der kommenden Woche das weitere Vorgehen mit Blick auf die Ansetzungen des Klubs festlegen”, erklärte ein DFL-Sprecher auf “SID”-Anfrage. Dresden ist der erste Klub aus den beiden Profiligen, der schon vor dem geplanten Restart am 16. Mai zu dieser drastischen Maßnahme greifen muss.

Die beiden neuen Coronafälle sind das Ergebnis der dritten Testreihe bei Dynamo.

Im Rahmen des ersten Durchgangs war das Virus bei einem Dresdner Profi nachgewiesen worden, dieser befindet sich seit dem 3. Mai in Quarantäne. Bei der zweiten Testreihe (4. Mai) gab es keinen positiven Fall. Die beiden nun betroffenen Spieler sind symptomfrei, Namen nannte der Klub nicht.

Zum Zeitpunkt der ersten Testung hatte das Team noch in Kleingruppen ohne Körperkontakt trainiert, seit vergangenem Donnerstag befindet sich Dynamo in Vorbereitung auf den Wiederbeginn aber im normalen Mannschaftstraining. Das zuständige Gesundheitsamt in Dresden bewertete den neuen Fall offenbar vor diesem Hintergrund anders als den positiven Test aus der ersten Runde und ordnete eine Quarantäne für das gesamte Team an.

“Wir haben in den zurückliegenden Wochen sowohl personell als auch logistisch einen enormen Aufwand betrieben, um alle vorgeschriebenen medizinischen und hygienischen Maßnahmen strikt umzusetzen”, sagte Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge, der Klub stehe nun im Austausch mit dem Gesundheitsamt und der DFL: “Fakt ist, dass wir in den kommenden 14 Tagen weder trainieren noch am Spielbetrieb teilnehmen können.”

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