Dynamo News

all-inkl.com Sponsor zahlt auch bei Saisonabbruch

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat große Rückendeckung von seinem Hauptsponsor erhalten

Das Internetunternehmen (all-inkl.com) wird auch im Falle eines Abbruchs der Saison seinen Vertrag für die aktuelle Spielzeit “in vollem Umfang” erfüllen. Das teilte Dynamo am Mittwoch mit.

“Im Dynamoland wird zusammengehalten, auch und erst recht wenn es drauf ankommt. Deshalb fordern wir als größter Sponsor des Vereins keine Zahlungen zurück, die wir vor der Saison versprochen haben. Wir stehen weiter zur SGD”, sagte der Eigentümer Rene Münnich.

Spieler, Trainerstab und Geschäftsführung des Zweitligisten hatten zuletzt bereits mitgeteilt, auf insgesamt mehr als 300.000 Euro Gehalt zu verzichten. “Wir sind sehr dankbar dafür, dass unser Hauptsponsor in dieser schwierigen Situation ein so starkes Zeichen setzt”, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

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DFB mit düsterer Prognose durch Corona

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erwartet durch die Coronakrise erhebliche finanzielle Einbußen. “Wir haben ein erstes Zahlenmodell entwickelt: Im schlechtesten Fall müssen wir mit einem Verlust von mehr als 50 Millionen Euro rechnen”, sagte Schatzmeister Stephan Osnabrügge auf der Verbandshomepage am Freitag.

“Man mag sagen, macht ja nichts, der Verband ist ja reich”, sagte Osnabrügge. Das allerdings treffe es nicht, weil der DFB “von oben nach unten finanziert. Nicht wir leben von Mitgliedsbeiträgen, sondern wir unterstützen das System des gemeinnützigen Fußballs. Kann der DFB nicht mehr zahlen, schlägt dies unmittelbar auf unsere Mitgliedsverbände durch und trifft dort die Sportschulen, die Menschen, die den Amateurspielbetrieb organisieren, viele Tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.”

Direkte Hilfsmaßnahmen für die 25.000 Vereine gestalteten sich schwierig. “Der Fußball muss – so schwer das auch fallen mag – in der Erwartungshaltung realistisch bleiben”, betonte Osnabrügge. “Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht.”

Der DFB darf seinen Mitgliedsverbänden helfen, was er auch tut, und kümmert sich als Träger der 3. Liga, der Frauen-Bundesliga und der Junioren-Bundesligen um “gezielte Maßnahmen, um die Liquidität der Klubs unserer Spielklassen aufrecht zu erhalten”.

Zuschüsse jedoch seien steuerrechtlich nicht erlaubt, für eine Kreditvergabe wäre eine Banklizenz vonnöten. “Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch”, sagte Osnabrügge. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine sei nicht möglich – auch wirtschaftlich nicht: “Wir haben 25.000 Vereine in Deutschland. Würde man jedem Verein 3000 Euro Unterstützung in der Krise geben, wären die Rücklagen des DFB aufgebraucht.”

Osnabrügge rät den Vereinen, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem erwarte er von denen, “die das Glück haben, in normalen Zeiten viel Geld mit dem Fußball verdienen zu dürfen, einen klaren Solidaritätsbeitrag mit ihren Arbeitgebern”.

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Corona Virus-Spielbetrieb eingestellt

Corona-Pandemie, wie geht es weiter im Fußball?

Die Sportwelt steht still.

Nachdem auch die DFL als einer der letzten großen Sportverbände den Spielbetrieb am Freitag einstellte, steht vor allem eine Frage im Raum: Wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

  • Was macht die Bundesliga?

Die Bundesliga und die 2. Liga wollten den 26. Spieltag an diesem Wochenende durchziehen und danach eine Pause bis zum 2. April einlegen. Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus entschied sich die DFL aber am Freitagnachmittag, auch den 26. Spieltag zu verschieben.

Bereits abgesagt war da das Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen am Montag (Entscheidung der Bremer Behörden) und die Partie in der 2. Liga von Hannover 96 gegen Dynamo Dresden am Sonntag (Hannover in Quarantäne). Der 1. FC Nürnberg (Abwehrspieler Fabian Nürnberger infiziert) ist seit Freitag ebenso wie Hannover 96 (zwei Spieler) unter Quarantäne.

  • Wie soll es weitergehen?

In der Länderspielpause (ab 23. März) wollen die DFL und die 36 Klubs beraten, wie es weitergehen soll. “Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Klubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte”, teilte die DFL mit.

“Es steht ein größerer dreistelliger Millionenbetrag für die 1. und 2. Liga im Feuer”, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge über die TV-Gelder für die Klubs.

  • Ist eine Fortsetzung realistisch?

Nach dem derzeitigen Stand scheint eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach dem 2. April eher nicht möglich. Bei den Mannschaften und in deren Umfeld werden sich Fälle von Coronavirus-Infizierten wohl weiter häufen. Bei einer sich abzeichnenden Absage und Verschiebung der EURO 2020 (ab 12. Juni) sei es allerdings “möglich, dass der Juni für die Ligen oder die Champions League zur Verfügung gestellt werden muss”, sagte Rummenigge.

  • Wie könnte es weitergehen?

Mehrere Möglichkeiten sind denkbar. Erstens: Die Saison beenden und annullieren – kein Meister, keine Auf- und Absteiger. Zweitens: Die Saison zu Ende spielen, sobald dies möglich ist – Voraussetzung wäre allerdings eine Absage/Verschiebung der EM-Endrunde im Sommer (s.o.). Drittens: Die Saison mit dem aktuellen Tabellenstand beenden: Bayern München wäre Meister, Werder Bremen und der SC Paderborn müssten absteigen, Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart stiegen auf – es gäbe keine Relegation.

  • Was passiert bei der EURO 2020?

Das Endturnier wird wohl auf 2021 verschoben werden müssen. Endgültig besprechen wollen es die UEFA sowie Vertreter der Verbände, Ligen und Spieler am Dienstag. Fraglich ist jedoch schon die Austragung der Playoffs am 26. und 31. März – immer mehr der 16 beteiligten Mannschaften sind von den Auswirkungen des Virus betroffen. “Es ist möglicherweise notwendig, dass die EURO aus gesundheitlichen Gründen und der Sorgfaltspflicht verschoben wird”, sagte Rummenigge.

  • Können Champions und Europa League beendet werden?

Alle Spiele in der kommenden Woche sind zunächst abgesagt – auch das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern gegen den FC Chelsea (Mannschaft unter Quarantäne).

Eine vollständige Absage beider Wettbewerbe scheint nicht mehr zu verhindern, dies beträfe in der Europa League Eintracht Frankfurt, VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen. Zahlreiche Mannschaften (u.a. Real Madrid, Juventus Turin) stehen mittlerweile unter Quarantäne, die Ligen in England, Spanien, Italien und Frankreich haben den Spielbetrieb bereits vorläufig eingestellt.

  • Was passiert mit den geplanten deutschen Länderspielen?

Bayern-Chef Rummenigge forderte die Absage der Spiele der Nationalmannschaft in Spanien (Madrid) am 26. März und in Nürnberg gegen Italien am 31. März. “Ich gehe davon aus, dass die Spiele auf Basis der heutigen Faktenlage nicht stattfinden können”, wurde DFB-Präsident Fritz Keller kurz darauf in einer Stellungnahme des Verbandes zitiert.

  • Was passiert mit Olympia?

IOC-Präsident Thomas Bach sagte am Donnerstag: “Wir arbeiten mit vollem Engagement auf den Erfolg der Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier am 24. Juli hin. Das sind viereinhalb Monate und wir werden die Zeit entsprechend nutzen, um die Spiele zum Erfolg zu führen.” In den ARD-Tagesthemen ergänzte er auf Nachfrage: “Wir werden dem Rat der Weltgesundheitsorganisation folgen.”

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Corona Virus-Spielbetrieb eingestellt

DFL sagt Bundesligaspieltag für 1. und 2. Liga ab

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) stellt den Spielbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie vorerst ein

Die Maßnahme gilt auch für den kompletten 26. Spieltag der 1. und 2. Liga, der am Freitag beginnen sollte. Dies teilte die DFL am Freitag mit. “Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Profiklubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen”, hieß es in der Mitteilung.

Die Entscheidung hat eine historische Dimension: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg (1944/45) ist der Ligabetrieb unterbrochen. Betroffen sind allerdings in der Bundesliga zunächst nur der 26. und 27. Spieltag (20. bis 22. März).

Am Freitagvormittag hatte das DFL-Präsidium nach einer Sondersitzung noch vorgeschlagen, wegen der Corona-Pandemie erst ab dem kommenden Dienstag bis einschließlich 2. April auszusetzen. Dieses Vorhaben sollte von den 36 Profiklubs bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag in Frankfurt/Main abgenickt werden. Der Plan hatte für harsche Kritik gesorgt.

Die Erklärung der DFL im Wortlaut:

Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen. Darüber hinaus empfiehlt das Gremium, wie geplant, der am kommenden Montag tagenden Mitgliederversammlung der Proficlubs, die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 2. April – also inklusive der Länderspiel-Pause – fortzusetzen.

Hintergrund ist unter anderem, dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus im Umfeld mehrerer Clubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind. Zuvor wurde in der 2. Bundesliga nach der Profimannschaft von Hannover 96 auch für die gesamte Mannschaft des 1. FC Nürnberg durch die örtliche Gesundheitsbehörde häusliche Quarantäne verordnet.

Unverändert soll in der Länderspiel-Pause zwischen allen Clubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen befunden werden. Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte.

Schon am Montag hatte das DFL-Präsidium erklärt, dass falls es zur Verschiebung von Spielen kommen sollte, dies nach Ansicht des DFL-Präsidiums nur in Bezug auf ganze Spieltage en bloc erfolgen solle. Dies war auf Basis der aktuellen Informationslage nicht mehr gewährleistet.

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Dynamo gegen Aue

Dynamo gewinnt Sachsenderby mit 2:1 gegen Aue

Dynamo Dresden schöpft wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Mit einem Heimsieg im 94. Sachsenduell am 25. Spieltag gegen Erzgebirge Aue hat Dynamo die Konkurrenz wieder in Reichweite.

Der achtmalige DDR-Meister gewann das 94. Sachsen-Derby nach zwei Treffern von Patrick Schmidt gegen Erzgebirge Aue mit 2:1 (1:1) (44., 59. Minute) und schloss in der Tabelle mit 24 Punkten zum Vorletzten Karlsruher SC auf.

In der Nachspielzeit (90.+2) sah Aues Calogero Rizzuto die Gelb-Rote Karte.

Erzgebirge Aue hingegen hat die Spitzengruppe der 2. Liga vorerst aus den Augen verloren. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schubert blieb nach der neunten Saisonniederlage bei 34 Punkten und verlor im Mittelfeld der Liga an Boden.

Dynamo-Trainer Markus Kauczinski veränderte seine zuletzt mit 2:1 bei Jahn Regensburg siegreiche Startelf nur auf einer Position: Für den von einem Infekt geplagten René Klingenburg begann Ondrej Petrak im zentralen defensiven Mittelfeld. Gästecoach Dirk Schuster setzte auf die Anfangsformation von der 3:0-Gala aus der Vorwoche gegen den Hamburger SV. Somit waren auch die Ex-Dresdner Sören Gonther und Pascal Testroet bei den Erzgebirgern mit von der Partie.

Unter den Augen von Dynamos früherem Stürmerstar Ulf Kirsten, dem zu Schalke gewechselten Ex-SGD-Keeper Markus Schubert sowie den beiden sächsischen Trainerlegenden Gerd Schädlich und Christoph Franke und vor 30.753 Zuschauern im ausverkauften Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion brachte Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt (7.) die Gäste mit seinem achten Saisontor in Führung. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hatte zunächst auf Abseits entschieden, wurde aber durch den Videoassistenten korrigiert. Zuvor gab es schon mit der ersten Aktion der Veilchen die erste Chance, Marko Mihojevic trifft nach einer Freistoßflanke von außen per Kopf nur den Pfosten (2.). Das frühe 0:1 (6.) war aus Dresdner Sicht ein denkbar schlechter Start. Die SGD antwortete aber prompt. In Donyohs Hereingabe grätschte der lange Simon Makienok und zwang Martin Männel damit aus kürzester Distanz zu einer Glanzparade (10.). Mit einer blitzschnellen Fußabwehr klärte der Gästekapitän die Situation und fing wenig später auch Donyohs zweiten Ball ab. Dynamo strampelte sich erst gegen Ende des ersten Durchgangs frei. Nach einem Ballgewinn ging Godsway Donyoh über die linke Seite nach vorne. Den Querpass nach innen verwertete Schmidt zum 1:1-Ausgleich (44.). Danach hatten die Dresdner durch Simon Makienok sogar noch vor dem Pausenpfiff zwei Möglichkeiten, die Partie zu drehen.

Patrick Schmidt mit Traumtor zur Dresdner Führung

Anfang der zweiten Halbzeit übernahm Dynamo Dresden dann endgültig das Kommando auf dem Platz. Die erste ernsthafte Chance hatte aber Aues Calogero Rizzuto (51.), dessen Schuss Broll aber hielt. Im direkten Gegenzug hätte Dynamo dann fast getroffen. Nach Husbauers Flanke bekam Mihojevic den langen Dänen Makienok nicht in den Griff. Bei dessen sehenswertem Abschluss mit der Hacke musste sich Männel mächtig strecken (52.). Nach zwei guten Einschussmöglichkeiten sorgte Patrick Schmidt mit einem Traumtor für die verdiente Führung. Nach einer Hereingabe von links nahm er den Ball im Strafraum mit dem Rücken zum Tor an und traf per Fallrückzieher aus elf Metern zum 2:1 (59.). Spiel gedreht!

Aue kam erst in der Schlussphase wieder ein bisschen besser, aber Dynamo verteidigte die Führung. In einer hektischen Nachspielzeit sah Aue’s Calogero Rizzuto nach einem Gerangel noch die Gelb-Rote Karte (90.+2).

Dynamo ist durch den Sieg nun punktgleich mit dem Tabellenvorletzten Karlsruher SC, hat einen Zähler Rückstand auf Wehen Wiesbaden auf dem Relegationsplatz – und nur noch vier Zähler sind es zum rettenden Ufer, dem Tabellenplatz 15, den aktuell der VfL Bochum inne hat.

Am Sonntag (15.03.20) geht es für Dynamo im Abstiegskampf bei Hannover 96 weiter. Erzgebirge Aue empfängt einen Tag zuvor den SV Sandhausen.

alles zum Spiel

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DFB Pokal Spiel

Halbfinale im DFB-Pokal-Gegner stehen fest

SGE löst Halbfinal-Ticket

Eintracht Frankfurt steht als letzter Halbfinal-Club zum dritten Mal in den vergangenen vier Anläufen im Halbfinale. André Silva (45.+6) verwandelte den regelkonformen Strafstoß, den Schiedsrichter Felix Zwayer aber erst nach extrem ausführlicher Ansicht der Videobilder gegeben hatte. Zudem traf Daichi Kamada (60.).

Leverkusen dreht das Spiel nach Union-Platzverweis

Bayer Leverkusen darf weiter vom ersten DFB-Pokalsieg seit 27 Jahren träumen.

Das Team von Trainer Peter Bosz bezwang Union Berlin im Viertelfinale dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient mit 3:1 (0:1) und steht zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren in der Runde der letzten Vier.

Joker Karim Bellarabi (72.), Charles Aránguiz (86.) und Moussa Diaby (90.+1) sorgten für den fünften Sieg im fünften Duell mit den Eisernen, Marcus Ingvartsen (39.) hatte die Köpenicker vor der Pause in Führung gebracht. Unions Christopher Lenz (71.) sah vor den beiden Gegentreffern wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Saarbrücken feiert “größte Sensation seit Christi Geburt”

Vereins-Ikone Dieter Ferner verzog sich in eine zumindest halbwegs ruhige Ecke, blickte ungläubig durch das in den Grundfesten wackelnde Völklinger Stadion und rieb sich immer wieder Tränen aus den Augen.

“Das ist die größte Sensation seit Christi Geburt”, sagte der frühere Bundesliga-Torhüter, zweimalige Chef-Trainer und aktuelle Vize-Präsident des 1. FC Saarbrücken der “Deutschen Presse-Agentur”. Dann stürzte sich auch der 71-Jährige in eine der größten Fußball-Partys, die das Saarland je erlebt hat.

Bis weit in den Mittwochmorgen hinein feierte der Regionalligist seinen historischen Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. “Das hier ist einfach geiler Scheiß”, sagte Trainer Lukas Kwasniok: “Ich habe weinende Erwachsene gesehen, die schon schwere OPs über sich ergehen lassen mussten und viele Schlachten geschlagen haben.”

Durch das 7:6 in einem Elfmeterkrimi mit 20 Schüssen gegen den Bundesligisten Fortuna Düsseldorf erreichte der FCS als erster Viertliga-Klub die Vorschlussrunde. Und nun hofft das Saarland auf den ganz großen Coup.

Schalke verliert gegen die Bayern

Der FC Bayern München steht nach einem glanzlosen 1:0-Sieg auf Schalke erneut im Halbfinale des DFB-Pokals! Ein Kimmich-Treffer aus Durchgang eins reicht dem Titelverteidiger, um tapfere Knappen letztlich in die Knie zu zwingen. S04 hielt auch nach der Pause gut dagegen und kam durchaus zu Chancen. Die beste vergab der gerade eingewechselte Benito Raman frei vor Manuel Neuer. Ansonsten verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und machten den Bayern immer wieder das Leben schwer.

Die Gäste verpassten es, mit ihren wenigen guten Chancen den Sack zuzumachen und mussten so am Ende sogar noch ein wenig zittern. Letztlich geht der Sieg aber völlig in Ordnung und die Bayern bleiben das Team der Stunde. Schalke hat sich gut verkauft, bleibt aber unter dem Strich schon wieder ohne Tor und ohne Sieg.

Schult lost DFB-Pokal-Halbfinale aus

Nationaltorhüterin Almuth Schult ist am kommenden Sonntag ab 18 Uhr als Losfee in der “ARD”-Sportschau im Einsatz und wird die Begegnungen im Halbfinale des DFB-Pokals auslosen.

Als Ziehungsleiter fungiert DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. Die Auslosung, die traditionell im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund stattfindet, moderiert Julia Scharf.

Regionalligist 1. FC Saarbrücken, der Fortuna Düsseldorf am Dienstag im Elfmeterschießen (7:6) aus dem Wettbewerb warf, hat in der Vorschlussrunde auf jeden Fall Heimrecht.

Die Halbfinalspiele werden am 21. und 22. April ausgetragen. Das Finale ist für den 23. Mai 2020 im Olympiastadion Berlin terminiert.

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