Pellegrino Matarazzo

Pellegrino Matarazzo neuer VfB-Stuttgart-Trainer

Der neue Trainer des VfB Stuttgart heißt Pellegrino Matarazzo. Aufgewachsen in den USA, hat der Fußballlehrer bereits ein aufregendes Leben hinter sich.

Pellegrino Matarazzo ist ein Mann mit vielen Facetten. Der 42-Jährige wurde am 28. November 1977 als Sohn italienischer Einwanderer in Wayne im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Sein Vater stammt aus der Nähe von Avellino, die Mutter aus einem Dorf bei Salerno. Aufgewachsen ist “Rino”, wie er genannt wird, in der Kleinstadt Paterson: “Von einem kleinen Hügel aus waren die Hochhäuser von Manhattan zu sehen”, erinnerte sich Matarazzo vor einigen Jahren bei achtzehn99.de, der Online-Seite der TSG Hoffenheim, an seine Jugendzeit und seinen Heimatort in den USA.

Matarazzo lebte jahrelang mitten in New York

Der neue VfB-Trainer besitzt sowohl den italienischen als auch den amerikanischen Pass, wuchs in eher einfachen Verhältnissen auf und probierte sich zunächst in US-typischen Sportarten aus, ehe er mit zwölf Jahren beim Fußball landete. Sein Vater, ein heißer Fan des SSC Neapel, hatte ihn mit dem Calcio-Virus infiziert: “Es war die Zeit, als Diego Maradona für Napoli spielte, wir waren auch in einem Napoli-Fanclub in Paterson”, so Matarazzo. Nach der High School studierte er an der Columbia University direkt am Broadway angewandte Mathematik. Vier Jahre lebte Pellegrino Matarazzo also mitten in der Millionen-Metropole von New York City, für ihn “eine unbeschreibliche Erfahrung”. Fußball spielte der beinharte und laufstarke Mittelfeldmann damals für die Columbia Lions, vor rund 500 Zuschauern in einem kleinen Stadion mitten in der Bronx.

Vor 19 Jahren kam “Rino” nach Deutschland

Statt Einstieg ins Geschäftsleben, träumte Pellegrino in den USA seinen Fußballtraum und landete nach einem Probetraining bei einem italienischen Zweitligisten schließlich im Jahr 2000 in Deutschland, im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach. Ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Pellegrino Matarazzo aber trotzte den Hindernissen und ging stetig seinen Weg, landete schließlich beim Regionalligisten SV Wehen. Nach den Stationen Münster und Wattenscheid wechselte der Italo-Amerikaner schließlich zum 1.FC Nürnberg, wo er zu einer Art “spielender Co-Trainer” der zweiten Mannschaft in der Regionalliga wurde.

Als sich die Wege mit Julian Nagelsmann kreuzten

Im Frankenland fand Pellegrino Matarazzo nicht nur fußballerisch, sondern auch persönlich eine neue Heimat, dort wurde auch sein Sohn Leopoldo geboren. Matarazzo arbeitete viele Jahre im Nürnberger Nachwuchsbereich, betreute die B- und die A-Junioren. Im Sommer 2015 startete er schließlich in Köln die Ausbildung zum Fußballlehrer und traf dabei auf einen für seinen weiteren Werdegang ganz entscheidenden Mann: Er lernte Julian Nagelsmann kennen und schätzen, mit dem er sich während de Lehrgangs auch das Zimmer teilte. Die beiden “Trainer-Lehrlinge” wurden Freunde, später wechselte der Mitbewohner als Jugendcoach in Nagelsmanns Revier nach Hoffenheim.

Seit 2018 Assistenztrainer in Hoffenheim in der Bundesliga

2018 wurde Pellegrino Matarazzo als Nachfolger von Alfred Schreuder zum Assistenztrainer der Bundesligamannschaft befördert. Ein Job, den der großgewachsene Mann (1,98m) bis zuletzt auch unter dem zurückgekehrten Alfred Schreuder ausübte. Matarazzo war bei der TSG eine Art Schnittstelle zwischen Jugend- und Profibereich, förderte individuell die Talente im Kraichgau.

Jetzt also der nächste Schritt des “Pilgers”, wie Pellegrino übersetzt heißt. Er wird Cheftrainer beim VfB Stuttgart. Eine weitere Facette im bewegten Leben des Pellegrino Matarazzo.

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Dynamo HG 1

Dynamo verliert Krisenduell gegen Nürnberg mit 2:0

Der “Club” gewinnt verdient gegen harmlose Dynamo

… und kann endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Im Abstiegskampf verschaffen sich die Franken damit etwas Luft – doch für Dynamo wird es nun ganz eng.

Jens Keller konnte beim 2:0 (1:0) am Freitagabend dank des zweifachen Torschützen Robin Hack (33./53. Minute) den ersehnten ersten Sieg als FCN-Coach bejubeln. Trainer-Kollege Markus Kauczinski verlor dagegen auch sein zweites Spiel als Trainer von Dynamo Dresden, die nach 18 Partien mit nur 13 Punkten als Tabellenletzter in die Winterpause gehen.

Schon vor dem Spiel kam es zur ersten kuriosen Geschichte des Abends: Nach Anweisung des Schiedsrichters Dr. M. Jöllenbeck, ist es Dynamo Dresden Torwart Kevin Broll nicht gestattet in seinem normalen Torwarttrikot aufzulaufen. Laut dem Unparteiischen sei das Trikot bei Nässe dem Heimtrikot des FCN zu ähnlich. Dies teilte der Verein auf twitter mit. Doch die Dresdner wissen sich zu helfen und bastelten aus dem Trikot des Stürmerkollegen Moussa Koné ein Ersatztrikot.

Der „Club“ war bei seinem ersten Sieg seit dem 30. September das zielstrebigere Team und erarbeitete sich auch ein Chancenplus. Den besseren Start in dieses Krisenduell erwischte dann Nürnberg, doch bei der ersten guten Möglichkeit durch Fabian Schleusener war Broll zur Stelle (23.). Zehn Minuten später war dann auch er machtlos: Nürnbergs Kapitän Hanno Behrens flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Hack am langen Pfosten zum Schuss kam. Der U21-Nationalspieler traf den Ball gar nicht voll und erzielte trotzdem die Führung.

Hack legt noch einen nach

Dresdens beste Chance hatte Moussa Koné in der 49. Minute, als er nach einem Konter frei vor Nürnbergs Torhüter Felix Dornebusch auftauchte. Der Schuss von Koné war wuchtig, aber nicht platziert genug, sodass Dornebusch den Ball um den Pfosten lenken konnte (49.).

Wie man es besser macht, zeigte nur vier Minuten später Nürnbergs Hack. Erneut liefert Behrens die Vorlage, als er den Ball gefühlvoll in den Strafraum hob. Hack brachte den Ball mit dem Oberschenkel unter Kontrolle und traf dann mit einem sehenswerten Volleyschuss zum 2:0.

Mit drei Punkten im Gepäck verließ Nürnberg die Abstiegsplätze und nimmt jetzt den 15. Tabellenplatz ein. Vier Siege, sieben Remis und sieben Niederlagen hat der FCN momentan auf dem Konto. Nach neun sieglosen Spielen ist der 1. FC Nürnberg wieder in der Erfolgsspur. Dresden holte auswärts bisher nur zwei Zähler. Die Gäste belegen mit 13 Punkten einen direkten Abstiegsplatz. Dynamo musste schon 34 Gegentreffer hinnehmen. Nur zwei Mannschaften kassierten mehr Tore. Nun musste sich die SG Dynamo Dresden schon elfmal in dieser Spielzeit geschlagen geben. Die drei Siege und vier Unentschieden auf der Habenseite zeigen, dass die Aussichten nicht besonders beruhigend sind. Vor fünf Spielen bejubelte Dresden zuletzt einen Sieg.

Das sagten die Trainer

Markus Kauczinski (Dresden): “Ich habe gewusst, dass es schwer wird, bin kein Träumer. Da weiß man, dass es hart werden kann. Mir war wichtig, dass die Mannschaft alles versucht. Das hat sie in der zweiten Halbzeit getan. In der ersten Halbzeit war die Körpersprache nicht gut genug, aber dann haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können.”

Jens Keller (Nürnberg): “War enorm wichtig für die Mannschaft, dass wir mit einem positiven Gefühl in den Urlaub gehen. Heute haben wir es über die Zeit gekriegt.

Kevin Broll (Torwart Dresden): “Jede Niederlage tut nicht gut, gerade in der Situation. Ist einfach ein Scheiß-Gefühl. Eine Erklärung dafür sollen andere machen, ich bin nur dafür da, die Kiste sauber zu halten.”

Nach der Winterpause geht es für Dynamo Dresden am Mittwoch (29. Januar 2020) mit einem Heimspiel gegen den Karlsruher SC weiter. Der 1. FC Nürnberg spielt einen Tag später beim Hamburger SV.

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News Hintergrund

Dynamo vor Nürnberg-Spiel mit mehreren Krankmeldungen

Es drohen alle Stürmer auszufallen

Dynamo Dresden könnte nach der Pleite gegen den VfL Osnabrück wahrlich bessere Nachrichten vertragen für das Spiel gegen Nürnberg am Freitag.

Moussa Koné, Luka Stor und René Klingenburg haben sich einen Infekt eingehandelt, könnten also ausfallen.

Alexander Jeremejeff fehlt zudem ebenso verletzt wie Patrick Möschl und Marco Hartmann, so der Verein in einer Mitteilung. Der Angriff ist damit die größte Baustelle für unseren Trainer Markus Kauczinski.

Ohne Mittelstürmer muss die SGD womöglich nach Nürnberg reisen.

U 19 Ersatz gegen Nürnberg?

Den U19-Spielern Ransford-Yeboah Königsdörffer und Simon Gollnack, die wie ihre Teamkollegen Bastian Schrewe und Maximilian Großer am Training der Profis teilnehmen, winkt sogar ein Einsatz.

Königsdorffer erzielte in der A-Junioren Bundesliga zehn Tore in 14 Spielen, Gollnack sogar elf. Wo das Tor steht, wissen die beiden Youngster also zumindest.

Markus Kauczinski hatte zumindest am Sonntag schon eine Idee, die nicht jedem Profi schmecken wird: “Wir müssen einen anderen Weg gehen, uns anders aufstellen. Wir müssen die finden, und wenn es nicht die besten Fußballer sind, die zumindest dem Gegner wehtun können.”

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Osnabrueck-dynamo

VfL Osnabrück schlägt Dynamo Dresden klar mit 3:0

Beim VfL Osnabrück gab es für Dynamo Dresden nichts zu holen

Das Schlusslicht verlor das Spiel mit 0:3. Die Überraschung blieb aus: Gegen den VfL kassierte Dynamo eine deutliche Niederlage.

Dynamo Dresden befindet sich auch unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski weiter auf Talfahrt. Die Sachsen verloren zum Hinrundenabschluss beim VfL Osnabrück mit 0:3 (0:1) und bleiben damit Tabellenletzter.

Vor 15.352 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke erzielten Moritz Heyer (41. Minute), Niklas Schmidt (54.) und Bashkim Ajdini (78.) die Treffer für die Osnabrücker, die weiter für Furore sorgen.

Kurz vor der Pause traf Moritz Heyer nach Vorarbeit von Bryan Henning für den VfL Osnabrück (41.) Zur Halbzeit nahm Markus Kauczinski einen Wechsel vor. Luka Stor ging fortan für Alexander Jeremejeff auf Torejagd. Im ersten Durchgang hatte Osnabrück etwas mehr Zug zum Tor und ging mit einem knappen Vorsprung in die Kabine. Der Treffer von Niklas Schmidt aus der 54. Minute bedeutete fortan eine deutliche Führung zugunsten des Gastgebers. Ab der 70. Minute bereicherte der für Henning eingewechselte Marcos Álvarez die Elf von Coach Daniel Thioune im Vorwärtsgang. Bashkim Ajdini überwand den gegnerischen Schlussmann zum 3:0 für den VfL (78.). Am Ende behielt der VfL Osnabrück gegen die SG Dynamo Dresden die Oberhand.

Für die Niedersachsen war es das achte Spiel ohne Niederlage in Serie und der dritte Sieg nacheinander. Das Team von Trainer Daniel Thioune ist damit bereits Tabellenfünfter.

Dresden konnte nur in der ersten halben Stunde mithalten, war vor allem nach dem Seitenwechsel aber völlig chancenlos.

Dresden holte auswärts bisher nur zwei Zähler. Um den Klassenerhalt zu realisieren, muss der Gast in der Rückrunde zwingend Boden gutmachen. Insbesondere an vorderster Front liegt bei Dynamo das Problem. Erst 17 Treffer markierte die SG Dynamo Dresden – kein Team der 2. Bundesliga ist schlechter. Nun musste sich Dresden schon zehnmal in dieser Spielzeit geschlagen geben. Die drei Siege und vier Unentschieden auf der Habenseite zeigen, dass die Aussichten nicht besonders beruhigend sind.

Der VfL tritt kommenden Sonntag, um 13:30 Uhr, beim 1. FC Heidenheim an. Bereits zwei Tage vorher reist die SG Dynamo Dresden zum 1. FC Nürnberg.

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Dynamo Hintergrund 5

Erstes Spiel mit neuem Trainer in Osnabrück

Dynamo ist am Sonntag 13:30 zu Gast beim VfL Osnabrück

Drei Siege und drei Remis stehen für Markus Kauczinski auf der Habenseite, auch ein gutes Omen für Dynamo?

Ich habe auch schon Auftaktspiele verloren, aber mehr gewonnen“, sagte Markus Kauczinski bei seiner Vorstellung am Dienstag. Stimmt nicht! Der 49-Jährige hat bisher keine seiner sechs Premieren-Partien in den Sand gesetzt.

Dreimal sprang er als Interimstrainer beim Karlsruher SC ein: Am 24. August kam er für Edmund Becker, gewann bei 1860 München 3:1. Am 8. November 2010 für Markus Schupp, holte in Osnabrück 0:0 – ein Ergebnis, mit dem morgen viele Dynamo-Fans leben könnten.

Ein Jahr später, am 4. November 2011, gewann Kauczinski mit Karlsruhe 3:2 gegen Ingolstadt. Da hatte er Rainer Scharinger abgelöst, der nach einem 1:5 in Dresden geschasst worden war.

Im März 2012 machte Kauczinski seinen Fußball-Lehrer, ersetzte Jörn Andersen beim KSC als Cheftrainer und siegte am 1. April 2012 mit 2:0 gegen Union Berlin.

Am Ende der Saison wurde das Team 16., verlor in der Relegation gegen Regensburg – Abstieg. Zwölf Monte später war der KSC aber zurück in der 2. Liga.

Im Juni 2014 verließ Kauczinski nach über vier Jahren den Verein, ging in die Bundesliga zum FC Ingolstadt – als Nachfolger von Ralph Hasenhüttl, der zu RB Leipzig wechselte. Sein Debüt beim HSV endete 1:1. Im Oktober war Schluss in Ingolstadt.

Über ein Jahr später wurde Kauczinski Trainer bei St. Pauli, folgte auf Olaf Janßen und holte gegen Duisburg ein 2:2. Morgen nun kommt seine Dynamo-Premiere in Osnabrück.
Ich werde nicht über die Vergangenheit reden und alte Fehler rausholen. Wir haben lieber geguckt, was wir richtig machen können und das machen wir jetzt“, sagte der 49 Jahre alte Trainer des Fußball-Zweitligisten am Freitag.
Dresden hat sieben der letzten neun Partien verloren, steht am Tabellenende der 2. Liga. Gegner Osnabrück ist dagegen seit sieben Liga-Partien ungeschlagen. “Es wartet auf uns ein heißer Gegner, der mit hoher Intensität agiert und das Spiel immer stressig hält. Aber wir haben uns Dinge zurechtgelegt, um dort zu bestehen“, erklärte Kauczinski.

Knipser Alvarez droht auszufallen

Dass die Schwarz-Gelben mit neuem Trainer anrücken, passt dem Coach des VfL Osnabrück nicht so richtig in den Kram. “Das macht die Vorbereitung schwerer“, so Thioune. “Es ist das erste Mal für mich, dass ein Trainer direkt vor dem Spiel gegen uns gewechselt wird. Wir müssen uns umso mehr auf uns konzentrieren.

Bester Knipser bei Osnabrück ist bisher Marcos Alvarez, der auch schon bei Dynamo erfolglos sein Glück versucht hatte, er erzielte in 15 Spielen bisher acht Tore. Und der droht auszufallen. Aus “privaten Gründen“ konnte er nur eingeschränkt trainieren.

 

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Spieler Neuverpflichtung

Trainersuche beendet: Kauczinski übernimmt bei Dynamo

Dynamo Dresden hat eine Woche nach der Trennung von Cristian Fiel einen neuen Trainer gefunden. Der Zweitligist gab die Verpflichtung von Markus Kauczinski bekannt. Der 49 Jahre alte Fußball-Lehrer unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

“Markus Kauczinski hat sofort seine Bereitschaft signalisiert, uns als erfahrener Trainer in dieser herausfordernden Situation zu helfen. Er kennt die 2. Bundesliga, steckt absolut im Thema und hat bereits mehrfach nachgewiesen, dass er auch in schwierigen Situationen etwas bewegen kann”, sagte Sportgeschäftsführer Ralf Minge in einer Vereinsmitteilung.

Kauczinski wird am Mittwoch beim Zweitliga-Schlusslicht seine erste Einheit in Vorbereitung auf die Auswärtspartie beim VfL Osnabrück leiten.

Zuletzt stand der 49-jährige Gelsenkirchener beim Ligakonkurrenten FC St. Pauli unter Vertrag, wurde dort aber im April freigestellt. Interims-Coach Heiko Scholz bleibt dem Verein als Co-Trainer erhalten.

 

Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Cheftrainers 

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Dynamo gegen Sandhausen

Kein Sieg beim Scholz-Debut gegen Sandhausen

Wieder kein Sieg für Dynamo Dresden

Das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga wartet auch nach der Entlassung von Cristian Fiel weiter auf den vierten Saisonsieg, erkämpft sich aber unter Interimstrainer Heiko Scholz zumindest ein Remis gegen den SV Sandhausen.

Beide Teams trennten sich am Sonntag vor 26 019 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion 1:1 (1:1). Alexander Jeremejeff (5.) brachte die Scholz-Elf zunächst in Führung, Sandhausen kam durch Robin Scheu (30.) zum verdienten Ausgleich.

"Der Punkt ist auf jeden Fall zu wenig, wir wollten einen Sieg. Wir sind gut ins Spiel gekommen, führen und kriegen dann den Elfmeter", sagte Niklas Kreuzer: "Wenn der Gegner trifft, wirft uns das aus der Bahn. Das war das beste Beispiel. Wir haben uns am Ende einen Lucky Punch gewünscht, aber der kam nicht."

Scholz nahm zwei Veränderungen im Vergleich zur Heimniederlage vergangene Woche gegen Holstein Kiel vor. Baris Atik und Chris Löwe ersetzten Max Kulke und Dzenis Burnic. Dynamos Interims-Coach wollte zweckmäßigen und einfachen Fußball spielen lassen, stellte dafür taktisch unter anderem auf eine Viererkette in der Abwehr um. Zudem setzte Dynamo im letzten Heimspiel des Jahres zunächst auf eine stabile Defensive und versuchte über lange Bälle schnell zum Erfolg zu kommen. Der Ballbesitz-Fußball von Fiel scheint Vergangenheit.

Das ließ sich zunächst gut an und zahlte sich bereits nach fünf Minuten erstmals aus, als sich Atik einen langen Ball auf der linken Außenbahn erlief und anschließend den Torschützen Jeremejeff im Strafraum bediente. Der Schwede schob mühelos zu seinem vierten Saisontor ein.

Noch nie in dieser Spielzeit ging Dynamo so früh in Führung, Sicherheit brachte das 17. Saisontor allerdings nicht. Die Gäste kamen nun besser ins Spiel und durch Scheu zum verdienten Ausgleich. Sandhausens Mittelfeldspieler schaltete am schnellsten und staubte ab, nachdem Dynamos Torwart Kevin Broll einen Foulelfmeter von Aziz Bouhaddouz pariert hatte. Doppeltes Pech für Dresden, denn Schiedsrichter Bejamin Cortus hatte nach einem Foul von Florian Ballas an Kevin Behrens erst auf Eingreifen des Video-Schiedsrichters auf Elfmeter entschieden.

Sandhausens Ausgleichtreffer war dennoch verdient. Denn die Gäste waren das bessere Team und hatten 17 Minuten zuvor ihrerseits Pech, als das vermeintliche 1:1 durch Behrens aufgrund einer minimalen Abseitsstellung des Torschützen aberkannt worden war.

Im zweiten Durchgang blieben beide Teams vieles schuldig. Torraumszenen oder gar Einschussmöglichkeiten waren lange Zeit nicht geboten. Erst sieben Minuten vor dem Ende hatten Moussa Koné und der eingewechselte Luka Stor im Nachschuss zwei gute Gelegenheiten. Beide scheiterten jedoch an Sandhausens Torwart Martin Fraisl. So blieb es beim Punkt, der letztlich zu wenig für Dynamo ist.

Mit lediglich 13 Zählern aus 16 Partien steht die SG Dynamo Dresden auf einem Abstiegsplatz. Der Elf von Heiko Scholz muss man vor allem fehlende Durchschlagskraft im Angriff attestieren: Kein Team der 2. Bundesliga markierte weniger Treffer als die Heimmannschaft. Dresden verbuchte insgesamt drei Siege, vier Remis und neun Niederlagen. In den letzten fünf Spielen hätte durchaus mehr herausspringen können für Dynamo, sodass man lediglich vier Punkte holte.

Der SVS holte auswärts bisher nur sieben Zähler. Nach 16 absolvierten Begegnungen nimmt das Team von Coach Uwe Koschinat den achten Platz in der Tabelle ein. Fünf Siege, sieben Remis und vier Niederlagen hat der Gast momentan auf dem Konto. Sechs Spiele ist es her, dass der SV Sandhausen zuletzt eine Niederlage kassierte.

Als Nächstes steht für die SG Dynamo Dresden eine Auswärtsaufgabe an. Am Sonntag (13:30 Uhr) geht es gegen den VfL Osnabrück. Sandhausen empfängt parallel den Hamburger SV.

alles zum Spiel

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Spieler Neuverpflichtung

Dynamo Dresden holt Heiko Scholz als Interimscoach

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat nach der Trennung von Cheftrainer Cristian Fiel eine Interimslösung gefunden

Wie der Verein am Dienstag bekannt gab, leitet Heiko Scholz übergangsweise das Training des Tabellenletzten.

Scholz wechselt vom Nordost-Regionalligisten Wacker Nordhausen zu den Sachsen und unterschreibt einen Vertrag bis 30. Juni 2021. Co-Trainer wird vorübergehend U19-Coach Willi Weiße.

“Heiko Scholz wird die Mannschaft betreuen, bis wir eine Entscheidung zur Neubesetzung des Cheftrainerpostens getroffen haben”, sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge. “Dem neuen Trainerstab wird Heiko Scholz als Assistent angehören.”

Scholz sagte: “Ich helfe bei Dynamo in dieser schwierigen Situation selbstverständlich als Interimstrainer aus, weil ich dem Verein sehr verbunden bin. Ich werde alles daran setzen, bis Sonntag etwas zu bewegen, damit wir gegen Sandhausen einen Schritt nach vorne machen.” Der 53-Jährige hatte von 1978 bis 1982 für die Dresdner Jugend und von 1990 bis 1992 auch für die Profimannschaft der Sachsen gespielt.

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2.liga-Entlassungen

Dynamo Dresden trennt sich von Trainer Cristian Fiél

Trainer Cristian Fiél von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat sich nach der 1:2-Heimniederlage am Samstag gegen Holstein Kiel von Trainer Cristian Fiél  getrennt

Das gaben die Sachsen am Montag bekannt.

Dynamo kassierte in den letzten acht Ligaspielen sieben Niederlagen und ist Schlusslicht im Unterhaus. Am Sonntag war Fiél schon nicht mehr dabei, als die Mannschaft sich zum Auslaufen versammelte.

“Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen. Cristian und ich standen während der gesamten Zusammenarbeit immer in einem engen und vertrauensvollen Austausch. Wir haben die Zusammenarbeit heute einvernehmlich beendet, weil wir zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen sind, dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht, um den Klassenerhalt noch zu erreichen”, sagte Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Minge. “Ich danke Cristian von ganzem Herzen und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute. Er wird bei uns immer willkommen sein. Cristian Fiél gehört ohne Wenn und Aber zu den großen Trainertalenten in Deutschland.”

Fiél erklärte: “Ich wünsche der Mannschaft, den Fans und dem gesamten Verein von Herzen, dass der Klassenhalt in dieser Saison erreicht wird. Ich bin als Spieler und Trainer fast zehn Jahre in diesem besonderen Verein und hatte eine wundervolle Zeit, die mir sehr viel bedeutet.”

Der 39-Jährige war von 2010 bis 2015 Profi-Kicker bei Dynamo und arbeitete im Anschluss als Jugendtrainer beim sächsischen Traditionsklub. Nach einer Phase als Interimstrainer wurde er nach der Beurlaubung von Maik Walpurgis im Februar 2019 selbst Cheftrainer.

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