Dynamo gegen Hertha im DFB Pokal

Dynamo verpasst den Einzug ins Achtelfinale knapp

Hertha BSC jubelt nach wildem Spiel gegen Dynamo

Dabei spielen die Berliner beim 8:7-Sieg nach Elfmeterschießen (3:3 nach 120 Minuten) gegen Dresden im eigenen Stadion. Aber die Dynamo-Fans machen das Pokal-Duell im Olympia-Stadion zur Heimspiel-Party.

Der Wahnsinn in Zahlen: 35000 Dresden-Anhänger in der Hauptstadt. Darunter sogar Fans aus Schweden, Österreich und Luxemburg. 10000 PKW rollen nach Berlin. Kurios: Für die Mega-Karawane wird sogar ein Parkplatz des unfertigen Flughafens BER genutzt.

Das Hochsicherheits-Spiel bewachen mehr als 1000 Polizisten. Dazu 500 weitere Sicherheitskräfte. Eine spektakuläre Dresden-Choreo inklusive Pyro-Show gibt's trotzdem.

Der gelbe Wahnsinn zeigt Wirkung.

Hertha beginnt ordentlich, muss nach sieben Minuten in Führung gehen. Aber Kalou haut den Ball aus kurzer Distanz drüber. Danach findet Dynamo ins Spiel und geht in Führung.

36. Minute: Nach einem Hertha-Eckball spielt Dresden über Atik schnell nach vorn. Moussa Koné taucht frei vor Kraft auch und schiebt den Ball rein – ein Bilderbuchkonter!

Dafür erwischen die Berlin einen Blitzstart in den zweiten Durchgang. Hertha kommt nach einem Broll-Abschlag schnell an den Ball. Duda schickt Wolf, der schiebt den Ball in die Mitte zu Lukebakio – 1:1 (48.)!

Danach spielt fast nur noch Hertha. Innerhalb von drei Minuten scheitern Dilrosun und Kalou am Aluminium (56./59.). Ein Duda-Elfmeter (85.) scheint die Partie spät zu entscheiden, aber dann bekommt auch Dresden einen Foul-Elfer.

Ex-Hertha-Mann Ebert schießt Dynamo mit Glück in die Verlängerung (90.).

In der macht sich eingewechselte Luka Stor zum Helden. Zumindest kurzfristig. Die erneute Dynamo-Führung (107.) reicht trotzdem nicht.

Hertha kommt in letzter Sekunde zurück. Torunarigha schweißt den Ball in der Nachspielzeit der Verlängerung rein, rettet Berlin ins Elfmeterschießen.

Torunarigha rettet Berlin - Stor darf zweimal ran

In einer über weite Strecken ereignislosen ersten Hälfte der Verlängerung wagte sich keines der Teams aus der Deckung. In Hälfte zwei geschah dann alles umso schneller: Dynamo-Joker Luka Stor traf zum 3:2 für die Gäste (107.). Kurz vor Ende der Verlängerung sorgte Jordan Torunarigha noch im letzten Moment per traumhafter Volley-Direktabnahme ins lange Eck für das 3:3 (120.+2).

Im Elfmeterschießen behielt Berlin die Nerven und siegte dort mit 5:4. Kurios: Stor durfte nach seinem verschossenen Elfmeter noch einmal ran - Kraft hatte sich zu früh von der Linie bewegt, dafür sah er Gelb. Im zweiten Versuch traf Stor sicher. Kevin Ehlers' Elfmeter lenkte Kraft an den Pfosten, es war nach der Parade gegen Jannik Müller sein zweiter gehaltener Elfer. Marko Grujic machte für die Hertha dann alles klar. "Wir haben zwei Helden, Jordan und Thomas", beteuerte Grujic nach Abpfiff.

Keiner hatte dem Team aus Dresden nach den schwachen Partien zuvor solch eine Schlacht zugetraut. 1:0 zur Pause, 2:2 nach 90 Minuten, 3:3 nach 120.

Im Elfmeterschießen 7:8 gegen den Bundesligisten verloren und doch haben die Dresdner gewonnen - nämlich die Herzen ihrer Fans!

Dieser Schulterschluss ist nicht ganz ohne, wichtig für die Meisterschaft! 35.000 im Olympiastadion und weitere Tausende daheim an den Bildschirmen waren begeistert. Das kann, das sollte für die Zukunft tragen - schon am Sonntag in Stuttgart.

Für die Berliner war es drei Tage vor dem Bundesligaduell mit Stadtrivale Union Berlin (02.11.2019, 18.30 Uhr) der erste Pokal-Heimerfolg seit knapp acht Jahren. Dynamo tritt in der 2. Bundesliga am Sonntag (03.11.2019, 13.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart an.

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DFB Pokal Spiel

Hertha BSC gegen Dynamo im DFB mit Fanflut

Hertha BSC rechnet im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden mit einer Traumkulisse

Beim Pokalspiel am Mittwochabend im Olympiastadion (20.45 Uhr)  erwartete die Hertha rund 30.000 Dynamo-Fans.  Hertha-Manager Michael Preetz aber macht sich keine Sorgen um die Stimmung im Olympia Stadion. “Ich bin mir sehr sicher, dass die Blau-Weißen lauter sein und dafür sorgen werden, dass es ein richtiges Heimspiel ist, egal, wie viele Dynamo-Fans da sein werden“.

Mit ca. 70.000 Fans wäre das Olympiastadion in Berlin (Fassungsvermögen: 74.475 Plätze) bestens und für ein solches Spiel ungewöhnlich gut gefüllt. “Bei solch einer Kulisse hat man das Gefühl, das wäre viel mehr als die zweite Runde im Pokal“, sagte Hertha-Coach Ante Covic, der von einer “tollen Abendkulisse” sprach.

Man warne davor, Dynamo als Zweitligisten zu unterschätzen. “Diese Pokalrunde ist sehr gefährlich, weil der Gegner mit einem einzigen Spiel einen Stimmungswechsel schaffen kann“, sagte Covic und erklärte: “Auf diese Gefahr sind wir vorbereitet.”

Mit Patrick Ebert kehrt mindestens ein alter Bekannter an seinen ehemaligen Arbeitsplatz zurück.

Ebert dazu: “Freue ich mich ganz besonders auf die Begegnung mit Hertha BSC. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an die Gästekurve im Olympiastion denke. Wir werden für unsere Fans dort ein beherztes Spiel hinlegen“.

Nach dem jüngsten 2:3 in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim, mit dem Hertha auf Platz elf abrutschte, würde ein überraschendes Pokal-Aus für weitere Ernüchterung sorgen. «Wir sind alle gut beraten, alle Konzentration auf den Mittwoch zu haben», bemerkte Covic. Erst nach dem Pokalspiel soll der Countdown auf das hochemotionale Berliner Derby am Samstag beim Aufsteiger 1. FC Union beginnen.

Wir werden unsere Außenseiterchance beim Bundesligisten suchen und können dabei im Olympiastadion ganz sicher auf eine lautstarke schwarz-gelbe Kurve zählen“, sagte Ralf Minge.

„Im Pokal im Olympiastadion antreten zu dürfen ist ein Traum, auch wenn es schon in der 2. Runde
passiert“, sagte Dynamos Mittelfeldspieler Patrick Ebert. „Natürlich freue ich mich ganz besonders
auf die Begegnung mit meinem Ex-Verein. Ich bekomme jetzt schon Gänsehaut, wenn ich an die
Gästekurve im Olympiastadion denke. Wir werden für unsere Fans dort ein beherztes Spiel hinlegen
und die Hertha so gut es geht ärgern.“

Bisherige Begegnungen

2. Bundesliga
2012/2013 24. Spieltag Dynamo Dresden Hertha BSC 1:0 (1:0) Pierre-Michel Lasogga 38. / Eigentor
2012/2013 7. Spieltag Hertha BSC Dynamo Dresden 1:0 (1:0) Romain Brégerie 5. / Eigentor

Das Spiel der “alten Dame” läuft im Pay-TV auf Sky in der Konferenz sowie auf den Streaming-Angeboten des Bezahlsenders.

  • Wann? 30. Oktober 2019: Hertha BSC vs. Dynamo Dresden
  • Anpfiff: 20:45 Uhr
  • Free-TV: keine Übertragung
  • Pay-TV: Sky Sport 1
  • Live-Stream: Sky Go & Sky Ticket

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Dynamo Hintergrund 10

0:1 – Bielefeld stürzt Dynamo tiefer in die Krise

Die SG Dynamo Dresden unterliegt zuhause verdient mit 0:1 gegen den DSC Arminia Bielefeld und verharrt im Tabellenkeller.

Vor 26.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erzielte Andreas Voglsammer (63.) das Tor zum Bielefelder Sieg, der zugleich die Situation des Vorletzten aus Dresden verschärfte.

Voglsammer erzielt Bielefelds Siegtor

Coach Neuhaus konnte an seiner alten Wirkungsstätte wieder auf Spielmacher Reinhold Yabo zurückgreifen. Die bisher auswärts ungeschlagenen Gäste agierten auch in Dresden sehr selbstbewusst und erarbeiteten sich im ersten Spielabschnitt einige gute Möglichkeiten.

Doch erst in der 63. Minute konnten die Bielefelder jubeln. Nach einer Flanke von Jonathan Clauss erzielte Voglsammer per Flugkopfball seinen sechsten Saisontreffer.

Dresden mit viel Ballbesitz

Dynamo-Coach Fiel hatte sei Team im Vergleich zur Niederlage nicht nur auf drei Positionen, sondern auch in der Grundordnung geändert. Kapitän Marco Hartmann sollte nach überstandenem Lagerungsschwindel im 4-3-2-1 für mehr Ordnung im defensiven Mittelfeld sorgen, Youngster Kevin Ehlers rückte für den gesperrten Jannik Müller in die neuformierte Viererkette, in der zudem Brian Hamalainen auf der linken Seite spielte.

Am Dresdner Spiel änderte sich im Vergleich zu den Vorwochen allerdings nichts. Die Sachsen versuchten der Arminia ihr dominantes Spiel aufzudrücken, agierten wie so oft mit viel Ballbesitz. Was aber wiederum fehlte, war die Torgefahr. Einzig Moussa Koné (4.) hatte einmal die Führung auf seinem schwächeren linken Fuß, verzog aber deutlich, nachdem er zuvor Bielefelds Torwart Daniel Ortega Morena umkurvt hatte. Es war das einzige Mal, dass der Senegalese von einem Pass in die Schnittstelle der Bielefelder Viererkette profitierte, ansonsten hing Dynamos einzige Sturmspitze erneut in der Luft.

Arminia lauert

Die Arminia stand tief und wartete geduldig auf Dresdner Fehler, um selbst mit hohem Tempo eigene Angriffe initiieren zu können. Die Fiel-Elf bot dafür immer wieder Gelegenheiten, auch in Form von Standardsituationen. Allein Voglsammer (19./21./34.) hatte mehrfach die Gäste-Führung auf dem Kopf und Fuß.

Letztlich konnte sich Dynamo bei seinem Torwart Kevin Broll bedanken, dass es die erste Halbzeit ohne Gegentor überstand. Kurz nach Wiederanpfiff rettete der zur Pause eingewechselte Linus Wahlqvist für seinen Schlussmann in höchster Not. Der Schwede blockte nach Hereingabe von Fabian Klos Angreifer Jonathan Clauss (51.) in zentraler Position.

Zwölf Minuten später aber war die Dresdner Abwehr gegen den Flugkopfball Voglsammer im Nachteil, sodass der Stürmer seinen sechsten Saisontreffer bejubeln konnte. Dynamo gelang anschließend nicht mehr viel. Zwar erzielte der zwischenzeitlich eingewechselte Alexander Jeremejeff noch den vermeintlichen Ausgleich, das Tor wurde aber zurecht nicht gegeben, da sich der Ball zuvor deutlich im Toraus befunden hatte.

Für Dresden gibt es einiges zu tun. Denn die Bilanz von sieben Punkten aus sechs Heimspielen lässt doch Luft nach oben. Momentan besetzen die Gastgeber den ersten Abstiegsplatz. Nun musste sich Dynamo schon sechsmal in dieser Spielzeit geschlagen geben. Die zwei Siege und drei Unentschieden auf der Habenseite zeigen, dass die Aussichten nicht besonders beruhigend sind.

Einzig ein irregulärer Treffer sollte den Gelb-Schwarzen noch gelingen. Während die Neuhaus-Elf einen sehr reifen Auftritt hinlegte, waren die Sachsen einfach zu harm- und ideenlos. Bevor es in acht Tagen beim VfB Stuttgart weitergeht, wollen sie unter der Woche im DFB-Pokal bei Hertha BSC überraschen. Die Ostwestfalen hingegen übernehmen den zweiten Platz in der Tabelle. Am Dienstagabend empfangen sie ebenfalls im Pokal den FC Schalke 04. Sonntag haben sie dann Holstein Kiel zu Gast.

alles zum Spiel

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Dynamo News

Kann Dynamo die Krise gegen Bielefeld überwinden?

Mit nur neun Punkten hat Dynamo nur einen Zähler mehr als der Tabellen-Letzte Wehen Wiesbaden.

Das Problem aber ist: Dynamo bekommt im Schnitt zwei Tore pro Spiel “eingeschenkt” und stellt mit 20 Gegentoren die drittschlechteste Abwehr der 2. Liga.

Gegen die Arminia aus Bielefeld wird Jannik Müller wegen Gelb-Sperre fehlen, daher spricht einiges für Kevin Ehlers in der Aufstellung von Fiel, der gegen Fürth nach seiner Länderspielreise noch geschont wurde.

Arminia Bielefeld mit Ex-Dynamo Coach Uwe Neuhaus stellt mit 21 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga, gefolgt vom HSV . Fabian Klos (7) und Andreas Voglsammer (5) gehören mit 12 Toren zum Besten, was die 2. Liga zu bieten hat.

Auch Ralf Minge forderte nach der Fürth-Pleite: „Wie es das Wort Abstiegskampf schon sagt, müssen wir vor allem in diesem Bereich zulegen und diese Tugenden an den Tag legen.“ „Wir sind uns bewusst, dass es um den Abstiegskampf geht, da brauchen wir auch nicht rumeiern“.

Zwar ist man nach zehn Spieltagen noch nicht abgestiegen, doch die Tendenz zeigt, dass Dynamo das dritte Jahr hintereinander kämpfen muss, um aus dem Tabellenkeller der 2. Liga zu kommen.

Klingenburg kehrt zurück

Die Hälfte aller Spiele in der laufenden Saison verlor Dynamo Dresden, drei davon in den letzten drei Begegnungen. Wie der Klub mitteilte, kann auch René Klingenburg wieder mitwirken – der Infekt des Mittelfeldspielers ist überwunden. Fehlen werden dagegen Alexander Jeremejeff (Muskelfaserriss und Außenbandriss), Chris Löwe (Adduktorenprobleme), Baris Atik (Kniegelenksprellung) und Tim Boss (Innenbanddehnung und Faserriss).

Koné für Torjubel verurteilt

Auch der Einsatz von Moussa Koné ist eingeplant, der Stürmer erzielte bislang fünf der zwölf SGD-Treffer. Sollte der Senegalese gegen Bielefeld erneut erfolgreich sein, sollte er bei seinem Torjubel allerdings aufpassen. Denn bei seinem Führungstreffer gegen den FC Erzgebirge Aue zeigte Koné eine persönliche Botschaft unter seinem Trikot und wurde dafür nun mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro vom Sportgericht des DFB verurteilt. Verein und Spieler stimmten dem Urteil bereits zu.

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Dynamo gegen Greuther Fürth

Dynamo auch in Fürth ohne Punkt, verliert mit 2:0

Mit einem Doppelpack sorgte Torjäger Daniel Keita-Ruel (8./38.) fast im Alleingang für den wichtigen Heimerfolg vor 9770 Zuschauern.

Der achtmalige DDR-Meister aus Dresden kassierte am zehnten Spieltag die fünfte Saison-Niederlage in der 2. Liga und könnte sogar auf einen Abstiegsrang rutschen.
Nach zuletzt drei sieg- und torlosen Spielen durften die Fürther dagegen jubeln. Allerdings zählte Keita-Ruels erster Treffer zunächst nicht, da der Linienrichter eine Abseitsstellung des Stürmers angezeigt hatte. Doch der Video-Assistent revidierte die Entscheidung zu Recht. Beim zweiten Treffer des 30-Jährigen gab es keine Diskussionen. Auch nach dem Wechsel kam das Team von Trainer Stefan Leitl nicht in Bedrängnis, auch weil die Gäste aus Sachsen zu harmlos agierten.
Die erste Chance bot sich den Gastgebern: Nach einem Foul von Baris Atik an Keita-Ruel entschied Schiedsrichter Robert Kampka auf Freistoß, doch Kevin Broll im Dresdner Tor faustete Witteks Versuch aus 25 Metern sicher zur Seite weg (4.). Beim ersten Vorstoß von Dynamo stand Mittelstürmer Moussa Koné kurz darauf im Abseits (6.).

Kurz darauf leisteten sich die Dresdner allerdings wieder einen dieser Fehler, die man eigentlich abstellen wollte, und sofort schlug es ein. Jannis Nikolaou spielte nach einem Einwurf einen Fehlpass, statt Burnic kam Nielsen an den Ball. Der Fürther flankte blitzschnell nach innen und dort lauerte Keita-Ruel und vollendete locker zum 1:0, seinem vierten Saisontor (7.). Florian Ballas hatte in dieser Situation zu weit weg von seinem Gegenspieler gestanden. Zwar signalisierte Linienrichterin Katrin Rafalski zunächst Abseits, doch nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten wurde der Fürther Führungstreffer zum 1:0 korrekterweise gegeben – es war gleiche Höhe. Dynamo schüttelte sich nach dem erneuten Rückschlag nur kurz. Mit Wut im Bauch nahm Dzenis Burnic eine Hereingabe aus 15 Metern volley, der Ball ging allerdings deutlich übers Gehäuse der „Kleeblätter“ (9.). Koné stand bei der nächsten Dresdner Chance, einem Pass von Burnic, erneut knapp im Abseits (17.).

Maximal unnötig war dann die Gelbe Karte für den Dresdner Patrick Ebert. Er schimpfte lautstark und wütend in Richtung Schiedsrichter, nachdem Robert Kampka bei einem Zweikampf zwischen Dynamos Horvath und Mavraj ein Foul des Schwarz-Gelben gesehen hatte (20.). Die SGD spielte aber weiter nach vorn. Nach Pass von Baris Atik war Sascha Horvaths Torschuss jedoch etwas zu hoch (23.). Schön herausgespielt war dann der nächste Angriff: Jannis Nikolaou hob den Ball zu Patrick Möschl, dessen Hereingabe aber etwas zu weit und hoch für den zentral freistehenden Koné war (25.). Dennoch hätte es kurz darauf fast 2:0 gestanden. Denn nach einem Fürther Freistoß hatte Sebastian Ernst die Riesenchance, doch sein Schuss strich knapp rechts vorbei (28.). Auf der Gegenseite bekam Möschl zu wenig Druck hinter den Ball, so dass Sascha Burchert im Greuther-Tor keine Mühe hatte (30.).

Ernst geblockt (33.). Möschl schoss dann eine Minute später zu überhastet deutlich links vorbei. Es war wie so oft in den letzten Partien der Dynamos: gefälliger Spielaufbau, aber mangelnde Präzision vorm Tor. Und das sollte sich rächen. Als Dynamo mit dem typischen Ballbesitzfußball anrannte, lauerte die Spielvereinigung geschickt auf den Konter – und bekam ihn. Beim Pass von Wittek rückte Linus Wahlqvist die berühmte Zehntelsekunde zu spät heraus und hob das Abseits knapp auf. Ernst war damit frei durch und legte kurz vor Kevin Broll quer auf den mitgelaufenen Keita-Ruel, der ohne Mühe auf 2:0 erhöhte (38.). Dresden blieb seinem bisherigen Saisondurchschnitt treu: Wieder kassierte die SG Dynamo zwei Gegentore, diesmal sogar schon vor der Halbzeitpause. Das Dresdner Spiel erwies sich bis hierhin einmal mehr als ineffizient. Die Fürther, zuvor seit drei Spielen ohne Torerfolg, knipsten gegen die defensiv zu löchrigen Sachsen gleich doppelt.

Nach Foul gegen Green sah Ballas dann die nächste Gelbe Karte (42.). Dann ging war Schluss mit Durchgang eins. Überraschenderweise nahm Cristian Fiel zur Pause keine Spielerwechsel vor. Alexander Jeremejeff, der als Stürmer in dieser Situation eigentlich die erste Option gewesen wäre, stand verletzt nicht zur Verfügung. So musste es weiter die Startelf richten. Doch es lief weiterhin nicht so recht. Kapitän Jannik Müller holte sich für ein Foul an Nielsen gleich seine fünfte Gelbe Karte ab (47.), womit er im nächsten Spiel gegen Bielefeld gesperrt ist. Mehr noch: Nun waren mit Ballas und ihm zwei der drei Innenverteidiger verwarnt. Kurios: Das nächste Foul unterlief dem Unparteiischen Kampka selbst. Nach einer Kollision mit Baris Atik ging der Dresdner zu Boden (52.). Der Referee gab den Schiedsrichterball dann folgerichtig an die Schwarz-Gelben, nachdem diese zuletzt in Ballbesitz gewesen waren.

Die Franken ließen Dynamo wieder kommen und warteten geduldig auf die üblichen Fehler der Dresdner im letzten Drittel vorm Tor, um dann zum Gegenstoß auszuholen. Nach Müllers Fehler flankte Hrgota auf Keita-Ruel, der diesmal aber mit seinem Kopfball nicht erfolgreich war (58.). Doch es war ein weiterer Nadelstich. Nach vorn kam mittlerweile zu wenig bei der SGD, so dass Fiel nun mit Luka Stor den zweiten Stürmer brachte. Jannis Nikolaou ging vom Platz (59.), Dzenis Burnic war nun im defensiven Mittelfeld auf sich allein gestellt. Die nächste Gelegenheit hatte aber Fürth durch einen Standard: Witteks Eckball nahm Kapitän Caligiuri volley, der Ball zischte knapp am langen Pfosten vorbei (66.). In Spielminute 68 schöpfte Fiel dann sein Kontingent mit einem positionsgetreuen Doppelwechsel aus: Der junge Österreicher Matthäus Taferner, der zuvor nur bei den beiden Dresdner Auftaktniederlagen gegen Nürnberg und Karlsruhe gespielt hatte, kam für Atik zu seinem dritten Einsatz für Dynamo. Zudem brachte Fiel Linksverteidiger Brian Hamalainen für Patrick Möschl.

Doch auch weiterhin musste die Heimelf lediglich ihre Führung verwalten, Dynamo erwies sich im Spiel nach vorn einmal mehr als zahnlos und die Gesamtsituation spitzt sich weiter zu. Mittelstürmer Koné war im zweiten Spielabschnitt kaum mehr zu sehen. Die SGD investierte zwar erneut viel, aber die Ausbeute lag bei null. Erst in der 84. Minute bot sich mal wieder eine ernstzunehmende Chance für die SGD. Brian Hamalainens Flanke von links landete auf dem Kopf von Moussa Koné, dessen Aufsetzer gegen die Laufrichtung von Keeper Burchert allerdings den Kasten knapp verfehlte. Mit dem Anschlusstor wäre es die letzten Minuten vielleicht noch mal eng geworden. So aber blieb es selbst nach dreiminütiger Nachspielzeit beim 2:0. Dynamo erwies sich als Aufbaugegner für die zuvor dreimal sieg- und torlosen Franken und muss somit weiter auf den ersten Sieg in Fürth seit 2005 warten. Die „Kleeblätter“ gewannen nun sechs ihrer letzten sieben Heimspiele (bei einem Unentschieden) gegen die SGD, die sich dadurch weiterhin als zuverlässiger Punktelieferant im Sportpark Ronhof erweist.

Nun müssen die Dresdner aber wirklich liefern. Leichter werden die nächsten Aufgaben aber nicht. In Liga zwei geht es gegen zwei Spitzenteams: Am 26. Oktober kommt Ex-Coach Uwe Neuhaus mit Arminia Bielefeld an die Elbe, eine Woche später reisen die Schwarz-Gelben zu Aufstiegsaspirant VfB Stuttgart. Dazwischen steht noch das DFB-Pokalspiel bei Hertha BSC in Berlin auf dem Plan.

alle Daten zum Spiel in Fürth

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Testspiel

Testspiel: 1.FC Union gegen Dynamo Dresden 0:0

Über den sportlichen Stellenwert von Testspielen lässt sich trefflich streiten. Die Beteiligten finden sie meist sehr wichtig, während die Aufstellungen den gegenteiligen Schluss zulassen. Beim 0:0 zwischen Fußball-Bundesligist 1. FC Union und Zweitligist Dynamo Dresden setzte der Berliner Trainer Urs Fischer jedenfalls nur Spieler ein, die in dieser Saison kaum oder noch gar nicht gespielt haben. So war das selbstverständlich auch erwartet worden, zumal Kapitän Christopher Trimmel und Stürmer Sebastian Andersson ohnehin auf Länderspielreise weilten.

Vor 2300 Zuschauern im “Stadion An der Alten Försterei” mussten die Fans sich einen ziemlich müder Kick anschauen. Die engagierten Dynamos traten in einer gesunden defensiven Ordnung an, die Union äußerst selten auflösen konnte.

In der Schlussphase hätte Chris Löwe die Gäste mit einem Flachschuss beinahe in Führung geschossen, Patrick Möschl traf kurz darauf den Ball frei vor Unions Torwart Nicolas nicht richtig. Der am Seitenrand sehr aktive Fiel durfte dennoch einen fleißigen Auftritt seiner Elf notieren (“Ich bin mit beiden Halbzeiten absolut zufrieden“), Urs Fischer saß die 90 Minuten derweil ziemlich regungslos ab. Wahrscheinlich hätte er gerne das eine oder andere Tor seiner Spieler beklatscht, aber dafür fehlte dann doch einiges. “Den Auftritt fand ich – rein vom Engagement her – gut. Dass nicht alles funktioniert, muss man sich eingestehen“, resümierte der Coach.

Die besten Chancen des gesamten Spiels besaßen Ingvartsen und Polter kurz vor der Pause. Erst vergab Ingvartsen nach einem Doppelpass mit Polter frei vor Dresdens Stammtorhüter Kevin Broll das 1:0. Ingvartsens anschließende Ecke nahm wiederum Polter direkt, der Ball klatschte an die Latte. Ansonsten sah Unions nahezu beschäftigungsloser Torwart Moritz Nicolas, der Stammkeeper Rafal Gikiewicz vertrat, viele erfolglose Torbemühungen. Es mangelte an Präzision, Tempo und Ideen.

Im Testspiel gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden kam die Mannschaft von Trainer Urs Fischer, die in der Bundesliga zuletzt vier Niederlagen in Folge kassierte, nicht über ein 0:0 hinaus.

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Dynamo Hintergrund 5

kippt die Stimmung bei den Dynamo Anhängern?

Die Spieler der SGD mussten sich nach dem Spiel gegen Hannover 96 von den aufgebrachten Fans einiges anhören..

Das passierte lange nicht mehr im Rudolf Harbig-Stadion

Nach dem Abpfiff gab‘s ein gellendes Pfeifkonzert! Selbst die treuesten der Treuen im Dynamo-K-Block waren stinksauer, riefen „Wir wollen euch kämpfen sehen“!

Kippt die Stimmung unter den Fans jetzt? Jannik Müller kommentiert die Reaktion auf den Rängen so: „Fußball ist ein Ergebnissport. Die Ergebnisse bringen wir momentan nicht, dem müssen wir uns stellen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass wir alles gegeben haben, sollten wir uns die Meinung der Fans annehmen. Und schon im Training 120 Prozent geben und über unseren Schweinehund gehen.

Trainer Cristian Fiel sagt: „Dass das Publikum nervös wird, muss man akzeptieren, auch wenn uns das jetzt vor Probleme stellt. Ich werde immer Verständnis für die Fans haben. Ich weiß, was ihnen Dynamo bedeutet und wie es ihnen geht, wenn wir keine Spiele gewinnen.

 

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Dynamo Hintergrund 9

DFB sperrt Dynamo-Kapitän N. Kreuzer für drei Spiele

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden muss drei Spiele auf Kapitän Niklas Kreuzer verzichten.

Wie erwartet hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Niklas Kreuzer wegen seiner Tätlichkeit mit einer Sperre von drei Ligaspielen belegt. Der Vize-Kapitän fehlt Dynamo damit bei Greuther Fürth, gegen Arminia Bielefeld und beim VfB Stuttgart.

Der 26-Jährige wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit einer entsprechenden Sperre belegt, weil er im Spiel gegen Hannover 96 (0:2) nach einer Tätlichkeit an Miiko Albornoz die Rote Karte gesehen hatte. Dies teilte der DFB am Montag mit.

Ein Startelfeinsatz gegen Nürnberg zum Auftakt, dann pausenlos ein Bankplatz und gegen Hannover eine neue Chance. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass Kreuzer nicht zufrieden ist mit seiner Situation.

All das entlud sich in jener 65. Minute – auf negative Art und Weise. Albornoz rempelte ihn an der Seitenauslinie direkt vor den Trainerbänken an. Der 96er hatte schon Gelb. Dynamo hätte wohl in Überzahl weiter gespielt.

 

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Dynamo gegen Hannover 96

Dynamo Dresden verliert 0:2 gegen Hannover 96

Im 4. Heimspiel kann Dynamo auch dieses mal keine Punkte holen

Erneute Pleite für Dynamo Dresden. Das Team von Trainer Cristian Fiel unterlag Hannover 96 mit 0:2. Der Bundesliga-Absteiger setzte sich dank des dritten Saisonsieges etwas von den Abstiegsrängen ab. Vor 23 359 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion trafen Julian Korb (72.) und Cedric Teuchert (89.) für die Niedersachsen, die damit vorerst ins Tabellen-Mittelfeld sprangen. Dresden steckt nach der vierten Saisonniederlage dagegen wieder mitten drin im Abstiegskampf.

Es ist ein hart umkämpftes Match im Rudolf-Harbig-Stadion. Hannover 96 und Dynamo Dresden schenken sich in den Zweikämpfen keinen Ball, vergeben aber jeweils vorm gegnerischen Tor auf beiden Seiten Großchancen.

In Halbzeit 1 war Hannover die bessere Mannschaft, kann aber aus den Vorteilen keinen Gewinn erziehlen. Mit klarem Chancenplus der Gäste war die Nullnummer zur Pause für Dynamo eher schmeichelhaft.

In der Anfangsphase waren die 96’er spielbestimmend und hatten zwei gute Gelegenheiten, eine frühe Führung zu erzielen. Doch sowohl Genki Haraguchi (6.) als auch Marvin Ducksch (11.) scheiterten an Dynamo-Keeper Kevin Broll.

Ein Schuss von Florian Ballas, den Hannovers Schlussmann Ron-Robert Zieler über die Latte lenkte (23.) – das war Dynamos Offensivausbeute im ersten Durchgang. Danach wieder Hannover: Waldemar Anton verfehlte per Kopf (39.), Emil Hansson aus der Distanz (41.).

Doppelter Platzverweis

In der 65.Minute kochten schließlich die Emotionen über. An der Seitenlinie auf Höhe der Mittellinie streiten sich Dresdens Kapitän Niclas Kreuzer und Hannovers Außenverteidiger Miiko Albornoz um den Ball bei einem Einwurf. Albornoz hält den Ball in der Hand, geht meckernd mit der Brust voran auf Kreuzer zu, woraufhin dieser ihm eine Kopfnuss gibt – direkt vor den Augen des vierten Offiziellen!

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel komplett offen, Chancen gab es auf beiden Seiten. Hannovers Marc Stendera (58.) traf die Latte. Wenig später wurde Dresdens Niklas Kreuzer nach einem Kopfstoß gegen Miiko Albornoz (65.) vom Platz gestellt. Auch der bereits verwarnte Schwede musste mit Gelb-Rot vorzeitig runter. Keine zehn Minuten später trifft Julian Korb nach einer spektakulären Ballannahme zum 1:0. Eine Schlussoffensive durch Dynamo gab es nicht. 96 legte sogar noch nach. Cedric Teuchert (89.) sorgte schließlich für die Entscheidung.

Fazit:
Hannover 96 gewinnt verdient mit 2:0 bei Dynamo Dresden und feiert damit wichtige Punkte in Sachsen und überholt Dynamo in der Tabelle. Dynamo vorerst auf Platz 13, was sich aber am Sonntag noch ändern kann.

Rudolf Harbig Stadion 05.Okt.2019 13:00
Dynamo Dresden
0 2
Hannover 96
05.Okt.2019 13:00
Rudolf Harbig Stadion
SGD
0
2
H96
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