1860 mit spätem Sieg, Dynamo ohne Punkte im Aufstiegsrennen

Der TSV 1860 München besiegte Tabellenführer Dynamo Dresden mit 1:0

Phillipp Steinhart machte den Unterschied in der spannenden Drittliga-Partie: Der 28-Jährige sorgte in der 86. Minute für die späte Entscheidung.

Zum Abschluss des 29. Spieltags kam es zu einer echten Spitzen-Begegnung in der 3. Liga: Der Tabellen-Vierte, 1860 München, empfing Tabellenführer Dynamo Dresden. Beide Mannschaften trennten jedoch vor der Partie bereits 13 Punkte.
 Dynamo Dresden hat im Kampf um den Aufstieg einen Dämpfer hinnehmen müssen. Beim Tabellenvierten 1860 München verloren die Kicker von Trainer Markus Kauczinski in einer ausgeglichenen Partie durch ein spätes Tor von Philipp Steinhart unglücklich mit 0:1 (0:0). So hat der Tabellenführer nach dem 29. Spieltag nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Verfolger aus Rostock und Ingolstadt.
Kauczinski ließ an der Grünwalder Stadion die gleiche Startelf auflaufen, die auch beim 1:0-Sieg am vergangenen Mittwoch gegen den SV Wehen Wiesbaden begonnen hatte. Sein Kollege Michael Köllner hielt es genauso, vertraute wieder der Anfangsformation vom 0:0 gegen Lübeck und ließ den Ex-Dresdner Dennis Erdmann auf der Bank, da der junge Semi Belkahia nach Erdmanns Rotsperre zweimal in der Innenverteidigung überzeugt hatte.

Doch bevor der Ball in der urtümlichen Spielstätte in Giesing rollte, gedachten die Profis dem am 2. März leblos in seinem Haus aufgefunden Kapitän der Sechziger-Meistermannschaft von 1966, Peter Grosser. Die Löwen-Legende wurde 82 Jahre alt.

Der Fokus richtete sich dann aber ganz auf das Spiel, das sofort Fahrt aufnahm. Nach einem Einwurf von Sebastian Mai tauchte der Ex-Sechziger Christoph Daferner vor TSV-Keeper Marco Hiller auf, scheiterte aber an selbigem. Nach zehn Minuten jubelte Daferner schon, doch sein aus Abseitsposition erzieltes Tor zählte nicht. Die Hausherren schockte das nicht, sie gingen engagiert zur Sache und hatten auch eine Großchance, als Sascha Mölders nach einer Ecke abzog, doch Kevin Broll lenkte die Kugel an die Latte (13.).

Das schürte den Kampfgeist der Gastgeber noch. Sie agierten giftig: Mölders sah für einen Trikotzupfer Gelb (16.), Richard Neudecker (20.) kassierte für ein Foul an Julius Kade ebenfalls Gelb. Wenig später sah Heinz Mörschel auf der Gegenseite den hellen Karton (25.) in einer zerfahrenen Partie, die von vielen Zweikämpfen und weniger von Kombinationen geprägt war. Daferner verletzte sich bei einem Foul leicht, musste in der 42. Minute runter. Für ihm kam Philipp Hosiner, ein anderer Ex-Löwe.

0:0 zur Pause

Löwen-Trainer Michael Köllner vertraute derselben Elf, die vergangenen Mittwoch 0:0 in Lübeck spielte. Auch Dynamo-Coach Markus Kauczinski nahm keine Wechsel gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Wiesbaden vor. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams hervorragende Torchancen kreierten. Doch sowohl Dresdens Christoph Daferner (8.) als auch Sechszig-Routinier Sascha Mölders (13.) scheiterten in der ersten Hälfte an guten Paraden der beiden Keeper Marco Hiller und Kevin Broll.

Gleiches Bild nach dem Pausenwechsel: Beide Mannschaften spielten druckvoll Richtung gegnerisches Tor, standen aber gleichzeitig sicher in der Defensive – bis zur Schlussphase. Eine Minute später war der Löwen-Schlussmann schon geschlagen, doch Königsdörffer schoss freistehend vorbei (84.). Das war die Riesenchance zum Siegtreffer, doch Dynamo ließ sie liegen.

Späte Entscheidung durch Steinhart

Im Gegenzug fiel das entscheidende 1:0 für die Hausherren: Stefan Lex dribbelte durch die Hälfte der Kauczinski-Elf und legte vor dem Sechzehner auf die linke Seite zum aufgerückten Steinhart. Der Abwehrspieler zog aus zwölf Metern ab und versenkte das Leder unhaltbar rechts unten im Netz. Es war bereits das fünfte Saisontor für den 28-Jährigen.

Das anschließende Anrennen von Dynamo blieb erfolglos, die Löwen feierten einen überraschenden Sieg gegen den Tabellenführer und fuhren drei Punkte ein. Der Rückstand für die Löwen auf den Relegationsplatz schmolz auf neun Zähler. Für die Gäste war es die erste Niederlage nach acht ungeschlagenen Spielen in Serie. Dresden konnte den Vorsprung in der Tabelle nicht weiter ausbauen und liegt mit 58 Punkten weiter einen Zähler vor den Verfolgern Hansa Rostock und FC Ingolstadt 04.

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