0:1 – Bielefeld stürzt Dynamo tiefer in die Krise

Die SG Dynamo Dresden unterliegt zuhause verdient mit 0:1 gegen den DSC Arminia Bielefeld und verharrt im Tabellenkeller.

Vor 26.000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erzielte Andreas Voglsammer (63.) das Tor zum Bielefelder Sieg, der zugleich die Situation des Vorletzten aus Dresden verschärfte.

Voglsammer erzielt Bielefelds Siegtor

Coach Neuhaus konnte an seiner alten Wirkungsstätte wieder auf Spielmacher Reinhold Yabo zurückgreifen. Die bisher auswärts ungeschlagenen Gäste agierten auch in Dresden sehr selbstbewusst und erarbeiteten sich im ersten Spielabschnitt einige gute Möglichkeiten.

Doch erst in der 63. Minute konnten die Bielefelder jubeln. Nach einer Flanke von Jonathan Clauss erzielte Voglsammer per Flugkopfball seinen sechsten Saisontreffer.

Dresden mit viel Ballbesitz

Dynamo-Coach Fiel hatte sei Team im Vergleich zur Niederlage nicht nur auf drei Positionen, sondern auch in der Grundordnung geändert. Kapitän Marco Hartmann sollte nach überstandenem Lagerungsschwindel im 4-3-2-1 für mehr Ordnung im defensiven Mittelfeld sorgen, Youngster Kevin Ehlers rückte für den gesperrten Jannik Müller in die neuformierte Viererkette, in der zudem Brian Hamalainen auf der linken Seite spielte.

Am Dresdner Spiel änderte sich im Vergleich zu den Vorwochen allerdings nichts. Die Sachsen versuchten der Arminia ihr dominantes Spiel aufzudrücken, agierten wie so oft mit viel Ballbesitz. Was aber wiederum fehlte, war die Torgefahr. Einzig Moussa Koné (4.) hatte einmal die Führung auf seinem schwächeren linken Fuß, verzog aber deutlich, nachdem er zuvor Bielefelds Torwart Daniel Ortega Morena umkurvt hatte. Es war das einzige Mal, dass der Senegalese von einem Pass in die Schnittstelle der Bielefelder Viererkette profitierte, ansonsten hing Dynamos einzige Sturmspitze erneut in der Luft.

Arminia lauert

Die Arminia stand tief und wartete geduldig auf Dresdner Fehler, um selbst mit hohem Tempo eigene Angriffe initiieren zu können. Die Fiel-Elf bot dafür immer wieder Gelegenheiten, auch in Form von Standardsituationen. Allein Voglsammer (19./21./34.) hatte mehrfach die Gäste-Führung auf dem Kopf und Fuß.

Letztlich konnte sich Dynamo bei seinem Torwart Kevin Broll bedanken, dass es die erste Halbzeit ohne Gegentor überstand. Kurz nach Wiederanpfiff rettete der zur Pause eingewechselte Linus Wahlqvist für seinen Schlussmann in höchster Not. Der Schwede blockte nach Hereingabe von Fabian Klos Angreifer Jonathan Clauss (51.) in zentraler Position.

Zwölf Minuten später aber war die Dresdner Abwehr gegen den Flugkopfball Voglsammer im Nachteil, sodass der Stürmer seinen sechsten Saisontreffer bejubeln konnte. Dynamo gelang anschließend nicht mehr viel. Zwar erzielte der zwischenzeitlich eingewechselte Alexander Jeremejeff noch den vermeintlichen Ausgleich, das Tor wurde aber zurecht nicht gegeben, da sich der Ball zuvor deutlich im Toraus befunden hatte.

Für Dresden gibt es einiges zu tun. Denn die Bilanz von sieben Punkten aus sechs Heimspielen lässt doch Luft nach oben. Momentan besetzen die Gastgeber den ersten Abstiegsplatz. Nun musste sich Dynamo schon sechsmal in dieser Spielzeit geschlagen geben. Die zwei Siege und drei Unentschieden auf der Habenseite zeigen, dass die Aussichten nicht besonders beruhigend sind.

Einzig ein irregulärer Treffer sollte den Gelb-Schwarzen noch gelingen. Während die Neuhaus-Elf einen sehr reifen Auftritt hinlegte, waren die Sachsen einfach zu harm- und ideenlos. Bevor es in acht Tagen beim VfB Stuttgart weitergeht, wollen sie unter der Woche im DFB-Pokal bei Hertha BSC überraschen. Die Ostwestfalen hingegen übernehmen den zweiten Platz in der Tabelle. Am Dienstagabend empfangen sie ebenfalls im Pokal den FC Schalke 04. Sonntag haben sie dann Holstein Kiel zu Gast.

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